Honorarangleichung + Brutto=netto + Freienrechte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

von wegen Highlight der Woche (so die reißerische Freienvertretung im Newsletter vom 6. November). Zwar hat die Tarifkommission zum Honorarrahmen Programm tatsächlich getagt. Immerhin. Aber herausgekommen ist: Nix. Nur einen neuen Termin soll es geben.

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Wer es genauer wissen will: Beim Streit um das erhöhte Redaktionshonorar sind die Tarifparteien dicht beieinander, wenn es um Alleindienste geht oder um Redakteur*innen, die Abnahmen machen. Aber Arbeiten unter erheblichen Zeitdruck, Live-Berichte im Radio, besondere Fachkompetenz – darin sieht der rbb keine erhöhten Anforderungen. Wertschätzung in Geld ausdrücken wäre ja auch viel zu einfach. Viel wertvoller ist doch ein guter Rat, der hier originalgetreu aus Verhandlungskreisen übermittelt sei – exklusiv für rbb-Freie, die für besonders stressige und anspruchsvolle Arbeit mehr Geld erwarten: „Augen auf bei der Berufswahl“. #ohneworte

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Äh, und war da nicht noch was mit Assistenz-Diensten oder Untertitlern? Schon. Aber der rbb möchte diese Fragen bis auf weiteres „ausklammern“. Leider drängt die Zeit – für die fest versprochene rückwirkende Nachzahlung muss eine Lösung in diesem Jahr her (sonst wird alles noch komplizierter).

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Auch 11 Monate nach dem Brutto=netto-Desaster wird die Lage um die Sozialversicherungspflicht leider nicht übersichtlicher. Im Gegenteil. Wie wir hören, ändert der Sender demnächst wieder die Kriterien, wer als sv-pflichtig eingestuft wird und wer selbständig. Weil dazu der beliebte Fragebogen zur Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht geändert werden soll (ausnahmsweise geht das nur mit Zustimmung der Freienvertretung), können wir immerhin schon so viel verraten: Ausgereift sind diese Kriterien bisher nicht, wir konnten der meisten Änderungswünschen nicht zustimmen.

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Mitbestimmungsrechte für Freie sind (neben den Novemberhilfe vielleicht) das Thema des Monats. Dieser Tage wird auf allen Ebenen für uns verhandelt. Im Bundesinnenministerium legt sich der DJV für Freienrechte ins Zeug. Im Bundestag fordert die Linksfraktion u.a., dass freie Mitarbeiter*innen „nicht geringer entlohnt werden als festangestellte Kolleg*innen“ (und die Senderspitzen nicht besser als Richter*innen am Bundesverfassungsgericht). Im Berliner Abgeordnetenhaus diskutiert Rot-Rot-Grün über Freie in den Personalrat – inzwischen nicht mehr nur über das „Ob“, sondern auch über das „Wie“. Gefällt uns!

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Letzter Aufruf: Wer sich noch an unserer rbb-Umfrage zu den Corona-Arbeitsbedingungen im Sender („Die einen im Homeoffice – und die anderen?“) beteiligen möchte: Sie endet Sonntagnacht. Und wer sich zum Thema „Homeoffice“ schon mal einen Termin am 11. Dezember vormerken möchte: Wahrscheinlich am späten Vormittag stellen wir mit den anderen Interessenvertretungen die Ergebnisse unserer Umfragen vor und diskutieren mit allen Interessierten unsere Forderungen (so gut es eben geht auf Teams). Einladung folgt.
Jetzt aber erstmal: Schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Umfrage + Corona-Ausrüstung + Honorarangleichung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

alle noch fit im einsamen Homeoffice? Oder im Sender, so einsam, ohne all die Kolleg*innen im Home-Office? Alle noch guter Dinge in den ungezählten Teams-Schalten? Die Freienvertretung bereitet dieser Tage mit den anderen Interessenvertretungen eine neue Umfrage vor. Wir wollen wissen, wie es euch geht. Und wie es (noch) besser gehen kann. #tobecontinued Umfrage + Corona-Ausrüstung + Honorarangleichung weiterlesen

Nicht auf dem Rücken der Freien!

Der rbb will seine Ausgaben im nächsten Jahr um weitere 20 Millionen Euro kürzen. Das hat Intendantin Schlesinger auf der Belegschaftsversammlung angekündigt. Neben der Verschiebung von Investitionen geht es dabei vor allem um die Kürzung der Sachmittel bzw. Honorare. Die Freienvertretung macht darauf aufmerksam:

Welchen Anteil des Kürzungsvolumens der Sender den Honorarempfänger*innen aufbürden will, hat die Geschäftsleitung auch auf Nachfrage bisher nicht mitgeteilt. Sichtbar sind bisher u.a. die Spitzen des Eisbergs: Eine Million weniger für die Abendshow. Eine Million weniger für die Kulturwelle. Eine Million weniger durch Streichungen bei EB-Teams und andere Formen der sogenannten „Intelligenten Produktion“.

Über gezielte Einschnitte hinaus nimmt die Geschäftsleitung  pauschal alle Freien in Haftung: Tarifsteigerungen für Freie sollen nur noch zur Hälfte finanziert werden, die verbleibenden Mehrkosten müssten dann die Freien selbst ausgleichen – durch entsprechende Kürzungen ihres  Auftragsvolumens.

Die Freienvertretung fordert die Geschäftsleitung auf, von dieser einseitigen Belastung der Freien abzusehen und zügig Alternativen zu entwickeln. Sie ist durch nichts zu rechtfertigen und wäre eine schwere Belastung für den anstehenden Umbau des Senders. Insbesondere die Freien in den Redaktionen warten seit Gründung des rbb auf faire Honorare auf Augenhöhe mit ihren angestellten Kolleg*innen. Die vor einem Jahr vereinbarte Angleichung muss endlich umgesetzt werden – und darf auf keinen Fall ausgehöhlt werden.

Die Beschäftigung von Freien ohne Kündigungsschutz ist ein großes Privileg für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Es dient allein der Rundfunkfreiheit und ist nicht gedacht als bequemer Puffer für betriebswirtschaftlich schwierige Zeiten. Der rbb hat andere Mittel als eine plumpe Belastung der schwächsten Gruppe. Moderne Technik, neue Abläufe und eine effiziente Organisation sind die Stellschrauben für nachhaltigen Verbesserungen. Daran arbeiten wir gerne mit. Aber nicht auf unsere eigenen Kosten.

Corona + Drohnenpilot*innen + ARD-Freienkongress

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bei so viel datumsbezogenem Einheitsgedenken gerät natürlich auch die Freienvertretung ins Denken. 17 Jahre nach der Gründung von rbbprotest. 6 Jahre mit einer offiziellen Freienvertretung. Wie gespalten ist unser Sender eigentlich noch? Wer fühlt sich heute noch als Freier? Als Fester? Oder mittlerweile einfach nur als rbb-Mitarbeiter*in? Hm… Ah. Aha! So, genug gedacht für heute. Corona + Drohnenpilot*innen + ARD-Freienkongress weiterlesen

Wahlen + Freienstatut

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

diese Woche stand – ganz klar – im Zeichen der Wahlen. Alle Personalvertretungen sind neu gewählt worden. Bei Personalrat und Redakteursausschuss gibt es viele neue Gesichter. In der Freienvertretung nicht. Ein neues Mitglied in unserer Runde ist Nadine Kreuzahler. Die Kollegin vom Inforadio ersetzt Thomas Prinzler, ebenfalls Info-Radio-Kollege, der nicht mehr angetreten ist. Wahlen + Freienstatut weiterlesen