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Grippeimpfung + Betriebsärztin + Kantinenöffnung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

rechtzeitig zum kalendarischen Herbstanfang hat sich (leider) auch die Wetterlage aus dem Sommermodus verabschiedet….das angekündigte verregnete Wochenende ist vermutlich erst der Anfang. Und Herbstzeit ist – richtig – Grippezeit!

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In diesem Jahr gilt es nicht nur dem Corona-Virus zu trotzen, sondern auch einen großen Bogen um die (ordinäre) Grippe zu machen. Deshalb bietet der rbb auch in diesem Jahr wieder Grippe-Schutz-Impfungen an. Verabreicht wird ein sog. „tetravalenter“, also ein Vierfach-Impfstoff wie er auch in den Arztpraxen verwendet wird. Aber, klar, wegen Corona ist alles ein bisschen anders. Im Oktober gibt es festgelegte „Impftage“ an allen Standorten, für die man sich so bald wie möglich per Mail anmelden sollte, und zwar unter: arbeitsmedizin-b@medical-gmbh.de. Alle Termine und weitere Infos rund um das Thema sind ausführlich im Intranet nachzulesen: Grippeimpfung.

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Unser scheidender Betriebsarzt, Dr. Boschan, empfiehlt die Grippe-Schutz-Impfung nachdrücklich, weil sie zu einer umfangreichen Grundimmunisierung führe. Und das könne auch im Kampf gegen Corona hilfreich sein, so der Mediziner. Wer unsicher ist, kann sich beraten lassen. Allerdings nicht mehr von Dr. Boschan. Der verlässt den rbb nach 10 Jahren. Ab Oktober übernimmt eine Frau, Vira Santosa. Unsere neue Betriebsärztin wird vom Gesundheitsdienstleister Medical Airport Services entsandt, der den rbb in den nächsten Jahren betreuen wird. Im Zuge der Neubesetzung gibt es eine positive Veränderung – vor allem für freie Kolleg*innen: die neue Betriebsärztin wird an insgesamt vier Tagen im rbb zu erreichen sein. Sie übernimmt schon jetzt die Organisation der Grippe-Schutz-Impfung und wird sie auch durchführen.

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Ein kleiner Schritt in Richtung Normalität – von der wir durch Corona und die Verlängerung der Pandemie-Maßnahmen im rbb bis Ende des Jahres ja noch immer weit entfernt sind – ist die Wochenendöffnung von Kasino und Teestube. Ab 1. Oktober kehren die beiden Kantinen zu den Vor-Corona-Öffnungszeiten zurück. Das wird alle Kolleg*innen freuen, die am Wochenende im Einsatz sind und oftmals mit knurrendem Magen vor leer geräumten Verpflegungsautomaten standen. Die kostenlose „Wochenend- und Randverpflegung“ wird zum genannten Termin eingestellt. Auch weil die (kostenpflichtigen) Verpflegungsautomaten wieder regelmäßig bestückt werden, so der rbb.

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So ganz „normal“ verlief die konstituierende Sitzung der neuen Freienvertretung am vergangenen Dienstag nicht. Einige von euch werden es schon aus dem Intranet wissen. Die neue Freienvertretung konnte keinen Vorstand WÄHLEN. Denn die Kandidat*innen, die sich zur Verfügung gestellt haben, waren – laut Freienstatut – alle nicht mehr wählbar. Dort wird in §14 festgelegt, dass der Vorstand nur einmal wiedergewählt werden darf. Eine von zahlreichen Schwachstellen im Freienstatut, auf die wir den rbb schon seit geraumer Zeit immer wieder hingewiesen und auf Änderung gedrängt haben. Da in den letzten Monaten und Jahren nichts passiert ist, mussten wir eine andere Lösung finden. Deshalb haben die Mitglieder der Freienvertretung per Beschluss die Mitglieder des alten Vorstands beauftragt, die Geschäfte kommissarisch weiterzuführen, bis die statutskonforme Wahl eines neuen Vorstands möglich ist. Dem kommissarischen Vorstand gehören an: Christoph Reinhardt und Dagmar Bednarek (Vorsitzende), Christoph Hölscher und Franziska Walser (stellvertretende Vorsitzende).

