Büromöbel-Zuschuss + mobiles Corona-Arbeiten + Bestandsschutz

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

na, die Woche im Homeoffice gut überstanden? Oder schmerzt der Nacken mittlerweile durch die ungesunde Arbeit am Küchentisch? Eigentlich wäre es schon längst an der Zeit gewesen, das mobile Arbeiten in den eigenen vier Wänden gesünder zu gestalten?

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Dann könnte genau jetzt der richtige Zeitpunkt sein! Allen, die wegen der Corona-Pandemie immer mal wieder oder dauerhaft im Homeoffice arbeiten müssen, zahlt der rbb einen einmaligen Zuschuss von 100€ für die Anschaffung ergonomischer Büromöbel, wie z.B. einen höhenverstellbaren Tisch und/oder optimal angepassten Stuhl. ACHTUNG: diese Regelung gilt rückwirkend ab März 2020 für bereits gekaufte Sachen. Der Erwerb eines solchen Gegenstandes muss durch die Vorlage der Rechnung beim rbb belegt werden. War der Tisch oder Stuhl billiger, wird nur der tatsächliche Kaufpreis erstattet. Der Antrag für diesen „Auslagenersatz“ – wie es offiziell heißt – geht über die Führungskraft ans Betriebliche Gebäudemanagement und ist zunächst befristet bis 30.6.2021.

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Und was ist mit einem vernünftigen Laptop oder einem größeren Bildschirm? IT-Ausstattung kann beim rbb für die Zeit im Homeoffice ausgeliehen werden. Auch das geht über die Führungskraft. Was aber passiert mit den Kolleg*innen, die nach Auffassung der Chefin oder des Chefs besser im Büro als im Homeoffice arbeiten sollten? Wenn ihr gute Gründe für eine Arbeit zuhause habt, die mit entsprechender Ausstattung auch von zuhause erledigt werden kann, es jedoch zu keiner Einigung mit den Vorgesetzten kommt, kann die Personalabteilung zur Klärung einbezogen werden. Und natürlich die Freienvertretung. Wir unterstützen euch gerne! Sämtliche Regelungen zum Homeoffice in Corona-Zeiten sind im Intranet nachzulesen:

https://intranet.rbb-online.de/aktuell/im-fokus/2020/11/gemeinsame-erklaerung-von-personalabteilung-und-personalrat.html

Übrigens auch Fragen zur Unfallversicherung und zum Arbeitsschutz.

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Wie es nach den Einschränkungen durch Corona mit mobilem Arbeiten und Homeoffice weitergehen kann oder sollte, wollen wir gemeinsam, mit euch besprechen. Am Freitag, den 11. Dezember 2020  werden Personalrat, Redakteursausschuss und Freienvertretung von 11 bis 13 Uhr die Ergebnisse der (gemeinsamen) Homeoffice-Umfragen vorstellen und gerne mit euch diskutieren – wie in diesen Zeiten (leider) üblich: virtuell! Bitte Termin vormerken und massenhaft teilnehmen. Der Link zur Teilnahme wird rechtzeitig veröffentlicht. #participate

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Und sonst noch? Die Freienvertretung hatte sich in der letzten Woche „in Klausur“ begeben – und war deshalb Dienstag und Mittwoch schwer erreichbar. Sorry dafür! Wir haben darüber diskutiert, welche Aufgaben in den nächsten vier Jahren anstehen, was wir für die freien Kolleg*innen im rbb erreichen wollen und können. Dabei orientieren wir uns natürlich an dem, was den Kolleg*innen auf den Nägeln brennt. Ein Thema, mit dem wir immer wieder konfrontiert werden, ist der Bestandsschutz. Etliche Kolleg*innen in der Produktion haben ihn bereits seit Jahren, neu hinzu gekommene fragen sich, wieso der nicht ebenso für sie gelten muss. Und die Kolleg*innen in den Redaktionen, die sog. programmgestaltenden Freien, begreifen nicht, wieso sie in Sachen Beschäftigungsgarantie grundsätzlich außen vor bleiben sollen. Kein Thema, das die Freienvertretung lösen könnte. Aber wir können die Dringlichkeit, mit der das Thema immer wieder an uns herangetragen wird, an die Gewerkschaften weiterleiten und sie auffordern, im Sinne der rbb-Freien tätig zu werden. #tobecontinued

