Archiv der Kategorie: Allgemein

Bestandsschutz-Verhandlungen + Freien-Demo + Wahlprüfsteine

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sowas liest man selten im rbb-Intranet: Für die Intendantin ist ein Tag mit Sondierungsgesprächen für die Freien-Beschäftigungssicherung (17. September) wichtiger als der Super-Wahltag am 26. September! Toller Einstieg, das macht natürlich neugierig aufs Weiterlesen

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… und ihre Stellungnahme beflügelt auch ansonsten die Fantasie. „Beschäftigungssicherheit“, „bis zum Renteneintritt“, „gleiche Honorierung für gleiche Arbeit“, „wir werden neue Wege brauchen“. Ja, der Ton macht die Musik. Und nach den vielen schrillen Tönen der letzten Wochen klingt das wirklich gut in den Ohren der Freienvertretung. Punkt.

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Kontrapunkt gefällig? Die heutigen Tarifverhandlungen zum Homeoffice sind jedenfalls fast gescheitert. Denn auf keinen Fall will die Geschäftsleitung einen gemeinsamen Tarifvertrag für Feste und Freie abschließen. Nicht etwa, weil Freie nicht auch im Homeoffice arbeiten sollen, Gott bewahre. Sondern rein aus „rechtlichen Gründen“. Hä? Irgendwas mit Einklagen, so genau haben die Gewerkschaften das auch auf Nachfrage nicht verstanden. Sender wie der SWR, SR, das ZDF haben damit jedenfalls keine Probleme. Muss man aber wohl auch gar nicht verstehen, denn die Gewerkschaften haben klargestellt, dass sie nur für Feste und Freie gemeinsam verhandeln. Und nur, wenn die Geschäftsleitung bis zum nächsten Mal eine verlässliche tarifliche Lösung anbietet.

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Sorgen vor zu viel Harmonie sind also unberechtigt, den Beat geben sowieso inzwischen die Freien von #wirsindnichtda vor. Was auch immer am 17. September verhandelt wird, die Demo am 20. September ist angemeldet (Kundgebung 12 bis 14 Uhr, Masurenallee, vorm Fernsehzentrum Berlin). Neben den Vertreter*innen der Gewerkschaften und der am stärksten betroffenen Redaktionen wird übrigens auch die Freienvertretung ein paar Worte sagen. Heute ganz frisch veröffentlicht: der neue Flyer der Orga-Gruppe, mit dem selbsterklärenden Titel „KOMMT ALLE!“ (zum Runterladen, Ausdrucken und Weitergeben). Den aktuellen Stand und Hintergründe zu den Forderungen findet ihr hier.

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Noch mal zurück zum Wahltag am 26. September. Es soll ja auch Freie geben, die immer noch nicht wissen, für welche Partei sie diesmal stimmen sollen. Und an den Wahlkampfständen wird man nur selten jemanden finden, der einem vernünftig erklären kann, wie seine Partei den rbb-Freien gute Arbeitsbedingungen sichern will.Wie sie die Vertretung der Freien durch den Personalrat durchsetzen wird.Oderwie siezum Bestandsschutz steht. Darum hat die Freienvertretung alle im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien schriftlich gefragt, drei von ihnen haben uns ihre Antworten geschickt. Ihr könnte sie hier, hier und hier (in der Reihe des Eintreffens bei uns) im Volltext lesen. Es geht u.a. um zibb, rbbkultur, Bestandsschutz, die Pensionskasse, Arbeitsverdichtung und Mitbestimmungsrechte. Von „erheblichem Handlungsbedarf“ ist das die Rede und „besseren Arbeitsbedingungen“. Zu schön um wahr zu sein? Pah. Wir werden die Parteien jedenfalls nach den Wahlen daran erinnern, was sie uns da schriftlich gegeben haben.

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Noch mehr Lesestoff gefällig? Ein Jahr nach unserer Wahl im vergangenen September legen wir hiermit unseren Tätigkeitsbericht 2021 vor. Wer den Newsletter regelmäßig liest, weiß natürlich auch so, was wir gemacht haben. Wer nochmal nachlesen möchte: Viel Vergnügen – uns hat das letzte Jahr jedenfalls wieder mal Spaß gemacht, #trotzallem.

Jetzt aber erstmal: Schönes Wochenende! Eure Freienvertretung

Beschäftigungssicherung + rbb + will + verhandeln

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

und er bewegt sich doch. Der rbb. Wer hätte das gedacht?