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Und was bedeutet das jetzt für euch? In der praktischen Arbeit erst einmal gar nichts! Die Freienvertretung ist für euch in gewohnter Form erreichbar – wg. Corona derzeit leider nur per Mail (freienvertretung@rbb-online.de) oder telefonisch (030 97993 80503) mo-fr zu den üblichen Bürozeiten.

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Jetzt wünschen wir euch aber erstmal ein entspanntes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Wahlen + Freienstatut

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

diese Woche stand – ganz klar – im Zeichen der Wahlen. Alle Personalvertretungen sind neu gewählt worden. Bei Personalrat und Redakteursausschuss gibt es viele neue Gesichter. In der Freienvertretung nicht. Ein neues Mitglied in unserer Runde ist Nadine Kreuzahler. Die Kollegin vom Inforadio ersetzt Thomas Prinzler, ebenfalls Info-Radio-Kollege, der nicht mehr angetreten ist.

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Ihr hattet die Wahl – und habt dabei die sechs alten (und neuen) Freienvertreter*innen bestätigt. Das betrachten wir als Vertrauensbeweis und Bestätigung unserer Arbeit der letzten vier Jahre. Und auch wenn wir uns (immer) eine höhere Wahlbeteiligung wünschen, sind wir froh, dass ihr euer demokratisches Recht dann doch so zahlreich wahrgenommen habt. Denn trotz Corona und Homeoffice haben 484 freie Kolleg*innen ihre Stimme abgegeben. Vor vier Jahren waren es nur ein paar Wähler*innen mehr. Da lag die Beteiligung bei 515 Freien. Das ist rund ein Drittel der arbeitnehmerähnlichen Kolleg*innen – also noch viel Luft nach oben… Für uns Ansporn, in den nächsten vier Jahren unserer Amtszeit auch die restlichen zwei Drittel der freien Kolleg*innen davon zu überzeugen, wie wichtig die Arbeit einer basisdemokratisch legitimierten Freienvertretung ist.

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Bei der letzten Wahl vor vier Jahren hatten wir noch darauf gehofft, dass es die letzte einer eigenständigen Freienvertretung sein würde. Denn von Anfang an waren wir unzufrieden mit den unzureichenden Mitbestimmungsrechten, die uns das (von der Intendantin erlassene) Freienstatut gewährt. Seitdem lassen wir keine Gelegenheit aus, politisch Verantwortliche davon zu überzeugen, dass das BPersVG, das Bundespersonalvertretungsgesetz (Grundlage der Arbeit des Personalrats), auch auf Freie ausgeweitet werden sollte. Die Novellierung des Gesetzes steht in diesem Herbst an und böte die Möglichkeit dazu. Am vergangenen Mittwoch gab es dazu einen Austausch in der Berliner Senatskanzlei. Geladen waren neben Vertreter*innen der Gewerkschaften ver.di und DJV und des rbb auch die Freienvertretung. Die Freienvertretung hat die Gelegenheit genutzt, dem Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler, die Unzulänglichkeiten des Freienstatus darzustellen. Beispielsweise fehlende Mitbestimmungsrechte wenn es um den Einsatz neuer Technik geht, Stichwort „Drohnen“, die ausschließlich von freien Kolleg*innen bedient werden sollen. Eine Schwachstelle von vielen. Es soll eine Fortsetzung des Austauschs geben und wir werden gut vorbereitet wieder dabei sein!

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Und was sonst noch? Nächste Woche wird sich die neue Freienvertretung offiziell konstituieren. Zu den schon bekannten Themen wie Homeoffice, Evaluierung Reporterteam, Einsatz von Drohnen mit denen wir momentan in der Auseinandersetzung mit dem rbb sind, werden mit Sicherheit neue dazu kommen. Denn es stehen spannende Zeiten ins Haus! Erklärtes und von der alten und neuen Intendantin immer wieder bekräftigtes Ziel: mehr Programm mit weniger Geld und weniger Mitarbeiter*innen. Wir wollen weiterhin dafür sorgen, dass die freien Kolleg*innen nicht als Verlierer*innen vom Platz gehen!

