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Sparen an Honoraren+++Sparen am Personal+++Sparen an Einsatztagen+++Wahlen zur Freienvertretung

Alter, was diese Woche wieder los war!    

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die 20 Millionen Euro, die der rbb laut unserer Intendantin ab 2021 einsparen muss, werfen ihre Schatten voraus… Spardruck an allen Ecken und Enden!

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Dass derzeit jeder Euro zweimal umgedreht wird, bekommen besonders die Kolleg*innen in den Programmen zu spüren. Jedenfalls wenn es um die Honorare geht. Die hausinterne Auslegung des neuen Honorarrahmens Programm trifft manche Kolleg*innen hart. Zum Beispiel jene, die seit vielen Jahren als redaktionelle Mitarbeiter*innen gearbeitet – faktisch also die Aufgaben von Redakteur*innen erledigt haben – und nun finanziell zu Assistent*innen herabgestuft werden. Die Einstufung nach Kassenlage ist nicht nur ungerecht, sie macht verständlicherweise auch schlechte Stimmung bei den Freien. Der Streit um die angemessene Eingruppierung hat bei Brandenburg Aktuell und Abendschau bereits zu zwei Tagen des „Zweiten Standbeins“ der freien Mitarbeiter*innen geführt. Wie wir hören, soll der Protest dort weitergehen. #tobecontinued

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Ziemlich sauer sind auch die Technik-Kolleg*innen in Potsdam! Grund dafür ist die angekündigte neue „FS-Studiobelegung“ für die Sendungen zibb und Brandenburg Aktuell. Hinter der sachlichen Formulierung steckt de facto die Einsparung von Personal. Insgesamt soll „effektiver produziert“ werden, wogegen grundsätzlich nichts einzuwenden ist. Schaut man sich das Vorhaben jedoch genauer an, soll täglich jeweils eine Schicht bei Kamera, Ton, Beleuchtung und den Bildingenieur*innen wegfallen. Einige der praktischen Konsequenzen: in den Nachmittagsnachrichtensendungen müssen Tonmenschen sich um den Bildpegel der Kamera kümmern, in der letzten Sendeviertelstunde bei zibb wird einer der Kameramenschen zur Vorbereitung von BA abgezogen. In Ausnahmefällen muss dann auch mal der/die Produktionsingenier*in ran, um Aufgaben der Toningenieure zu übernehmen. Die betroffenen Kolleg*innen bangen nicht nur um ihre Einsätze, sondern auch um die Qualität der Sendungen. Von der Arbeitsverdichtung ganz zu schweigen. Sie haben den Personalrat und die Freienvertretung ins Boot geholt. Wir bleiben dran!

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Insgesamt rumort es in der Abteilung Video und Wandel (formerly known as Abteilung Bild). Die EB-Kameramenschen und -Techniker*innen haben sich in dieser Woche getroffen. Sie beklagen fehlende Einsatzangebote, obwohl sie über den Bestandsschutz garantierte Arbeitseinsätze bekommen müssten. Unverständlich, weil der rbb ja so oder so zahlen muss. Dafür gebe es zunehmend Anfragen und Einsätze auf den letzten Drücker. Außerdem beschweren sie sich über den Qualitätsverlust bei Beiträgen von Mojos und Reporterteams. Sie fordern ein besseres Qualitätsmanagement und den Erhalt klassischer EB-Teams. Und eine grundsätzliche Wertschätzung ihrer Arbeit. Eigentlich nicht zu viel verlangt, oder?

