Die Freienvertretung verweigert regelmäßig die Zustimmung bei den Auswahlentscheidungen für arbeitnehmerähnliche Freie, wenn der rbb kein angemessenes Ersatzhonrorar zahlen will . (Also sehr oft, aber nicht immer.) Unsere Begründung in Juristisch klingt so:
Die Freienvertretung verweigert ihre Zustimmung zu der geplanten Maßnahme mit Bezug auf die in der Anlage genannten arbeitnehmerähnlichen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weil die Auswahl zur Teilnahme an der Fortbildung die spezifischen Belange arbeitnehmerähnlicher Mitarbeiter nach § 38 Abs. 3 Freienstatut nicht ausreichend berücksichtigt, da sie in dieser Zeit keiner bezahlten Tätigkeit nachgehen können. Es ist nicht vorgesehen, diesen Nachteil durch ein angemessenes Honorar für die Teilnahme an der Fortbildung auszugleichen. Dadurch ist die Teilnahme ausschließlich freien Mitarbeitern vorbehalten, die sich eine unentgeltliche Teilnahme an der Fortbildung leisten können. Chancengleichheit bei der Auswahl der Teilnehmer/innen an Fortbildungsveranstaltungen ist dadurch nicht gegeben.
Hier finden sich Erklärungen zu den häufigsten Fragen zur ersten Orientierung. Allerdings nur für die Standardfälle. Wenn es hart auf hart kommen sollte, werft bitte immer einen Blick in die Tarifverträge. Bei Fragen berät die Freienvertretung gern. (Tel: 80504).
Autor, Reporter und Redakteur bei radioBERLIN, seit 2007 in der Redaktion für Berliner Landespolitik
Freiensprecher u.a. bei radioBERLIN, rbbpro-Sprecherrat, derzeit DJV-Freienvertreter für den rbb
Was ich der Freienvertretung zu bieten habe:
kenne mich aus mit Sozial- und Tariffragen (die meisten Tarifverträge für Freie seit der Fusion habe ich mitverhandelt)
war mit dabei, als wir damals rbbpro(test) gegründet haben – sowas prägt
Gremienarbeit schreckt mich nicht – schlimmer als Vereine und Gewerkschaften kann die Freienvertretung auch nicht sein
Was ich als Freienvertreter erreichen möchte
Allem voran ein ordentliches Basisangebot: zuverlässige Beratungsangebote, Sprechstunden, Newsletter… Erstaunlich, aber wahr: Viele viele Freie sind nicht informiert über ganz grundlegende Ansprüche wie Urlaubs- oder Krankengeld. Es kann nicht sein, dass man als Freier nur zufällig seine Rechte kennenlernt. Die neue Freienvertretung muss alle erreichen.
Systematische Beteiligung aller Abteilungen und Redaktionen. Bisher hängt es oft an einzelnen Freiensprechern oder am Zufall, ob eine Abteilung organisiert ist. Wo Freiensprecher und Freienversammlungen nicht selbstverständlich sind, müssen sie es werden.
Statt Zwang zu unbezahlten Fortbildungen ein durchdachtes Weiterbildungskonzept für Freie. Ist vielleicht kein sexy Thema, aber dass wir Freien von einer systematischen Fortbildung de facto abgekoppelt sind, wird uns früher oder später auf die Füße fallen.
Gleichstellung Männer/Frauen. Bei Freien noch völlig unterbelichtet. Während bei den Festen wenigstens genau dokumentiert wird, wo Frauen schlechter gestellt sind als Männer, haben wir bei den Freien nicht einmal Daten. Wie man verhindern kann, dass am Ende oft die Frauen die schlechteren Jobs mit geringeren Honoraren bekommen, ist ein bisher völlig verdrängtes Problem. Da müssen wir ran!
Gleichstellung Feste/Freie. Gleiches Geld für gleiche Arbeit müsste selbstverständlich sein. Die ungleiche Behandlung bei Krankheit, beim Arbeitsschutz, Mitspracherechten, … Da müssen wir ran!
Respekt und Rechte für Freie: Bei den Verhandlungen über das Freienstatut Anfang des Jahres haben wir auf viele Mängel hingewiesen. Der größte: Dass wir Freien allem Wertschätzungsgerede zum Trotz wieder als Mitarbeiter zweiter Klasse behandelt werden, mit zweitklassigen Rechten und leider einer zweitklassigen Freienvertretung. Den Respekt müssen wir uns verschaffen. Und die Rechte werden wir nicht geschenkt bekommen – wir müssen beweisen, dass wir sie wirklich haben wollen.
seit 1992 beim ORB / SFB als freier Redakteur und Autor im Hörfunk
RockRadioB / Fritz / SFB Hörspiel / Radio Brandenburg / Inforadio
Was ich der Freienvertretung zu bieten habe:
bin seit langer Zeit einer der beiden Freiensprecher von Inforadio
kenne Sender (vorwiegend Standort Berlin) und viele Kollegen ganz gut
Was ich als Freienvertreter erreichen möchte:
trotz des problematischen Konstrukts der rbb Freienvertretung kommt es jetzt darauf an, arbeitsfähige Strukturen zu schaffen und die Möglichkeiten auszuloten
trotz zwei kleinen Kindern gerne & häufig als Redakteurin und Autorin im kulturradio tätig
seit sieben Jahren beim rbb /kulturradio
Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule.