Und selbstverständlich wird sich die neue Freienvertretung weitere Ziele für ihre Amtszeit stecken! Mit dabei, ganz sicher, der Kampf für „Freie in den Personalrat“, „Bestandsschutz auch für Programmgestaltende“….und und und. Mehr dazu spätestens in einem der nächsten Newsletter!

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Vielen Dank für euer Vertrauen!

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Und wie jeden Freitag wünschen wir euch an dieser Stelle wieder ein bezauberndes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Wahlen + Reporterteam + Freienkongress

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute schon gewählt? Die Wahllokale sind auch nächste Woche wieder geöffnet:

Montag, 14.9.2020, von 10 bis 17 Uhr

Dienstag, 15.9.2020, von 10 bis 17 Uhr

 

Berlin: Kleiner Sendesaal im HdR

Potsdam: Fernsehhaus 2, Raum 030

 

Ein Wort sagt mehr als 1000 E-Mails: Falls ihr noch Kolleg*innen begegnen solltet, denen die Möglichkeit zur Wahl bisher entgangen sein könnte – sprecht sie doch darauf an oder nehmt sie am besten gleich mit ins Wahllokal. Unser Merkblatt zum Ausdrucken und Aushängen gibt es hier, die Kandidat*innen stellen sich hier vor. Oder auch hier (Intranet). Wahlen + Reporterteam + Freienkongress weiterlesen

Freienwahlen + Tätigkeitsbericht + Sonstiges

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

leider müssen wir euch im Vorfeld dieser sehr wichtigen Wahl zur Freienvertretung vom 11. – 15. September ein bisschen „zuspammen“ – man kann auch sagen: in der genau richtigen Frequenz mit allen wichtigen und aktuellen Informationen versorgen.

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Ohne Zweifel findet diese Wahl unter besonders schwierigen Bedingungen statt: Homeoffice und Standorttrennung machen einen „Wahlkampf“ fast unmöglich und die Stimmabgabe nicht gerade einfacher. Trotzdem ist eine hohe Wahlbeteiligung enorm wichtig. Nur sie gibt der Freienvertretung Kraft und Legitimation, um die großen Herausforderungen der nächsten vier Jahre zu stemmen. Wir als Freie müssen schauen, dass wir angesichts neuer Sparzwänge und rasanten technischen Wandels nicht unter die Räder kommen.

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Also stimmt zahlreich ab! Wir tun unser Bestes, die Einschränkungen durch Corona abzumildern.  Ihr seid noch unsicher, wen ihr wählen wollt und könnt euch auch nicht vor Ort informieren? Genaueres über die Kandidat*innen findet in kurzen „Wahl-Steckbriefen“, die diese über sich selbst erstellt haben. 11 solcher Steckbriefe findet ihr im Anhang – und demnächst auch im Intranet.  Von zwei Kandidaten lagen uns leider noch keine Steckbriefe vor. Wir werden sie natürlich so schnell wie möglich nachliefern.

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Uns erreichte ein dringender Aufruf des Wahlvorstands, den wir gerne weitergeben: Vor allem am Standort Potsdam und besonders für den 14. und 15. September werden noch dringend Wahlhelfer*innen gesucht. Es wäre toll, wenn sich noch einige Freiwillige für diesen ehrenamtlichen Einsatz fänden. Der rbb zahlt auch eine kleine Aufwandsentschädigung in Höhe eines Urlaubstages (=1/365 des Vorjahreshonorars). Bei Interesse bitte eine Mail an wahlen.freienvertretung@rbb-online.de.