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Und dann noch eine Bitte in eigener UND eurer Sache! Die Wahlen zur Freienvertretung stehen im Mai an. Obwohl sich vermutlich alle Mitglieder der amtierenden Freienvertretung erneut einer Wahl stellen werden, sind natürlich alle begeisterten freienbewegten Arbeitnehmerähnlichen (das ist die Bedingung) aufgerufen, sich ebenfalls um ein Mandat zu bewerben. In den letzten Jahren war unser einziger Kamerakollege allein unter sechs Journalist*innen. Da geht also noch was… Wer aber jetzt schon weiß, dass er oder sie sich garantiert nicht zur Wahl stellen möchte, kann dennoch etwas für die Freien tun: nämlich Mitglied im Wahlausschuss werden. Diese Menschen organisieren die Wahl und achten darauf, dass alles mit rechten (demokratischen) Mitteln zugeht. Für die Arbeit gibt es eine Aufwandsentschädigung. Für Einzelheiten und bei grundsätzlichem Interesse meldet euch: freienvertretung@rbb-onlin.de oder bei Anja unter –80503.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Eure Freienvertretung

Zweites Standbein +++ bezahlte Fortbildung +++ programmgestaltend zweiter Klasse

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Honorarrahmen-Kommission (fka „Konfliktkommission“) hat getagt, drei Stunden lang vor allem über die Einstufung der Redaktionsdienste gesprochen und – täterätää: keine Ergebnisse erzielt. Am 13. März werden die Gespräche fortgesetzt. Alles wie erwartet also. An den Honoraren ändert sich einstweilen nichts.

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Und weil das so ist, ändern die Kolleg*innen von BA und der Abendschau auch nichts an der Suche nach einem zweiten Standbein. Die Sendungen vom heutigen Freitag sind schon deswegen einen Blick wert, weil sie ganz in der Hand von den Festen waren – die Freien hatten sich für heute nicht einteilen lassen. #tobecontinued

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Warum werden die Untertitler vom rbb- bzw. ARD-Text eigentlich nicht auf 241 Euro angehoben? Weil sie zum 1.1. plötzlich nicht mehr als Redakteur*innen abgerechnet werden, sondern zum Mindestsatz von gehobenen Assistent*innen. Was zwar sachlich Quatsch ist, weil sie ja keine Assistenz-Dienste leiten, sondern ganz selbständig Programmangebote realisieren (nämlich Untertitel), was ziemlich genau der neuen Definition von Redakteur*innen entspricht. Aber dem rbb ist das zu teuer, so dass er Untertitler als „nicht tarifiert“ betrachtet – und stattdessen den Assistenzsatz 208 Euro zahlt.

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„Nicht tarifiert“ ist auch die Begründung, warum der rbb die Brandsicherheitswachen unter dem Berliner Mindestlohn beschäftigen will. Bei demnächst 12,50 pro Stunde sind das am Tag mindestens 100 Euro, die Brandschutzwachen bekommen derzeit 90 (in Worten: neunzig)! Dabei wären auch 100 Euro ein Witz: Brandsicherheitswachen sind gelernte Feuerwehrleute – die Gebührenordnung für die Feuerwehr sah zuletzt 21,30 Euro vor – pro halbe Stunde. Sorry, „nicht tarifiert“ bedeutet nicht: zum Spottpreis.

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Schöne Dinge gibt es natürlich auch. Über die Ausschreibung des Social-Media-Bootcamps haben wir uns sehr gefreut. Nicht nur, weil das Konzept eine gewisse Entschlossenheit signalisiert, nun mal tatsächlich nicht nur zu reden, zu jammern oder zu fordern, sondern mal ernsthaft anzufangen. Sondern auch, weil das Honorarangebot für Freie (241 Euro) zwar an der absoluten tariflichen Untergrenze liegt, aber immerhin mal in der richtigen Größenordnung. Kein Wunder, wenn es plötzlich viele viele Bewerber für das Angebot gibt. Wer nicht zum Zug kommt: Bitte wendet euch an die Freienvertretung. Bei der Auswahl der Teilnehmenden haben wir ein Mitbestimmungsrecht.

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Der Glückwunsch der Woche geht aber an radioeins: Schon wieder ein neuer Festangestellter! Manchmal muss man als langjähriger Freier dem Sender ein bisschen auf die Sprünge helfen. Nach dem Zuwachs in der Musikredaktion im Januar legalisiert auch die Onlineredaktion das Beschäftigungsverhältnis zu einem langjährigen Freien – wenn auch nicht ganz freiwillig. Aber auch das Landesarbeitsgericht bestätigte als letzte Instanz: Zumindest dieser angeblich freie Onlineredakteur war schon seit 2005 angestellt. Die Freienvertretung hat den Fall über Jahre begleitet und freut sich sehr!