Was ich der Freienvertretung zu bieten habe:
Wenig “Kampferfahrung”, dafür einen unverstellten Blick auf die Probleme
Als Autorin & Redakteurin kenne ich beide Seiten des Schreibtischs
Kontakte vor allem zu jungen Kollegen
Was ich als Freienvertreterin erreichen möchte:
Dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch für Freie selbstverständlich wird
Dass die Freien vom rbb als Potential gesehen werden – und nicht als “Schichtenfüllmaterial”. Das bedeutet Wertschätzung, Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten
Dass jeder – auch neue Feste Freie – die Informationen bekommen, die sie brauchen z.B. über Urlaubsgeld, Rahmenvertrag oder Mutterschutz
Dass sich die Freien noch mehr untereinander vernetzen z.B. auch über soziale Netzwerke
seit 1999 beim ORB/RBB als Reporter und Autor für Fernsehredaktionen wie Brandenburg aktuell, Theodor oder Dokumentation und Zeitgeschehen tätig
seit Herbst 2013 Freiensprecher bei Brandenburg aktuell
als djv-Mitglied in den Tariferhandlungen für die freien Mitarbeiter im Programm.
Was ich der Freienvertretung zu bieten habe:
In den vergangenen 12 Monaten habe ich zunächst für die Vertretung der Freien durch den Personalrat gekämpft, mich danach in Verhandlungen mit der RBB-Geschäftsleitung für eine starke Freienvertretung mit weitergehenden Rechten eingesetzt. Auch wenn wir damit letztlich keinen Erfolg hatten, möchte ich meine Erfahrungen und Kontakte weiter einbringen, um die Rechte und Interessen der Freien im rbb möglichst effektiv zu vertreten – falls nötig, auch im Konflikt mit der Geschäftsleitung, frei nach dem Motto: Wir als Freienvertretung haben kaum Rechte – nutzen wir sie!
Was ich als Freienvertreter erreichen möchte:
Respekt und Anerkennung für uns Freie im rbb – entsprechend unserer tragenden Rolle im und fürs Programm.
Wahrung und Ausbau unserer materiellen Rechte aus Tarifverträgen, Mindestbedingungen, Dienstanweisungen usw. Die werden im redaktionellen Alltag oft ignoriert – aus Unkenntnis oder auch mit Vorsatz.
Gleichbehandlung von Festen und Freien, wo es sinnvoll und gesetzlich möglich ist. Wenn wir schon die gleiche Arbeit machen wie die Festangestellten, dann bitte unter den gleichen Bedingungen und fürs gleiche Geld!
Kürzlich plauderte ich mit einem von mir sehr geschätzten Autor und Moderator unseres Senders über eine fast 20 Jahre zurückliegende Fernsehproduktion, bei der ich noch als studentische Hilfskraft beschäftigt war . Im Laufe des Gesprächs meinte er: “Weißt du, mit eurer Generation Fernsehkameraleute schafft man heute an einem Drehtag 3 mal so viel wie mit den Kollegen damals.” Das meinte er durchaus anerkennend.
Ich denke seit diesem Gespräch oft über die Arbeitsverdichtung und ihre Folgen nach – wie es mit der Gesundheit meiner Kolleg_innen bestellt ist, wie sie eigentlich ihre Fortbildung bei immer kürzeren Technikgenerationen gewährleisten, wie schwer es oft ist Kinder und freiberufliche Tätigkeit für den RBB unter einen Hut zu bekommen und ob sich die Wertschätzung unserer Arbeit eigentlich auch verdreifacht hat…
O.k. – ich kandidiere. Als langjähriges Ver.di Mitglied und gemeinsam mit den RBBPro Mitsreiter_innen.
Personal shorts:
50 Lenze, seit 1995 zunächst als studentische Hilfskraft, später freiberuflich als Kameraassistent und Kameramann für diese Anstalt und eine ihrer Vorgängerinstitutionen tätig. Parallel als Dokumentarfilmautor und Familienvater in anderen Zusammenhängen eingebunden.
51 Jahre, interkultureller Hintergrund, alleinerziehend und überzeugte Freie
seit 1997 beim Orb/rbb als Externe Volo, Reporterin, Autorin, Nachrichtenredakteurin u.a. bei BA, ZiBB, radioeins und seit 2009 Redakteurin bei Funkhaus Europa
2000-2005 freie Korrespondentin in Griechenland für DLR, ARD MoMa und Funkhaus Europa,
Ausbildung Dipl. Pol. und Volontariat Adolf-Grimme Institut „Mehr Farbe in die Medien“
Ver.di Mitglied
Was ich der Freienvertretung zu bieten habe:
In Sachen Gremienarbeit wäre ich ein Neuling, dafür aber mit unverstellten Blick, kreativen Gestaltungswillen und Sinn für Diplomatie ausgestattet
Interkulturelle Kompetenz ist ein Potential für jeden Sender
Ich kenne das Haus seit vielen Jahren und aus vielen Perspektiven, als Autorin und Redakteurin
Was ich als Freienvertreterin erreichen möchte:
Aufbauarbeit für ein kompetentes Freien-Organ
Kompetente Beratung von Freien für Freie: Dass jede/r über seine Rechte (Urlaubs-, Krankengeld, Gremienarbeit etc.) im Sender beraten wird und sie auch wahrnehmen kann
Unterstützung Freier RedakteurInnen, die die Rechte der Freien und Freien mit Migrationshintergrund in den Redaktionsräumen und der Weiterbildung stärken
Dass Freie als wichtige Experten fürs eigene Haus gesehen werden und zur Vielfalt in allen Bereichen beitragen
Förderung Interkultureller Kompetenz und Vielfalt in allen Bereichen des Hauses