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Und noch eine Bitte: Beim Wahlvorstand gehen derzeit schon sehr viele Anträge auf Briefwahlunterlagen ein. Vergesst dabei eure Postadresse nicht! Die Unterlagen müssen nämlich ganz traditionell verschickt werden. Und wenn ihr sie dann ausgefüllt wieder zurücksendet – bitte, bitte beachten: Nur der Stimmzettel kommt in den kleinen, blauen Umschlag. Der wiederum kommt zusammen mit der namentlich auszufüllenden „Erklärung zur schriftlichen Stimmabgabe“ in den großen, weißen Wahlumschlag, der zurück an den rbb geschickt wird. Keinesfalls die Erklärung zusammen mit dem Stimmzettel in einen Umschlag stecken – sonst ist eure Stimme ungültig!

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Ansonsten gilt nach wie vor: Briefwahlunterlagen können ab sofort beantragt und auch wieder zurückgeschickt werden. Auch hier einfach eine mail an:

wahlen.freienvertretung@rbb-online.de

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Checkt vorher am besten nochmal, ob ihr auch wirklich im Wählerverzeichnis steht. Wenn nicht: Sofort eine Mail an … na, ihr wisst schon.

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Falls ihr euch vorher nochmal in Erinnerung rufen wollt, wie die aktuelle Freienvertretung zuletzt so performt hat: Wir haben unseren Tätigkeitsbericht für 2020 fertiggestellt und dieser Mail als Anhang beigefügt. Hier könnt ihr nochmal ein bisschen zu spannenden Themen wie „Brutto=Netto-Umstellung“, „Einführung des Honorarrahmens Programm“, „Die 80-Prozent-Regelung in der Coronakrise“ oder den „Flop des Jahres: Die Freien-App“ schmökern. Ein echter Pageturner!

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Bei einigen Themen dieser Woche müssen wir keine Propheten sein, um vorherzusagen, dass auch die nächste Freienvertretung damit zu tun haben wird:

  • Sparen bei rbbKultur: Die Stimmung vor dem Neustart ist mies, viele Freie fühlen sich zurückgelassen, andere beklagen neue Dumping-Honorare. Wir haben das Thema diese Woche gegenüber Intendantin und Geschäftsleitung angesprochen – und immerhin die Zusage bekommen, dass sich um jede*n Freie*n, die/der eine neue Beschäftigung sucht, gekümmert werde. Notfalls durch Programmdirektor und Chefredakteur persönlich. Meldet euch am besten erstmal bei uns, wenn ihr dieses Angebot nutzen wollt!
  • Einsatz von arbeitnehmerähnlich Freien als Drohnenpiloten: Wir hatten schon darüber berichtet, wie der rbb versucht, Kosten und nicht unerhebliche Risiken auf die Freien abzuwälzen. Wir hatten jetzt ein Gespräch mit den Verantwortlichen. Uns wurde zugesagt, einen besseren Schutz der Freien vor Haftungsrisiken und eine transparente Regelung für die Technikanmietung zu prüfen. Wir sind gespannt, was dabei herauskommt.
  • Homeoffice bzw. „mobiles Arbeiten“: Wir finden es wichtig, dass der rbb dafür klare Regeln aufstellt, die auch die Interessen der Freien berücksichtigen. Wir haben deshalb mit den anderen Personalvertretungen eine Online-Befragung gestartet. Die Ergebnisse wollen wir für Verhandlungen mit der Geschäftsleitung nutzen. Noch bis Sonntag habt ihr die Gelegenheit, daran teilzunehmen. Es dauert nur ein paar Minuten – keine Gefahr fürs entspannte Wochenende!

Dieses wünscht euch aus vollem Herzen

Eure Freienvertretung

Freie im Potsdamer Landtag + Freien-Versammlung + Bildungsurlaub

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Achtung Spoiler: kleines demokratisches Giveaway am Ende dieses Newsletters. Ihr dürft gespannt sein… Belohnt wird, wer bis zum Ende liest! (Bei allen anderen vernichtet sich diese Mail selbsttätig – 😉 kleiner Scherz!)

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Doch zunächst mal was ganz Anderes. Ja, das gibt es tatsächlich noch – neben Corona und der derzeitigen Hitzewelle!