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Die Gewerkschaften waren jedenfalls überrascht: Nachdem Ende Juni die Sondierungen über #bestandsschutzfüralle kurz und krachend gescheitert waren, dauerte das Treffen am heutigen Freitag fast vier Stunden. Ergebnis: rbb und Gewerkschaften wollen verhandeln.

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Über Bestandsschutz für alle? Naja. Dass es für die programmgestaltenden Freien kein Äquivalent für den NPG-Bestandsschutz geben soll, darauf hatte sich Frau Schlesinger ja schon auf unserer letzten Freienversammlung festgelegt. Aber: Über ergänzende Regelungen zum Tarifvertrag für Arbeitnehmerähnliche könne durchaus verhandelt werden, so die neue Wendung. Mit Regelungen, wie es sie bei anderen Sendern schließlich auch gebe. Ziel: den langjährigen Freien (auch den Programmgestaltenden) die Sicherheit zu geben, dass sie auf Dauer beim rbb bleiben können.

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Die Freienvertretung denkt da natürlich sofort an den 12a-Tarifvertrag des SWR. Darin ist auch nicht von „Bestandsschutz“ die Rede, aber sehr wohl von „unbefristeter Beschäftigungs- und Einkommenssicherung“. Darüber muss man ganz bestimmt verhandeln! Die Gewerkschaften wollen es jedenfalls wissen, wie weit der rbb wirklich gehen will. Verhandlungstermine gibt es noch nicht, aber es soll jetzt schnell gehen.

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Und, äh, was ist jetzt mit #wirsindnichtda? Keine Ahnung, muss sich die Freienvertretung eingestehen. Und sie wird ganz bestimmt niemandem einen Rat geben. Denn über die Forderung nach Bestandsschutz wird zwar nun bald verhandelt, aber all die anderen Forderungen werden sich durch Tarifverhandlungen bestimmt nicht in Luft auflösen. #wirmüssenreden 

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Aber bedanken möchte sich die Freienvertretung schon jetzt bei allen, die diesen Durchbruch für die Verhandlungen erst ermöglicht haben. Vielen Dank! Und wenn es Frei-im-Mai und #wirsindnicht danicht geben würde, man müsste es erfinden.

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Denn es gibt ja so viele Dinge, für die wir auch Lösungen brauchen. Über den Bestandsschutz für NPG-Freie, die bisher nicht unter den NPG-TV fallen, werden die Gewerkschaften jetzt wohl gleich mitverhandeln. Die ungleichen Honorare (nicht nur) im CNC müssen auch schnell angeglichen werden, die neuen Tätigkeiten und Rollen brauchen faire Einstufungen und …

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… völlig unter dem Radar ist bisher die furchtbare 5-Tage-Prognose für neue NPG-Kolleg*innen, denen auf diese Weise seit diesem Monat Urlaub und Zahlung bei Krankheit vorenthalten werden soll. Vor allem im Bereich Medienproduktion mit der dünnen Personaldecke könnten schnell prekäre Beschäftigungsverhältnisse einziehen. Feste freie ohne 12a-Status? Das will sich die Freienvertretung gar nicht erst vorstellen, und noch ist es nicht zu spät. Wir sind viele. Und lassen uns nicht spalten.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Probleme mit den Intranet-Links? Wer von außen auf das Intranet zugreift, ersetzt den URL-Anfang (https://intranet.rbb-online.de/) durch https://mein.rbb-online.de:11005/.

Frei im September + CNC + Ohren und Augen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wichtige Ereignisse werfen ihre Schatten normalerweise voraus, manchmal aber auch nicht! Besser gesagt: erst in einer Woche um diese Zeit werden wir wissen, ob das erneute Treffen nächsten Freitag zwischen rbb und Gewerkschaften solch ein wichtiges Ereignis geworden ist. Es geht um den Dauerbrenner: #bestandsschutzfüralle! Die Freienvertretung hat bislang keinen Hinweis darauf, dass sich an der Verhandlungsfront etwas getan hätte. Aber wir lassen uns gerne vom Gegenteil überraschen. Klar ist nur, dass die Gewerkschaften DJV und ver.di den rbb zu Tarifverhandlungen über einen Bestandsschutz-Tarifvertrag für alle freien Kolleg*innen in Programm und Produktion aufgefordert haben. Sollte der rbb die Verhandlungsaufforderung ablehnen, wollen die Gewerkschaften „Maßnahmen“ ergreifen. Das könnte ein Warnstreik am 20. September sein – der Tag, an dem freie Kolleg*innen mit ihrem Protest beginnen wollen.