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Letzte Woche angekündigt, leider noch nicht abgeschlossen: die finanziellen Regelungen für Freie, die aufgrund behördlicher Anordnung oder auf Weisung des rbb in Quarantäne geschickt werden. Oder jene, die ein Kind in Quarantäne betreuen müssen. Ist alles noch in der Abstimmung, soll aber zeitnah – voraussichtlich nächste Woche – veröffentlicht werden. #tobecontinued

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Aber erstmal wünschen wir euch wie immer an dieser Stelle ein zauberhaftes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Corona + Drohnenpilot*innen + Brutto-/Nettoabrechnung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als ob der Novemberblues nicht schon anstrengend genug wäre, hat uns alle Corona wieder stärker „am Wickel“. Soll heißen: die Infektionszahlen steigen und das geht leider auch am rbb nicht vorbei! Derzeit sind 36 Kolleg*innen betroffen, trotz umfangreicher Corona-Maßnahmen im Sender, Homeoffice und sorgfältig ausgearbeiteter Hygienekonzepte.

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Vor allem die Kolleg*innen im täglichen Außeneinsatz, die Reporter*innen, die Kameramenschen und (technischen) Assistent*innen sind einem besonderen Risiko ausgesetzt. Zum ersten Mal hat sich ein freier Kamerakollege – nachweislich – bei seiner Arbeit, also beim Dreh infiziert. Eine solche Situation ist auch „Neuland“ für den rbb, der betont, dass es 100%ige Sicherheit nicht geben könne. In dem konkreten Fall ist nun die Berufsgenossenschaft eingeschaltet worden. Ob die allerdings eine Corona-Infektion im Dienst als Arbeitsunfall bewertet, bleibt abzuwarten. Was das für eventuelle Spätfolgen bedeutet, ist ebenfalls völlig unklar! Deshalb noch einmal der dringende Appell an alle im Außendienst: schützt euch so gut es eben geht mit sämtlichen Mitteln und Maßnahmen! Handreichungen, die der rbb zum Thema anbietet, gibt es im Intranet: Corona-Tasforce. Corona-Verdacht oder -Infektionen bitte umgehend der Führungskraft UND am besten auch der Taskforce melden: corona@rbb-online.de. Übrigens ist das auch die Adresse für Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge im Umgang mit Corona im rbb.

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Wie es mit den Freien in der anhaltenden Corona-Pandemie in Sachen Honorierung weitergeht, sollen wir in den nächsten Tagen erfahren. Für Montag ist ein Termin anberaumt, wo erläutert werden soll, wer eigentlich wie viel zahlen muss, wenn das Gesundheitsamt einen in Quarantäne schickt, weil das eigene Kind betroffen ist. Für diese und alle möglichen anderen Situationen hat der Sender bisher „individuelle Lösungen“ bevorzugt. So lange aufgrund des Infektionsgeschehens keine Sendungen eingestellt werden, wie zu Beginn der Pandemie, will der Sender die 80%-Lösung nicht wieder aufleben lassen. Ob es Sinn macht, für besonders gefährdete Kolleg*innen (z.B. Kameramenschen s.o.) wieder Risikogruppen zu definieren, die dann zuhause bleiben können, soll am Montag auch diskutiert werden. Wir sind gespannt und halten euch auf dem Laufenden.

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„Wir sind dann mal fertig!“ – so oder so ähnlich hat der rbb das Mitwirkungsverfahren der Freienvertretung in Sachen „Drohnenpilot*innen“ handstreichartig beendet. Im Schreiben an die Kolleg*innen sieht es so aus, als ob die jetzt veröffentlichten Regelungen für den Einsatz mit der Freienvertretung  „abgestimmt“ seien. Das ist leider nur die halbe Wahrheit! Wir können den Kolleg*innen eigentlich nur davon abraten, zu den jetzt festgelegten Konditionen Drohnenaufnahmen für den rbb zu machen.  Einerseits schickt der rbb abhängig beschäftigte Kolleg*innen ins Rennen, andererseits möchte er, dass diese die größtmögliche unternehmerische Verantwortung übernehmen. Denn die Kolleg*innen bringen ihre eigenen Drohnen mit. Das größte Problem bleibt aus unserer Sicht die Haftung. Die liegt AUSSCHLIESSLICH bei den Drohnenpilot*innen. Das gilt auch für aufgenommene Bilder, die womöglich Persönlichkeitsrechte verletzen und zu Schadensersatzforderungen führen können. Da ist es wenig tröstlich, wenn das Justitiariat im Streitfall „seine Unterstützung zusagt“. Dass es auch anders geht, zeigt der SWR: der Sender hat selbst Drohen angeschafft und setzt entsprechend ausgebildete Kolleg*innen als Drohnenpilot*innen ein – so wie bei jedem anderen Dreh auch. #bestpractice