Die Freienvertretung im Potsdamer Landtag, zum Beispiel. Übrigens leibhaftig physisch anwesend. Wir waren ebenso geladen wie Intendantin Patricia Schlesinger. Die Parlamentarier hatten eine Anhörung angesetzt, um sich ein Bild vom rbb-Freienstatut zu machen. Mit ein paar Jahren Verzögerung, aber immerhin! Die Älteren erinnern sich: seit 2014, als die erste Freienvertretung auf Grundlage des Freienstatutes gewählt wurde, kämpfen wir für die Evaluierung unserer Arbeitsgrundlage, mit der wir ganz und gar nicht zufrieden sind. Hauptkritikpunkt damals wie heute: die fehlenden Mitbestimmungsrechte!

Die Intendantin musste erklären, warum die freien Mitarbeiter*innen nicht durch den Personalrat vertreten werden dürfen. In vielen anderen ARD-Anstalten, auch bei den Big Playern wie WDR und SWR, läuft das seit Jahren gut.

Nach Meinung unserer obersten Chefin jedoch passen das Personalvertretungsgesetz (also die Arbeitsgrundlage des Personalrats) und die Freien nicht zusammen. Das Freienstatut hingegen sei ein effektives und modernes Instrument. Was soll sie auch anderes sagen, schließlich ist das Statut aus der Feder der (vorherigen) Intendantin. Leider keine angemessene Arbeitsgrundlage für die Freienvertretung! Und genau das wird den Abgeordneten auch mitgeteilt!

Welche Schlüsse die Parlamentarier aus der zweistündigen Anhörung ziehen, wissen wir natürlich nicht. Die ebenfalls eingeladene DJV-Justiziarin, Hanna Möllers (übrigens ehemals selbst langjährige Freie UND als Freie Vorsitzende des Personalrats bei RB), hatte gleich mehrere Handlungsvorschläge für die Politiker. Der einfachste: eine kleine Korrektur im Staatsvertrag, nämlich den Begriff der „Beschäftigten“ um die Gruppe der freien Mitarbeiter*innen erweitern. Und schon wäre die rechtliche Grundlage für Freie im Personalrat geschaffen.

Die Freienvertretung jedenfalls wird sich weiter dafür einsetzen!

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Da digital das neue Normal ist, gab es in dieser Woche eine – so gesehen – ganz normale Freienversammlung. Wir hoffen, die erste und letzte per „Teams“, auf jeden Fall DIE LETZTE in der jetzigen Zusammensetzung der Freienvertretung. Leider gab es ein paar technische Probleme – Asche auf unser Haupt – so dass uns vielleicht nicht alle, die gerne dabei gewesen wären, erreicht haben.

Einmal im Jahr muss die Freienvertretung ja Rechenschaft ablegen, über das, was sie in den vergangenen Monaten gemacht hat. Den kompletten Tätigkeitsbericht könnt ihr demnächst online lesen.

So viel vorab: Corona hat natürlich eine große Rolle in unserer Arbeit gespielt. Unser Beratungsaufwand im zurückliegenden Jahr war immens. Die 80%-Corona-Regelung wurde von vielen Redaktionen nicht korrekt angewandt, viele Honorare wurden nicht nach dem neu eingeführten Honorarrahmen Programm gezahlt, die Umstellung der Abrechnung von brutto/netto auf sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten hat vor allem viele Autor*innen zum Teil in existentielle Nöte gebracht. Also jede Menge zu tun für uns! Und dann war da noch der Spar-Kahlschlag bei Kulturradio. Seitdem bekannt wurde, dass das Kulturradio eine Million Euro einsparen muss, war die Freienvertretung beteiligt. Wir konnten erreichen, dass freie Kolleg*innen nicht nach dem Gießkannenprinzip Beendigungsmitteilungen erhalten haben. In einigen Fällen haben wir sozial verträgliche Lösungen erzielen können. Leider konnten wir nicht verhindern, dass es letztendlich doch die Freien sind, die die (Spar-)Zeche bezahlen müssen. Und was noch bitterer ist: die Kernkompetenz von Kulturradio, die gut recherchierten und sorgfältig produzierten Wortbeiträge, verschwindet nach und nach aus dem Tagesprogramm. Und damit verschwinden auch die Autor*innen, die diese Beiträge gestaltet haben. Die Stimmung der zugeschalteten Kolleg*innen vom Kulturradio war dementsprechend gedämpft. Zumal einige erst aus den neuen Dienstplänen erfahren haben, dass sie beim runderneuerten Kulturradio mit angeschlossener Digitalmarke nicht mehr gebraucht werden.