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Auch über eine erstmal despektierlich klingende lockere Äußerung des Vorsitzenden Richters. Dass Freie als „Mitarbeiter zweiter Klasse“ behandelt werden, ist ja schon schlimm genug – jetzt begründete das Gericht die Entscheidung auch damit, dass der Kollege ja zwar irgendwie ein „programmgestaltender Mitarbeiter“ sei, aber eher „programmgestaltend zweiter Klasse“ – so dass dies einer Festanstellung nicht im Wege stehe. Klingt irgendwie nicht schön, ist aber ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit – denn bisher hat der rbb immer die Auffassung vertreten „programmgestaltend“ sei so was wie schwanger – ein bisschen geht nicht – und eine feste Stelle schon gar nicht. Doch, sagt jetzt das höchste Arbeitsgericht in Berlin und Brandenburg:  Wer nur (ein) wenig Einfluss auf Programminhalte hat, hat durchaus Chancen auf Festanstellung. Wir fordern schon lange: Bestandsschutz auch für Programmgestaltende! Das Urteil ist Rückenwind. Die Revision wurde nicht zugelassen.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Eure Freienvertretung

brutto=netto + Honorare + Freiensprecher*innen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Ende der KW 6 ist eines sicher: die 20er Jahre hatten keinen guten Start. Wozu in die Ferne schweifen: Graue Gesichter in der Honorarabteilung, tiefrote Freien-Girokonten am Dispolimit, maximale Verunsicherung in der brutto=netto-Frage, Fehler in der Abrechnung, abwegige Interpretation des Honorarrahmens. Ja, sowas nennt man Krise.

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Und gerade deswegen bitten wir ausnahmsweise um Geduld und vor allem: ein bisschen Verständnis für unsere Kolleg*innen in der Personalabteilung. Für sie kommt im Moment wirklich viel zusammen. Ein komplett neuer Honorarrahmen. In Verbindung mit der SV-Umstellung. Kombiniert mit diversen Übergangsregelungen. Unser SAP-System lernt auch nur ungern neue Kunststücke. Über den ferienbedingten Personalmangel und den Krankenstand müssen wir gar nicht reden. Zumal die Kolleg*innen auch schon auf gepackten Umzugskartons sitzen. Der ganze Bereich zieht an den Saatwinkler Damm, und die Vorfreude ist, äh, nicht so groß. Also immer daran denken, wie oft einem schon die Honorar-Bearbeiter*innen aus der Patsche geholfen haben – in diesen trüben Zeiten könnten sie vielleicht mal unsere Solidarität gebrauchen oder zumindest Freundlichkeit.

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Auch wenn es schwer fällt. Denn es kommt noch dicker: Dass die Abrechnung im IT-Chaos zwischenzeitlich steckengeblieben ist, hat für viele zu verspäteten (oder ausgefallenen) Januar-Honoraren geführt. Das muss natürlich nachgearbeitet werden. Außerdem enthalten einige Abrechnungen schlicht Fehler. Gerade wer (ggf. zum Teil) brutto=netto abgerechnet wird, sollte besonders aufmerksam die Zeilen mit den Abzügen prüfen und sich bei Unstimmigkeiten melden – dass die Honorarabteilung alle Fehler von sich aus findet, ist nicht sicher.

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So wie die Freienvertretung sich um die Personalabteilung sorgt, sorgt diese sich um uns. Man hat uns nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die Freienvertretung in Sachen brutto=netto keine Sozialrechtsberatung zu leisten hat, sondern Freie mit Beratungsbedarf an die benannten Mitarbeiterinnen der Personalabteilung verweisen möge. Letzteres tun wir selbstverständlich und ersteres ganz bestimmt nicht – wir sind schließlich keine Anwälte, sondern eure Interessenvertretung. Und wer uns nach unserer kollegialen Einschätzung fragt, bekommt natürlich eine Antwort, nach bestem Wissen und Gewissen und, wie wir hoffen, in eurem Interesse.

