Newsletter: Rauchverbot + Zeitplan Honorarrahmen + NPG-Urteil

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
auch in dieser Woche haben uns etliche Fragen erreicht. Manche Antworten haben uns selbst erstaunt.
+++
Z.B. darf im Künstlerhof in Berlin seit einer Weile nicht mehr geraucht werden. Warum eigentlich nicht? Antwort: Letztlich ist der Klimawandel schuld. Also, der heiße Sommer. Bzw. die Klimaanlage. Deren Ansaugöffnung den Rauch im Künstlerhof fachgerecht einsaugte, herunterkühlte und dann im Haus (Rauchverbot!) verteilte. Wo man jetzt stattdessen rauchen soll? Gute Frage – nächste Frage.
+++
Warum fangen so viele Chefs eigentlich an, herumzudrucksen, wenn man sie auf die neuen Honorare und Regelaufwände anspricht? Das werden wir auf unserer #Sommertour immer wieder gefragt. Hm. Höchstwahrscheinlich, weil die Chefs auch noch nicht wirklich durchgestiegen sind durch die 72 Seiten Tarifvertrag (hier nochmal zum Nachlesen). Die Personalabteilung vermittelt es ihnen derzeit nach Kräften, und bis Oktober sollen alle Tätigkeiten eingruppiert sein. Also – habt etwas Geduld mit euren Chefs, aber erklärt ihnen zügig, wie sie eure Arbeit einzuschätzen haben.
+++
Die Gretchenfrage für das Arbeitsgericht ist bei einer Festanstellungsklage ja immer: Ist die Tätigkeit programmgestaltend oder eben nicht? Im Falle des Kollegen einer bekannten rbb-Musikredaktion liegt uns jetzt die schriftliche Begründung des nunmehr rechtskräftigen Urteils vor: „Sitz und Stimme“ in einer fünfköpfigen Redaktion zu haben und Vorschläge einbringen zu können ist nicht dasselbe wie eine freie, eigene Entscheidung – und welche Musik tatsächlich ins Programm kommt, war eben nicht die individuelle Entscheidung des Klägers, sondern der Redaktion. Nicht programmgestaltend! Diese Antwort freut uns nicht nur für den Kollegen, der rückwirkend eine feste Stelle bekommen hat. Sondern auch für viele andere, die in ähnlichen Konstellationen arbeiten. Es muss ja nicht immer eine Festanstellung sein – Bestandsschutz wäre auch etwas sehr Schönes!
+++
Sonst noch Fragen? Immer gerne, aber erstmal:
Schönes Wochenende!
Eure Freienvertretung

Newsletter: Reporterteam/Nachklapp – Alternativer Zukunftstag – Sommertour

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Angriff auf ein Reporterteam des rbb hat auch außerhalb des Senders für Wirbel gesorgt. Glücklicherweise ist niemand verletzt worden. Das macht den Angriff aber nicht weniger schlimm, denn er bleibt ein Angriff auf die Pressefreiheit. Auch innerhalb des Hauses hat der Vorfall für Bestürzung gesorgt.

Newsletter: Reporterteam/Nachklapp – Alternativer Zukunftstag – Sommertour weiterlesen

Newsletter: Honorare +++ Bestandsschutz +++ Freienkongress

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nun scheint es doch auch in der Freienvertretung zugeschlagen zu haben: Das Sommerloch! In dieser Woche gab es kaum noch Anrufe, Mails oder Besuche von euch. Die Termine waren rar gesät – vermutlich, weil auch viele Chefs und Verwaltungsmitarbeiter*innen im Urlaub weilen. Leider verzögern sich dadurch auch einige dringend nötige Entscheidungen, denn die Probleme machen keinen Urlaub… Newsletter: Honorare +++ Bestandsschutz +++ Freienkongress weiterlesen

Newsletter: Bewegung im Kulturradio ++ Einsparungen und Umstrukturierungen ++ Sommertour light

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ganz ehrlich: solch eine bewegte Ferienzeit hatten wir schon lange nicht mehr in der Freienvertretung! Etliche Kolleg*innen sind eben doch nicht im Urlaub – stattdessen in unserer Beratung. Wir freuen UNS, wenn wir EUCH tatkräftig unterstützen können. Newsletter: Bewegung im Kulturradio ++ Einsparungen und Umstrukturierungen ++ Sommertour light weiterlesen

Newsletter: ++ Gesunde BA-Kolleg*innen ++ Freienvertretung vor Gericht ++ Sommertour

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

während viele von euch sich – ganz offensichtlich – in den wohlverdienten Sommerurlaub verabschiedet haben (freie Fahrradständer, freie Parkplätze…) hält die Freienvertretung die Stellung. Und das ist auch gut so! So waren wir beim Workshop der BA-Kolleg*innen dabei. Es sollten Maßnahmen gegen schlechte und/oder beeinträchtigende Arbeitsbedingungen entwickelt werden. Die BA-Kolleg*innen – fest wie frei – sind einer sog. „Gefährdungsbeurteilung“ (= GBU) unterzogen worden. Diese GBUs sind gesetzlich vorgeschrieben. Der Arbeitgeber muss sie regelmäßig durchführen! Jetzt waren also die Brandenburger Kolleg*innen dran. Auch wenn die Freienvertretung von der Art der Datenerhebung nicht sonderlich überzeugt ist, konnten dennoch etliche Missstände identifiziert werden. Newsletter: ++ Gesunde BA-Kolleg*innen ++ Freienvertretung vor Gericht ++ Sommertour weiterlesen

