Archiv der Kategorie: Allgemein

Umfrage + Corona-Ausrüstung + Honorarangleichung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

alle noch fit im einsamen Homeoffice? Oder im Sender, so einsam, ohne all die Kolleg*innen im Home-Office? Alle noch guter Dinge in den ungezählten Teams-Schalten? Die Freienvertretung bereitet dieser Tage mit den anderen Interessenvertretungen eine neue Umfrage vor. Wir wollen wissen, wie es euch geht. Und wie es (noch) besser gehen kann. #tobecontinued

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Weil die Viruslasten in den nächsten Wochen ja eher noch steigen als sinken dürften, sollte jeder nochmal nachdenken, wie man gut durch den Winter kommt. Alle Homeoffices gut ausgestattet? Laptop beantragt, Zusatzmonitor und Diensthandy bestellt? Rufweiterleitung eingerichtet, VPN-Zugang gelegt oder Remote-Rechner freigeschaltet? Richtig, ohne Zustimmung von oben geht gar nichts. Aber wer keinen Antrag stellt, bekommt auch nichts. An einer Betriebskosten-Pauschale tüfteln wir noch. #tobecontinued

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Wird es wieder Sonderregelungen für Risikogruppen geben und Honorarsicherheit für Freie, wenn Beschäftigung coronabedingt ausfällt? Das werden wir jetzt wieder öfter gefragt. Und können leider nur antworten: Wissen wir auch nicht. Wir haben der Personalabteilung jedenfalls vorgeschlagen, die sichere und unbürokratische Regelung von Radio Bremen zu übernehmen: mindestens 80 Prozent des Durchschnittshonorars für alle Arbeitnehmerähnlichen. Das reicht für die Miete – auch wenn das Kind mal nicht in die Schule darf oder wenn man als isolierte Kontaktperson nicht sinnvoll arbeiten kann. #tobecontinued

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Falls jemand noch Fragen zur Belegschaftsversammlung in der vergangenen Woche hat: Ein paar ausstehende Antworten hat die Geschäftsleitung jetzt nachgeliefert. Die Freienvertretung war besonders gespannt auf die lfd. Nr. 15. Denn wenn der Sender alle künftigen Honorarsteigerungen zur Hälfte durch Programmkürzungen finanzieren will, wird es wohl vorerst nichts mit der versprochenen Angleichung der Programm-Honorare an die Gehälter. Die Intendantin sieht das so: „Es ist nach wie vor mein Ziel, mit möglichst wenigen Schritten zu einem Tageshonorar mit dem Äquivalent zur Gehaltsstufe 8 zu kommen.“ Das merken wir uns – das C8-Äquivalent beträgt knapp 350 Euro pro Tag.  #tobecontinued

Jetzt aber erstmal: Schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Contenboxen + Kürzungen + Altersversorgung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das soll er also sein, der große Wurf, auf den wir so lange gewartet haben. Contentboxen mit Querschnitts-Units im Zauberwürfel. Wer all das verpasst hat: Die Freienvertretung empfiehlt ausdrücklich den Mitschnitt der Belegschaftsversammlung vom Donnerstag.

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Die Freienvertretung hofft jedenfalls sehr, dass aus der schönen Visualisierung auch tatsächlich ein frischerer, effizienterer, besserer Sender wird. Ob die Boxen richtig gefüllt sind. Wie die Zusammenarbeit in neuen Teams gelingen kann. Darüber kann man, muss man diskutieren. Die Freienvertretung wird gerne dabei sein, damit die Freien bei dieser Totalsanierung gut vertreten sind.

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Aber eines ist wirklich absolut indiskutabel. Der Sender will seine Etatkürzungen pauschal auf alle Freien abwälzen (ab 1:25:08): Die Hälfte der künftigen Honorarerhöhungen sollen die Redaktionen in Zukunft aus dem Etat finanzieren. Die Freien bezahlen sich ihre Tariferhöhungen also zur Hälfte selbst – durch den Verlust der entsprechenden Aufträge. Die Freienvertretung fordert die Geschäftsleitung auf, diesen Plan sofort fallen zu lassen. Unsere ausführliche Stellungnahme findet ihr unten und im Internet.