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Und wir freuen uns sehr, euch die Handreichung des DJV-Sozialrechtsexperten Michael Hirschler in einer brandneuen und gründlich überarbeiteten Version zu präsentieren. Sie löst die Januar-Fassung ab und ist auch lesenswert für diejenigen, die die erste Version bereits kennen. Die Freienvertretung ist sich sicher: Hirschlers Hinweise zu Risiken und Nebenwirkungen des Clearingverfahrens oder zum Thema Nachversicherung werden die rbb-Berater*innen anders darstellen. #lesenbildet

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Die Geschäftsleitung hat ihre Delegierten für die „Honorarrahmen-Kommission“ (fka „Konfliktkommission“) bereits benannt, die Aufstellungen der beiden Gewerkschaften sind auch fast spruchreif. So viel vorab: Wenn wie geplant am nächsten Donnerstag die Kommission zum ersten Mal zusammentritt, sitzen auf der Gewerkschaftsseite auch aktuelle Mitglieder der Freienvertretung. Ihr könnt euch also sicher sein, dass eure zahlreichen Hinweise auf falsche Honorierung den Weg zu den Tarifparteien finden. Wer sich falsch behandelt fühlt: Bitte meldet euch! Gerne bei der Freienvertretung oder direkt bei den Gewerkschaften.

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In eigener Sache: Bis zu den Wahlen für die nächste Freienvertretung dauert es nicht mehr lange – im Mai vor vier Jahren sind wir gewählt worden, die Amtszeit ist fast um. Der unabhängige Wahlvorstand wird bald die offizielle Ausschreibung vorbereiten und Wahlvorschläge entgegennehmen. Denkt doch schon mal drüber nach, ob ihr euch eine Kandidatur vorstellen könnt.

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Vielleicht auch als Freiensprecher*innen für eure Redaktion bzw. den Bereich! Leider gibt es immer noch nicht überall Freiensprecher*innen. Falls ihr mal reinschnuppern wollt, kommt einfach am 18.2. um 17 Uhr zur Freiensprecher*innenversammlung (in Berlin) oder sprecht uns an.

Jetzt aber erstmal ein schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Ausnahmezustand+++Schiedskomission+++SV-Pflicht

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Begriff „Ausnahmezustand“ beschreibt vielleicht ganz gut, wie viele der freien Kolleg*innen die letzte Woche erlebt haben. Wir befinden uns im Monat eins nach Inkrafttreten des neuen Honorarrahmens Programm und die Verwirrung könnte größer nicht sein. In vielen Redaktionen wird über angemessene Eingruppierungen gestritten und um Honorare gefeilscht. Dabei geht es oft nicht um die tatsächliche Tätigkeit, die geleistet wird, sondern um die Kassenlage der jeweiligen Redaktion. Das ist für beide Seiten unbefriedigend, für die Freien aber eben auch eine Frage der Existenz. Zu allem Überfluss kam dann auch noch die Meldung aus der Honorarabteilung, dass die Januarhonorare nicht ausgezahlt werden können, weil es technische Probleme gebe. Glücklicherweise konnte das Problem dann doch schnell behoben werden und mittlerweile sollte der Rubel rollen. Sagt uns, wenn es nicht so ist. Ausnahmezustand+++Schiedskomission+++SV-Pflicht weiterlesen

Brutto=netto + Tage des 2. Standbeins

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach dem fulminanten Auftakt am Montag – Tag des 2. Standbeins bei Brandenburg Aktuell und der Abendschau – und der höchst verspäteten Brutto=Netto-Informationsveranstaltung der Personalabteilung am Freitag war das Thema der Woche eindeutig: Geld.