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Nun bekommt das das große C doch noch einen Auftritt. Es gibt Neues von der Task Force. Nämlich eine Lockerung! Ab sofort wird Bildungsurlaub wieder genehmigt! Voraussetzung: die ausgesuchte Maßnahme darf nicht in einem Risikogebiet liegen. Kolleg*innen, die Bildungsurlaub beantragt hatten, der abgelehnt wurde, sollten es nochmal versuchen. Sofern die Maßnahme noch nicht vorbei ist. Oder aber eine neues Projekt finden.

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So, und nun zum angekündigten Knaller der Woche! Die Freienvertretung hat ein sensationelles Angebot für euch, das ihr garantiert nicht ablehnen könnt! Es ist *vollkommen kostenlos *schmerzfrei und gänzlich ohne Nebenwirkungen *bedarf nur eines geringen Aufwands dafür bekommt ihr eine Schutzwirkung von vier Jahren! Vier Jahre *Rundumbetreuung inklusive Beratung *Unterstützung bei Fragen zur Beschäftigung *aktuelle und umfangreiche Informationen über alles, was Freie im rbb wissen müssen. Na, gespannt?

Es heißt: FREIENVERTRETUNG und kann am 11., 14. und 15. September 2020 neu gewählt werden. Wenn ihr voll real in einem richtigen Wahllokal mit echten Menschen wählen wollt – doch, auch das machen wir trotz Corona möglich – dann könnt ihr das im Kleinen Sendessal, HdR, Berlin, jeweils zwischen 10 und 17 Uhr tun oder in Potsdam, im Fernsehhaus 2 in Raum 030.

Du bist mehr der digitale Typ? Ok, dann Mail an wahlen.freienvertretung@rbb-online.de und Wahlunterlagen für die BRIEFWAHL anfordern. Die Briefwahlunterlagen können AB SOFORT angefordert werden und auch AB SOFORT zurückgeschickt werden an: Wahlvorstand Freienvertretung, c/o Personalabteilung, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin.

Und das sind die Kandidat*innen, die ihr wählen könnt. Viele bekannte Namen und viele neue Gesichter. Ihr habt die WAHL!

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Allerdings: keine Wahl ohne Wahlhelfer. Für den 11., 14. und 15. September sucht der Wahlvorstand DRINGEND Wahlhelfer*innen!

Für den Einsatz gibt es ein Ausfallhonorar! Freiwillige melden sich bitte umgehend beim Wahlvorstand wahlen.freienvertretung@rbb-online.de oder bei der freienvertretung@rbb-online.de.

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Zum Schluss noch die dringende Bitte, an unserer Umfrage zum Homeoffice (gemeinsam organisiert von den rbb-Interessenvertretungen) teilzunehmen. Einfach hier klicken! Die Ergebnisse sind für unsere Arbeit sehr wichtig, schließlich wollen wir mit dem rbb über angemessene Arbeitsbedingungen – auch für Freie im Homeoffice – verhandeln.