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Und wir reden wir hier nicht von den üblichen 2 Prozent jährlich. Der neue Honorarrahmen Programm soll ja stufenweise die Anhebung der Honorare auf Gehaltsniveau gewährleisten, dazu hat sich der rbb ausdrücklich bekannt. Die Differenz lag vor der Einführung im Schnitt bei ca. 20 Prozent. Die ersten drei Millionen haben wir ausgeglichen, ca. das Dreifache davon ist noch offen. Davon die Hälfte durch Programmstreichungen finanzieren? Sorry, liebe Kolleg*innen, liebe Geschäftsleitung, liebe Gewerkschaften – so wird das nicht funktionieren.

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Und das trübe Wochenende vielleicht doch noch etwas aufzuhellen, endet wir heute mit dem munteren RatespielFinde den Elefanten im Raum“. Irgendwo zwischen 1:05:00 und 1:30:00 hat die Geschäftsleitung einen richtig großen Kostenfaktor versteckt, der zu den Einsparungen weder etwas beiträgt noch überhaupt irgendwie erwähnt wird. Kleiner Tipp: Die Bezüge der Geschäftsleitung sind es jedenfalls nicht – was unsere Führungskräfte zu den Sparanstrengungen beitragen, wird, erläutert die frisch gewählte neue Direktorin der auferstandenen „Juristischen Direktion“ (ab 1:41:16). Wer den Elefanten findet, behält die Lösung am besten für sich – über sowas spricht man nämlich nicht. Viel Spaß beim Knobeln. Wir empfehlen außerdem noch einen Blick auf die neuen Webinare der Pensionskasse Rundfunk (s.u.) und wünschen ein

schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Nicht auf dem Rücken der Freien!

Der rbb will seine Ausgaben im nächsten Jahr um weitere 20 Millionen Euro kürzen. Das hat Intendantin Schlesinger auf der Belegschaftsversammlung angekündigt. Neben der Verschiebung von Investitionen geht es dabei vor allem um die Kürzung der Sachmittel bzw. Honorare. Die Freienvertretung macht darauf aufmerksam:

Welchen Anteil des Kürzungsvolumens der Sender den Honorarempfänger*innen aufbürden will, hat die Geschäftsleitung auch auf Nachfrage bisher nicht mitgeteilt. Sichtbar sind bisher u.a. die Spitzen des Eisbergs: Eine Million weniger für die Abendshow. Eine Million weniger für die Kulturwelle. Eine Million weniger durch Streichungen bei EB-Teams und andere Formen der sogenannten „Intelligenten Produktion“.

Über gezielte Einschnitte hinaus nimmt die Geschäftsleitung  pauschal alle Freien in Haftung: Tarifsteigerungen für Freie sollen nur noch zur Hälfte finanziert werden, die verbleibenden Mehrkosten müssten dann die Freien selbst ausgleichen – durch entsprechende Kürzungen ihres  Auftragsvolumens.

Die Freienvertretung fordert die Geschäftsleitung auf, von dieser einseitigen Belastung der Freien abzusehen und zügig Alternativen zu entwickeln. Sie ist durch nichts zu rechtfertigen und wäre eine schwere Belastung für den anstehenden Umbau des Senders. Insbesondere die Freien in den Redaktionen warten seit Gründung des rbb auf faire Honorare auf Augenhöhe mit ihren angestellten Kolleg*innen. Die vor einem Jahr vereinbarte Angleichung muss endlich umgesetzt werden – und darf auf keinen Fall ausgehöhlt werden.

Die Beschäftigung von Freien ohne Kündigungsschutz ist ein großes Privileg für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Es dient allein der Rundfunkfreiheit und ist nicht gedacht als bequemer Puffer für betriebswirtschaftlich schwierige Zeiten. Der rbb hat andere Mittel als eine plumpe Belastung der schwächsten Gruppe. Moderne Technik, neue Abläufe und eine effiziente Organisation sind die Stellschrauben für nachhaltigen Verbesserungen. Daran arbeiten wir gerne mit. Aber nicht auf unsere eigenen Kosten.