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Für eine gerechte Einstufung in den neuen Honorarrahmen Programm und gegen die Kürzungen der Redaktionsetats um jeweils 250.000 € haben 70 Freie bei Brandenburg aktuell und der Abendschau mal gemeinsam auf ihrem zweiten Bein gestanden. Will heißen: Dem rbb standen sie an diesem Montag nicht zur Verfügung. Die Folge: Viele Dienste bleiben unbesetzt, die Festangestellten mussten die Sendungen des Tages fast alleine stemmen und die drohenden Sendelücken u.a. mit Beiträgen aus der Konserve oder langen Interviewstrecken füllen. Die Freien, so hörten wir, wurden jedenfalls schmerzlich vermisst. Auch sonst hat die Aktion wohl zu hektischer Betriebsamkeit in den Chefbüros geführt. Jedenfalls will der rbb die Konfliktkommission, die über strittige Fälle bei der Anwendung des Honorarrahmens entscheiden soll, nun ganz schnell einberufen. In der Sache ist allerdings noch nichts erreicht. Deshalb soll es auch im Februar den nächsten „Tag des zweiten Standbeins“ geben. Vielleicht machen dann ja auch noch Freie aus anderen Bereichen mit – Unmut über die Einstufung gibt es nämlich nicht nur bei den Kolleg*ìnnen von den Fernsehnachrichten.

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Tatsächlich wissen viele Programm-Freie noch immer nicht genau, was sie tatsächlich verdienen: ob ihre Arbeit als Dienst oder Werk, selbständig oder abhängig, mit oder ohne Zuschläge etc. etc. honoriert wird. Die Materie ist aber auch ganz schön kompliziert – selbst manche Führungskraft blickt da nicht so richtig durch. Auf 72 Seiten kommt das Paket aus Start- und Ziel-Honorarrahmen nebst Inkraftsetzungs-Tarifvertrag, 67 Seiten Tätigkeitskatalog mit knapp 1000 Schlüsselzahlen hat die Honorarabrechnung daraus kondensiert. Zu diesen Mega-Regelwerken kommen jetzt peu a peu die lokalen Honorarlisten für die einzelnen Redaktionen hinzu. Das eine oder andere Mal musste die Freienvertretung tief durchatmen – und wusste nicht immer, ob sie sich freuen sollte über so viel kreatives Engagement bei der Auslegung durch die Führungskräfte oder gleich die Revision in Marsch setzen sollte. Typische Begründungen: „Für uns ändert sich sowie  nichts“, „Das lässt sich bei uns leider nicht umsetzen“, „Wenn wir das 1:1 anwenden, bricht hier alles zusammen“ (alle Zitate natürlich rein fiktiv).

Aber ganz im Ernst: Wir haben auch viel ehrliches Bemühen gesehen, die komplexen Regeln und Übergangsregeln nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen. Wir bitten alle Chefs und alle Freien um Geduld, falls es im ersten Anlauf nicht klappt. Wir schaffen das! Und die Freienvertretung berät gerne.

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…natürlich weiterhin auch in Sachen Sozialversicherungs- und Lohnsteuerpflicht. Am heutigen Freitag haben sich Herr Bielefeld und Frau Wulff von der Personalabteilung bei einer Informationsveranstaltungen den Fragen der Kolleg*innen gestellt, deren Honorarabrechnung jetzt von selbständig auf abhängig umgestellt werden soll. Vorweg: Der Saal war voll, die Stimmung am Siedepunkt. Die wesentlichen Ergebnisse kurz zusammengefasst: Bis Anfang April gibt es eine Übergangsfrist, in der alles so bleibt wie es ist, d.h. die Honorare der geschätzt 150 – 200 betroffenen Freien werden weiterhin brutto=netto ausgezahlt. Bis dahin, so die Zusage, habe jede*r Anspruch auf eine individuelle Prüfung und Beratung durch die Personalabteilung, die ggf. auch bei einer Statutsprüfung durch das Finanzamt und die Rentenversicherung unterstützt. Sollte diese bis zum 1. April nicht abgeschlossen sein, gebe es auch die Möglichkeit einer Fristverlängerung, bis die Abrechnung umgestellt wird. Außerdem solle der neue Tätigkeitskatalog noch einmal daraufhin überprüft werden, ob nicht doch weitere Tätigkeiten – etwa als Autor*in von kürzeren Beiträgen – selbständig abgerechnet werden können. Unsere Empfehlung: Wenn ihr der Meinung seid, bislang zurecht als Selbständige abgerechnet worden zu sein und auch weiterhin so abgerechnet werden wollt, wendet euch schnellstmöglich an eure*n zuständige*n Honorarsachbearbeiter*in! Solltet ihr dort keine Unterstützung bekommen, sagt uns bitte so schnell wie möglich Bescheid.