Newsletter: Kulturradio ++ zibb +++ Programmpräsentation

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

leere Büroflure, freie Parkplätze, Abwesenheitsbenachrichtigungen – es ist unübersehbar: Die Sommerferien haben begonnen. Erfahrungsgemäß wird es nun auch in der Freienvertretung etwas ruhiger, viele Freie (mit schulpflichtigen Kindern) nutzen die Zeit, um Urlaub zu nehmen. Die Kolleg*innen vom Kulturradio werden das in diesem Jahr wohl mit sehr gemischten Gefühlen machen. Angesichts der radikalen Sparpläne – eine Million weniger ab 2021 – müssen sie um ihre berufliche Zukunft bangen. Newsletter: Kulturradio ++ zibb +++ Programmpräsentation weiterlesen

Newsletter: Kulturradio + Freiensprecher*innen in Potsdam + Sommertour

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

beim Kulturradio wird gekürzt, so viel steht bekanntermaßen fest. Woran oder an wem genau, ist aber immer noch völlig offen. Wir waren diese Woche im Gespräch mit betroffenen Kollegen und mit der Personalabteilung. Zwischenfazit: Eine Million aus dem Etat streichen ist einfach, aber der Umbau einer Welle ist etwas völlig anderes. Wir erwarten, dass die Wellenleitung sich für jeden einzelnen Freien genau überlegt, welche Rolle er ab dem Jahr 2021 im Kulturradio spielen soll. Präventiv-Beendigungsmitteilungen („lieber einen Kollegen zu viel beenden als einen zu wenig“) darf es nicht geben. Dass die Mittelkürzung sozialverträglich erfolgen muss – da hat uns bisher niemand widersprochen. Dass beim Programmumbau die Freien eingebunden werden – dazu wird ebenfalls wohlgefällig genickt. Wir sind gespannt, wie sich die Rundfunkräte am 20.6. dazu verhalten werden. Die Sitzung ist öffentlich! Wir erwarten, dass die rbb-Geschäftsleitung ihre Verantwortung für die arbeitnehmerähnlich Freien genauso ernst nimmt wie für die Finanzen. Newsletter: Kulturradio + Freiensprecher*innen in Potsdam + Sommertour weiterlesen

Newsletter: Kulturradio + Freienversasmmlung + Honorarrahmen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Etatkürzung beim Kulturradio kam zwar nach der letzten Belegschaftsversammlung zwar nicht völlig überraschend. Aber einen so drastischen und so gezielten Schlag auf eine einzelne Welle hatten wir nicht erwartet. Wir haben dazu eine Stellungnahme veröffentlicht und die ersten Kolleg*innen beraten. Newsletter: Kulturradio + Freienversasmmlung + Honorarrahmen weiterlesen

Kulturradio-Kahlschlag: Nicht auf dem Rücken der Freien!

Der rbb will den Programmetat des Kulturradios von zuletzt ca. 5,3 Millionen Euro ab 2021 um eine Million Euro kürzen, fast 20 Prozent. Dies hat Programmdirektor Schulte-Kellinghaus den Interessenvertretungen und den Kolleg*innen im Kulturradio mitgeteilt. Die Freienvertretung macht darauf aufmerksam:

Eine Million Euro mag aus buchhalterischer Sicht eine schöne runde Einsparsumme sein, mit der man auch in der öffentlichen Spardebatte Punkte machen kann. Für die Freien beim Kulturradio geht es dagegen um ihre Honorare, ihre wirtschaftliche und publizistische Existenz. Es darf nicht sein, dass rbb seine Sparanstrengungen allein den Honorarempfänger*innenn aufbürdet.

Rund 80 Freie beim Kulturradio sind arbeitnehmerähnlich – sie sind vom rbb wirtschaftlich abhängig und sozial schutzbedürftig, so definiert es das Gesetz. Wir erwarten vom rbb, dass er die Kürzungen sozialverträglich gestaltet, genauso wie er es erklärtermaßen bei den Kolleg*innen mit festen Arbeitsverträgen halten will. Finanzielle Spielräume dafür gibt es trotz aller Sparnotwendigkeiten genug.

Die Kürzungen sind ab dem Jahr 2021 vorgesehen – wir müssen die Zeit nutzen, um von Beginn an und systematisch die Interessen der Freien zu berücksichtigen. Die Wellen- und Geschäftsleitung fordern wir auf, unverzüglich Gespräche mit uns und den Betroffenen zu beginnen, wie der Abbau sozialverträglich gestaltet werden kann. Sparen ausschließlich auf dem Rücken der Kreativen kann keine Lösung für die Akzeptanzprobleme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sein.

Die Freienvertretung