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rbb sucht Freie +++ Protest im September +++ Stimmung im Haus

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Freie werden gebraucht. Dringender denn je. Sagten diese Woche unsere Führungskräfte bei verschiedenen Gelegenheiten. Vor allem rund um das CNC und in den aktuellen Nachrichtenformaten sei das Personal knapp. Deshalb plant der rbb externe Ausschreibungen für neue Reporter*innen in freier Mitarbeit. Die Freienvertretung wundert sich: Gibt es denn gar keine Kapazitäten mehr bei den Freien im Haus? Etwa bei den Kolleg*innen, die Ende des Jahres ihren Job bei zibb verlieren werden?

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Regelaufwände Honorarrahmen Programm ++ Ausgleichszahlung Bestandsschutz ++ Impfung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist schon eine merkwürdige Zeit, momentan. Irgendwie zwischen Sommerloch und steigenden Corona-Inzidenzen. Eigentlich alles ziemlich entspannt – mit Blick auf die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen im Arbeitsalltag – dann doch wieder nicht so richtig!

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Und dann hätte es in dieser Woche doch noch einen Höhepunkt geben können, kurz vorm Wochenende. Die Tarifparteien – also rbb und Gewerkschaften – haben sich heute getroffen, um den Honorarahmen Programm, genauer gesagt, die sog.  „Regelaufwände“ unter die Lupe zu nehmen. Diese Evaluierung nach anderthalb Jahren war beim Abschluss des Tarifvertrages verabredet worden. Doch dann war die Verhandlungsrunde heute ziemlich schnell am Ende, weil aus Sicht der Gewerkschaften keine Daten vorlagen, die man hätte evaluieren können. Dumm gelaufen! Was war passiert?

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Die auf dem Prüfstand stehenden Regelaufwände sind seinerzeit in den Honorarrahmen hineingeschrieben worden, um den tatsächlichen Arbeitsaufwand bei der Erstellung eines Beitrages angemessen zu honorieren. Dabei sollten „Werke“ und „Dienste“ vergleichbar sein, damit eine Redaktion nicht automatisch die günstigere Variante einkauft. Im Honorarrahmen ist die Regel deshalb der „8-Stunden-Dienst“, für den ein bestimmtes Honorar hinterlegt ist. Ein „Werk“, also ein HF- oder FS-Beitrag orientiert sich an dieser Marke. Kann das Werk jedoch nicht in 8 Stunden geschafft werden, muss die Höhe des Mehraufwandes im Vorhinein besprochen und festgelegt werden. Und hier scheint etwas mächtig schief gelaufen zu sein! Offensichtlich ist der Mehraufwand in den Redaktionen nicht dokumentiert worden – oder sollte es ihn so gut wie nie gegeben haben? Kann nicht sein, wie wir von Kolleg*innen wissen! Jetzt will die Kommission prüfen, ob womöglich ein weiterer Untersuchungszeitraum von einem Jahr aussagekräftigere Daten liefern könnte. Nun unter der konkreten Maßgabe, den tatsächlichen Aufwand für einen Beitrag konsequent aufzuschreiben.

Dafür brauchen wir auch UNBEDINGT eure Mithilfe! Bitte meldet euch (massenhaft) bei der Freienvertretung und sagt uns, welche Erfahrungen ihr mit den sog. „Regelaufwänden“ gemacht habt. Kriegt ihr die Beiträge im Rahmen der hinterlegten Zeiten hin? Fällt Mehraufwand an? Wenn ja, in welchem Maße? Wie dokumentiert ihr die zusätzliche Arbeit? Was macht die Redaktion mit den Angaben?

Mitte September tritt die Kommission erneut zusammen, um zu beschließen, wie es weitergeht. Wäre toll, von euch bis dahin schon entsprechende Rückmeldungen zu bekommen!