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Falls ihr vorher noch eine zweite Meinung zum Thema hören wollt: Michael Hirschler vom DJV steht für alle praktischen und juristischen Fragen zum Thema Umstellung zur Verfügung: 21.1., 17 Uhr, Berlin, Haus des Rundfunks, Raum ehem. 105er (1. OG über dem Eingang). Wir werden natürlich auch dabei sein.

Jetzt erstmal ein schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Brutto=netto + Proteste bei BA und Abendschau + Honorarrahmen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Personalabteilung bittet um Entschuldigung! Die Kolleg*innen von Abendschau und Brandenburg Aktuell lassen sich nicht mehr hinhalten! Brutto=netto soll es nicht mehr geben! Krisentreffen auch bei ZIBB und beim ARD-Text! Heidewitzka, was für eine Woche! Nicht nur die Freienvertretung spürt die Grenze der Belastbarkeit, der ganze rbb ächzt.

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Wann war doch gleich der letzte Streik bei der Abendschau? Wirklich schon eine Weile her. (Fernseh)Geschichte wiederholt sich bekanntlich nicht, schon deswegen wird am kommenden Montag ausdrücklich nicht gestreikt. Wir präsentieren stattdessen stolz: Den ersten „Tag des 2. Standbeins“ im rbb, gemeinsam orchestriert und durchgeführt von der Freien der Berliner Abendschau und Brandenburg aktuell! Erst die Etat-Kürzungen, dann die Nullrunde statt Honorarerhöhung und die falschen Einstufungen in den neuen Honorarrahmen – sorry, liebe Geschäftsleitung, so nicht. Die Freienvertretung ist zuversichtlich, dass diese erste Maßnahmen den Quoten der Sendungen jedenfalls nur gut tun können: Am Montag, weil wir ja alle gucken wollen, wie die Sendungen ohne die 70 beteiligten Freien aussehen (2009 war es schon ein bisschen creepy). Und langfristig, weil faire Honorare und zufriedene Mitarbeiter einfach für bessere Sendungen sorgen.

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Allein die Ankündigung hat schon gewirkt. Gestern sah es noch so aus, als wollte sich die Geschäftsleitung für die ersten Sitzung der Konfliktkommission noch Monate Zeit nehmen. Heute hören die Gewerkschaften, dass der rbb gerne doch schnell Termine machen will, #FalscheEinstufung. Konfuzius sagt: Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

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Dass die Personalabteilung die überrumpelten selbständigen Freien um Entschuldigung bittet, kommt auch nicht alle Tage vor. So geschehen vier Tage nachdem durchgesickert war, dass der rbb Brutto=Netto-Honorare bis April fast komplett abschaffen will. Weil die Freienvertretung die zarte Pflanze Fehlerkultur nicht gleich in Grund und Boden trampeln will, verzichten wir ausnahmsweise auf ein passendes Adjektiv für die „Kommunikation“ zum Thema „Selbständige Honorare/Sozialversicherung“. Müssen aber darauf hinweisen, dass die Bitte um Entschuldigung wesentlich überzeugender wäre, wenn nicht unmittelbar vorher (in den FAQs zur Umstellung) ausführlich nahegelegt würde, dass das Problem mit der späten Unterzeichnung des Honorarrahmens zu tun hätte. Das hat es nun wirklich nicht.