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Und dann noch etwas aus der Rubrik: Da war doch noch was? Richtig! Was ist eigentlich aus der Umstellung der Brutto/Netto-Abrechnung auf sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten geworden? Manche Autor*innen haben sich in diesem (besonderen) Jahr auf den mühsamen Weg durch die Institutionen begeben und selten erfreuliche Ergebnisse erzielt. Denn auch bei Finanzamt und Rentenkasse hat Corona die Arbeitsabläufe gestört. Für alle jene nun die gute Nachricht: der rbb verzichtet auf eine Umstellung zum Jahresende. Erst ab 1. April 2021 wird es ernst. So lange wird verfahren wie bisher: die Redaktionen entscheiden nach Absprache mit der Honorarabteilung, wer sv-pflichtig ist oder eben nicht. Derzeit wird diskutiert, welche Kriterien nun endgültig für die Umstellung herangezogen werden. #tobecontinued

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Zum aus Verhandlungskreisen der Konfliktkommission übermittelten Satz „Augen auf bei der Berufswahl“ haben uns einige wütende Rückmeldungen freier Kolleg*innen erreicht. Da war von „Frechheit“ und „Überheblichkeit“ die Rede und von „fehlender Wertschätzung“. Die soll es – zumindest in finanzieller Hinsicht, also Bezahlung nach 3.2, gehobener Satz – für besonders stressige  Reporterdienste nämlich nicht geben, da Stress ja quasi in der Berufsbeschreibung stehe… Ob der Sender bei dieser Meinung bleibt, wird sich am 4. Dezember  herausstellen. Dann treffen sich die Delegationen aus rbb- und Gewerkschaftsvertreter*innen zum (angekündigt) letzten Termin. #showdown

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Doch zunächst einmal wünschen wir euch ein schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Honorarangleichung + Brutto=netto + Freienrechte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

von wegen Highlight der Woche (so die reißerische Freienvertretung im Newsletter vom 6. November). Zwar hat die Tarifkommission zum Honorarrahmen Programm tatsächlich getagt. Immerhin. Aber herausgekommen ist: Nix. Nur einen neuen Termin soll es geben.

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Wer es genauer wissen will: Beim Streit um das erhöhte Redaktionshonorar sind die Tarifparteien dicht beieinander, wenn es um Alleindienste geht oder um Redakteur*innen, die Abnahmen machen. Aber Arbeiten unter erheblichen Zeitdruck, Live-Berichte im Radio, besondere Fachkompetenz – darin sieht der rbb keine erhöhten Anforderungen. Wertschätzung in Geld ausdrücken wäre ja auch viel zu einfach. Viel wertvoller ist doch ein guter Rat, der hier originalgetreu aus Verhandlungskreisen übermittelt sei – exklusiv für rbb-Freie, die für besonders stressige und anspruchsvolle Arbeit mehr Geld erwarten: „Augen auf bei der Berufswahl“. #ohneworte

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Äh, und war da nicht noch was mit Assistenz-Diensten oder Untertitlern? Schon. Aber der rbb möchte diese Fragen bis auf weiteres „ausklammern“. Leider drängt die Zeit – für die fest versprochene rückwirkende Nachzahlung muss eine Lösung in diesem Jahr her (sonst wird alles noch komplizierter).

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Auch 11 Monate nach dem Brutto=netto-Desaster wird die Lage um die Sozialversicherungspflicht leider nicht übersichtlicher. Im Gegenteil. Wie wir hören, ändert der Sender demnächst wieder die Kriterien, wer als sv-pflichtig eingestuft wird und wer selbständig. Weil dazu der beliebte Fragebogen zur Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht geändert werden soll (ausnahmsweise geht das nur mit Zustimmung der Freienvertretung), können wir immerhin schon so viel verraten: Ausgereift sind diese Kriterien bisher nicht, wir konnten der meisten Änderungswünschen nicht zustimmen.

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Mitbestimmungsrechte für Freie sind (neben den Novemberhilfe vielleicht) das Thema des Monats. Dieser Tage wird auf allen Ebenen für uns verhandelt. Im Bundesinnenministerium legt sich der DJV für Freienrechte ins Zeug. Im Bundestag fordert die Linksfraktion u.a., dass freie Mitarbeiter*innen „nicht geringer entlohnt werden als festangestellte Kolleg*innen“ (und die Senderspitzen nicht besser als Richter*innen am Bundesverfassungsgericht). Im Berliner Abgeordnetenhaus diskutiert Rot-Rot-Grün über Freie in den Personalrat – inzwischen nicht mehr nur über das „Ob“, sondern auch über das „Wie“. Gefällt uns!