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Gemeldet haben sich schon bestandsgeschützte Kolleg*innen, die aufgrund der pandemischen Auftragslage oder aufgrund von Umstrukturierungen weniger Einsätze als geplant bekommen. Tariflich zugesichert können sie auf eine Ausgleichszahlung am Ende des Jahres hoffen.  Doch bei nicht wenigen fehlt im laufenden Jahr das nötige Kleingeld, um pünktlich die Miete bezahlen zu können.  Die betroffenen Kolleg*innen können zwar einen Antrag auf Abschlagszahlung stellen. Der wird in der Regel auch positiv beschieden, wenn er begründet ist. Die Abschlagszahlungen sind jedoch deutlich geringer als die regulären Honorare, betragen max. die Hälfte. Für etliche Kolleg*innen zu wenig. Die Personalabteilung, mit der wir das Thema besprochen haben, kann das nachvollziehen und hat zugesichert, über die Höhe der Abschlagszahlungen noch einmal nachzudenken und ggf. nachzubessern. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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Im rbb gelten ja (mindestens) bis Ende September noch die erlernten AHA-Maßnahmen und die 3G-Formel! Alle, die aus irgendwelchen Gründen  bislang keine Gelegenheit hatten, ihre Zweitimpfung zu bekommen, können das (über den rbb) noch nachholen. Allerdings wird nicht mehr an den Standtorten in Berlin oder Potsdam geimpft. Der betriebsärztliche Service des rbb, die Medical-Airport-Services, bietet immer freitags einen Impftermin in der Prinzenallee in Gesundbrunnen an. Termine können über arbeitsmedizin-B@medical-gmbh.de direkt vereinbart werden.

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Womöglich ist es den Urlaubsheimkehrern unter euch zu früh, jetzt schon wieder an Urlaub zu denken? Obwohl, Vorfreude soll ja die schönste Freude sein… Nach dem Entspannungsurlaub auf Malle könnte nun zum Beispiel Fitness für die grauen Zellen angesagt sein? Stichwort: Bildungsurlaub! Der wurde lange Zeit wg. Corona nicht genehmigt. Seit einiger Zeit kann er nun wieder beantragt werden. Arbeitnehmerähnlichen freien Kolleg*innen stehen 5 Tage pro Jahr oder 10 Tage in zwei Jahren zu. Wichtig ist, dass der Antrag 6 Wochen vor der geplanten Maßnahme eingereicht wird, und zwar bei gabriele.krenge@rbb-online.de. Unabhängig vom Standort gilt das Berliner Bildungsurlaubsgesetz. Die entsprechende Maßnahme sollte der beruflichen oder politischen Weiterbildung dienen und von der Senatsverwaltung als Bildungsurlaub anerkannt sein. Wer noch Inspirationen braucht, findet sie womöglich hier: Maßnahmen. Den Bildungsurlaub gibt es zusätzlich zu den 43 Urlaubstagen, die allen arbeitnehmerähnlichen Freien zustehen. Hier noch einmal alle Infos kompakt zusammengefasst.

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Wir wussten es ja schon lange, aber jetzt hat es auch die Geschäftsleitung erkannt: die Freienvertretung ist gut für die Gesundheit (der Freien)! Ein Kollege hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass in der neuen Jobbörse light für freie Mitarbeitende mit Namen „Freies Brett“ im Intranet (wir berichteten im Newsletter vom 16. Juli) ausdrücklich mit dem gesundheitlichen Benefit durch die pure Existenz der Freienvertretung geworben wird! Dort heißt es unter der Überschrift „Uns ist wichtig“:

„Ihre Gesundheit: Unseren freien Beschäftigten bieten wir Sportgemeinschaften, einen betriebsärztlichen Dienst, eine Kantine sowie eine eigene Interessenvertretung für freie Mitarbeitende.“

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Jawoll! Da bleibt uns nur noch, euch ein gesundes 😉 und entspanntes Wochenende zu wünschen

Eure Freienvertretung

Mehr sein durch Nein + Bestandsschutz für alle + Zuschüsse mitnehmen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

irgendwann im Leben muss der Mensch ja lernen, Nein zu sagen. Freie sowieso! Wie frei ist man denn, wenn man nicht jederzeit und lockerflockig seinem Chef ein lässiges „Nein!“ zurufen kann? Zugegeben, der Freienvertretung fällt das genauso schwer wie den meisten – sammelt aber berufsmäßig immer neue praktische Beispiele dafür, wie segensreich so ein klares Nein sein kann. Wir präsentieren: Den Wochen-Trainingsplan gegen den (inneren) Schweinehund.

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