Corona + Drohnenpilot*innen + ARD-Freienkongress

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bei so viel datumsbezogenem Einheitsgedenken gerät natürlich auch die Freienvertretung ins Denken. 17 Jahre nach der Gründung von rbbprotest. 6 Jahre mit einer offiziellen Freienvertretung. Wie gespalten ist unser Sender eigentlich noch? Wer fühlt sich heute noch als Freier? Als Fester? Oder mittlerweile einfach nur als rbb-Mitarbeiter*in? Hm… Ah. Aha! So, genug gedacht für heute.

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Ansonsten schärfen wir nach den ruhigen Sommer-Monaten wieder unseren Corona-Blick. Die Welle steigt, Eltern von Schüler*innen werden inzwischen regelmäßig mit schulischen Corona-Maßnahmen konfrontiert. Wenn ein Kind in häusliche Quarantäne geschickt wird, ist für die Eltern erstmal Homeoffice angesagt. Wo das nicht möglich ist, drohen Einkommensverluste. Wir wollen in der nächsten Woche mit der Intendantin über eine Neuauflage der Corona-Leistungen für Freie sprechen.

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Obacht, Drohnenpilot*innen! Der rbb hat uns mitgeteilt, dass er sein neues Verfahren jetzt umsetzen wird. Künftig sollen die Einsätze nicht mehr ausschließlich als selbständige Tätigkeit (auf Rechnung und mit Umsatzsteuer) vergeben werden, sondern auch in abhängiger Tätigkeit (zum günstigeren Tarifhonorar und unter Anrechnung der Bestandsschutztagen). Wir hatten ein klares Bekenntnis des Senders gefordert, die weisungsgebundenen Pilot*innen von Schadenersatzansprüchen Dritter freizustellen. Das steht leider aus. Und wer die diversen erforderlichen Genehmigungen einholen muss, ist auch noch strittig. Der Sender meint: Die auf Tagessatz beschäftigten Pilot*innen sollen das halt irgendwann machen. Tut uns leid, dass wir nicht mehr erreichen konnten. Und wir ärgern uns, weil der Sender nicht mal im Traum daran denkt, auch Festangestellte als Drohnenpilot*innen einzusetzen. Denn dabei würde der Sender ganz selbstverständlich in der Haftung sein.

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Derzeit arbeiten wir am Programm für den nächsten ARD-Freienkongress. Geplant ist eine Online-Veranstaltungsreihe in der Woche vom 19.–23. April. Vorschlag der rbb-Freienvertretung: Ein Workshop über „Bestandsschutz für programmgestaltende Freie“. Damit wir die guten Regelungen z.B. des SWR oder des BR auf die ganze ARD übertragen können oder noch bessere finden. Wer Wünsche oder Vorschläge für das Kongressprogramm hat: Gerne an uns, wir bringen das dann in die ARD ein.

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Terminhinweis: Für nächsten Donnerstag ab 10 Uhr hat die Intendantin ja zu einer virtuellen Belegschaftsversammlung eingeladen. Da wird es sicher auch um Corona gehen, die Finanzlage und die Pläne für die nächste Zeit. Zugegeben, bei diesen Teams-Versammlungen ist es noch schwerer als sonst, die eigene Sicht der Dinge sinnvoll einzubringen. Aber wer nicht dabei ist, kann schon gar nicht mitreden.

Schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Wahlen + Freienstatut

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

diese Woche stand – ganz klar – im Zeichen der Wahlen. Alle Personalvertretungen sind neu gewählt worden. Bei Personalrat und Redakteursausschuss gibt es viele neue Gesichter. In der Freienvertretung nicht. Ein neues Mitglied in unserer Runde ist Nadine Kreuzahler. Die Kollegin vom Inforadio ersetzt Thomas Prinzler, ebenfalls Info-Radio-Kollege, der nicht mehr angetreten ist. Wahlen + Freienstatut weiterlesen