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Weil wir schon vorgestern ausführlich über die Abschaffung der Brutto=netto-Honorare geschrieben haben, heute nur ganz knapp. Die meisten Gerüchte, über die wir Mittwoch noch spekulieren mussten, haben sich als zutreffend herausgestellt: Bis Ende März gibt es eine Übergangsfrist, in der alle Beitragsmacher*innen, die auch künftig brutto=netto bezahlt werden wollen, eine Statusfeststellung bei der Rentenversicherung bzw. beim Finanzamt veranlassen sollen. Die Personalabteilung informiert am Donnerstag, 16.1., 10 Uhr, im Erfrischungsraum.

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Danke an den DJV-Sozialrechtsexperten Michael Hirschler! Auch ohne gesicherte Informationslage und praktisch von jetzt auf gleich hat er in der Reihe „Tipps für Freie“ eine Sonderausgabe für betroffene rbb-Autor*innen mit den rechtlichen Hintergründen und praktischen Folgen der Umstellung aus dem Boden gestampft. Die Freienvertretung ist tief beeindruckt.

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Am Dienstag in einer Woche kommt er aus Bonn, um eure Fragen zu den praktischen Problemen zu beantworten. Wie hat mein Widerspruch die größte Aussicht auf Erfolg? Wer darf in der KSK bleiben? Wie kann ich Doppelzahlungen verhindern und Probleme mit der Krankenkasse vermeiden? Die Antworten gibt es am 21.1., 17 Uhr, Berlin, Haus des Rundfunks, Raum ehem. 105.

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In eigener Sache: Als guten Vorsatz haben wir uns 2020 unseren Mailverteiler vorgenommen. Bitte gebt uns einen Hinweis, falls ihr im Rahmen der Umbauarbeiten Mails doppelt bekommt oder wenn ihr von Kollegen hört, dass sie plötzlich diesen Newsletter nicht mehr bekommen. Falls ihr den Eindruck haben solltet, dass jemand noch nicht auf unserer Liste steht, aber Interesse haben könnte: Sagt ihnen doch, dass wir nichts weiter als ihre Adresse benötigen oder gebt uns einen Hinweis. Liebe angestellte Kolleg*innen, keine falsche Zurückhaltung: Die Freienvertretung ist für Freie da, aber unser Newsletter ist für alle 🙂 Der guten Form halber weisen wir darauf hin, dass man diesen Newsletter auch abbestellen kann – kurze Antwort genügt.

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Schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Infoveranstaltung zur Umstellung der Selbständigen-Honorare

Fliege ich jetzt aus der KSK? Muss ich mich freiwillig versichern? Wie kann ich meine private Altersvorsorge bedienen?

Die Verunsicherung könnte nicht größer sein. Auf unserer Veranstaltung mit dem DJV-Sozialrechtsexperten Michael Hirschler wollen wir die wichtigsten Fragen klären. Wir laden euch ein

am Dienstag, 21.1., 17 Uhr
Berlin, HdR, Raum ehem. 105

(Wenn ihr konkrete Fragen habt, schickt sie uns bitte, damit wir sie an den Referenten weiterleiten können.)

F&A zur Umstellung der Selbständigen-Honorare

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

aus besonderem Anlass melden wir uns mitten in der Woche. Wer bisher seine Honorare auf Lohnsteuerkarte und sozialversicherungspflichtig bekommt und damit kein Problem hat, braucht gar nicht erst weiterzulesen. Aber an alle, die bisher brutto=netto abgerechnet werden: Wir haben ein Problem. Seit Montag klingelt bei uns ständig das Telefon, der Informationsbedarf ist riesig. Unten findet ihr die typischen Fragen und Antworten. Bitte schon mal vormerken: unsere F&A zur Umstellung der Selbständigen-Honorare weiterlesen

Das Wichtigste zum Start ins Jahr 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir wünschen euch viel Glück und Kraft für das neue Jahr! Wir werden beides sicher gut gebrauchen können, denn für uns Freie beim rbb bringt 2020 einige Veränderungen. Ob dabei am Ende das Positive oder das Negative überwiegt, hängt nicht zuletzt von uns ab. Die Geschäftsleitung schwört uns schon seit Monaten auf einen bevorstehenden, harten Sparkurs ein. Das Wichtigste zum Start ins Jahr 2020 weiterlesen