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Letzter Aufruf: Wer sich noch an unserer rbb-Umfrage zu den Corona-Arbeitsbedingungen im Sender („Die einen im Homeoffice – und die anderen?“) beteiligen möchte: Sie endet Sonntagnacht. Und wer sich zum Thema „Homeoffice“ schon mal einen Termin am 11. Dezember vormerken möchte: Wahrscheinlich am späten Vormittag stellen wir mit den anderen Interessenvertretungen die Ergebnisse unserer Umfragen vor und diskutieren mit allen Interessierten unsere Forderungen (so gut es eben geht auf Teams). Einladung folgt.
Jetzt aber erstmal: Schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Umfrage + Corona-Ausrüstung + Honorarangleichung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

alle noch fit im einsamen Homeoffice? Oder im Sender, so einsam, ohne all die Kolleg*innen im Home-Office? Alle noch guter Dinge in den ungezählten Teams-Schalten? Die Freienvertretung bereitet dieser Tage mit den anderen Interessenvertretungen eine neue Umfrage vor. Wir wollen wissen, wie es euch geht. Und wie es (noch) besser gehen kann. #tobecontinued Umfrage + Corona-Ausrüstung + Honorarangleichung weiterlesen

Nicht auf dem Rücken der Freien!

Der rbb will seine Ausgaben im nächsten Jahr um weitere 20 Millionen Euro kürzen. Das hat Intendantin Schlesinger auf der Belegschaftsversammlung angekündigt. Neben der Verschiebung von Investitionen geht es dabei vor allem um die Kürzung der Sachmittel bzw. Honorare. Die Freienvertretung macht darauf aufmerksam:

Welchen Anteil des Kürzungsvolumens der Sender den Honorarempfänger*innen aufbürden will, hat die Geschäftsleitung auch auf Nachfrage bisher nicht mitgeteilt. Sichtbar sind bisher u.a. die Spitzen des Eisbergs: Eine Million weniger für die Abendshow. Eine Million weniger für die Kulturwelle. Eine Million weniger durch Streichungen bei EB-Teams und andere Formen der sogenannten „Intelligenten Produktion“.

Über gezielte Einschnitte hinaus nimmt die Geschäftsleitung  pauschal alle Freien in Haftung: Tarifsteigerungen für Freie sollen nur noch zur Hälfte finanziert werden, die verbleibenden Mehrkosten müssten dann die Freien selbst ausgleichen – durch entsprechende Kürzungen ihres  Auftragsvolumens.

Die Freienvertretung fordert die Geschäftsleitung auf, von dieser einseitigen Belastung der Freien abzusehen und zügig Alternativen zu entwickeln. Sie ist durch nichts zu rechtfertigen und wäre eine schwere Belastung für den anstehenden Umbau des Senders. Insbesondere die Freien in den Redaktionen warten seit Gründung des rbb auf faire Honorare auf Augenhöhe mit ihren angestellten Kolleg*innen. Die vor einem Jahr vereinbarte Angleichung muss endlich umgesetzt werden – und darf auf keinen Fall ausgehöhlt werden.

Die Beschäftigung von Freien ohne Kündigungsschutz ist ein großes Privileg für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Es dient allein der Rundfunkfreiheit und ist nicht gedacht als bequemer Puffer für betriebswirtschaftlich schwierige Zeiten. Der rbb hat andere Mittel als eine plumpe Belastung der schwächsten Gruppe. Moderne Technik, neue Abläufe und eine effiziente Organisation sind die Stellschrauben für nachhaltigen Verbesserungen. Daran arbeiten wir gerne mit. Aber nicht auf unsere eigenen Kosten.

Corona + Drohnenpilot*innen + ARD-Freienkongress

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bei so viel datumsbezogenem Einheitsgedenken gerät natürlich auch die Freienvertretung ins Denken. 17 Jahre nach der Gründung von rbbprotest. 6 Jahre mit einer offiziellen Freienvertretung. Wie gespalten ist unser Sender eigentlich noch? Wer fühlt sich heute noch als Freier? Als Fester? Oder mittlerweile einfach nur als rbb-Mitarbeiter*in? Hm… Ah. Aha! So, genug gedacht für heute. Corona + Drohnenpilot*innen + ARD-Freienkongress weiterlesen