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Aber jetzt wünschen wir euch erstmal ein entspanntes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Freienversammlung + Kandidat*innen gefunden + Wahlhelfer*innen gesucht

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

was für eine Woche! Wer Kinder hat, konnte das Corona-Desaster noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen: Regelunterricht – ja oder nein? Überfüllte Klassenzimmer gänzlich maskenbefreit… So viel zur Welt draußen! Im rbb sind die Zügel gerade wegen der (gefühlten) neuen Sorglosigkeit mancher Urlaubsrückkehrer ja noch einmal angezogen worden. Und tatsächlich gibt es nach Wochen mal wieder einen neuen Infektionsfall im rbb. Wie berichtet, muss – wer „oben ohne“ im Sender erwischt wird – jetzt sogar mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen! Wie das für Freie aussehen könnte, wissen wir nicht. Und setzen selbstverständlich weiterhin auf die Einsicht der Kolleg*innen!

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Zurück zur turbulenten Woche! Die war aus Sicht der Freienvertretung am Mittwoch sogar gut für eine Sonderausgabe unseres Newsletters! Denn: ta ta, rien ne va plus: die Kandidatenliste zur Wahl der Freienvertretung ist am Mittwoch geschlossen worden. 13 Kandidat*innen – sechs davon aus dem amtierenden Gremium – bewerben sich um einen Sitz in der neuen Freienvertretung. Die Kandidat*innen stehen allesamt im Intranet und werden sich in den kommenden Wochen mit Konterfei und Steckbrief präsentieren. Der Wahlvorstand bittet die Bewerber*innen um Fotos und kurzen Text für eine Vorstellung im Intranet.

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Allerdings: keine Wahl ohne Wahlhelfer. Für den 11., 14. und 15. September sucht der Wahlvorstand DRINGEND Wahlhelfer*innen!

Für den Einsatz gibt es ein Ausfallhonorar! Achtung, handelt eine vernünftige Höhe aus, in der Wahlordnung steht dazu nur völliger Blödsinn („1/365 des Durchschnittsverdienstes“) – angemessen wäre das Entgelt der vergangenen 12 Monate geteilt durch die Einsatztage in dieser Zeit. Wenn der Wahlvorstand nicht will, meldet euch: Es wäre uns eine Ehre, das für euch durchzukämpfen – und wenn es das letzte ist, was wir tun (in dieser Amtszeit). Freiwillige melden sich bitte möglichst bald beim Wahlvorstand: wahlen.freienvertretung@rbb-online.de

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Vor der Wahl im nächsten Monat haben wir jedenfalls noch alle Hände voll zu tun! Schon am nächsten Dienstag geht es rund, nämlich mit euch allen! Wir laden ein zur virtuellen Freienversammlung am  Dienstag, 18. August, 10 bis 12 Uhr.  Bitte löscht diese Mail bis dahin nicht – dieser Link führt am Dienstag direkt in die Versammlung. Teilnehmen dürfen alle Arbeitnehmerähnlichen. Die Intendantin erlaubt übrigens in ihrem Statut ausdrücklich die Teilnahme während der Arbeitszeit. Damit ihr euch auf die Versammlung konzentrieren könnt, regen wir an, im Team darauf vorher hinzuweisen. Wir sieben Freienvertreter*innen waren seit dem Start 2014 bzw. nach unserer Wiederwahl 2016 sechs Jahre lang ein Team und möchten uns in dieser Zusammensetzung von euch verabschieden. Und natürlich darüber diskutieren, was gut gelaufen ist, was nicht gelungen war und was die nächste Freienvertretung nach den Wahlen im September besser machen kann.

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Doch jetzt seid ihr erstmal gefordert! Bitte beteiligt euch an unserer Umfrage zum Homeoffice (gemeinsam organisiert von den rbb-Interessenvertretungen). Stand gestern Abend haben bislang zwei Drittel der festen Kolleg*innen mitgemacht, Freie stellen nur ein Drittel der Teilnehmer*innen. Das können und wollen wir nicht so stehen lassen! Wir wissen aus den Beratungen der letzten Wochen, dass Freie im Homeoffice spezielle Bedürfnisse haben. Deshalb ist es um so wichtiger, dass ihr euch bitte massenhaft an der Umfrage beteiligt! Einfach hier klicken! Die Ergebnisse sind für unsere Arbeit sehr wichtig, schließlich wollen wir mit dem rbb über angemessene Arbeitsbedingungen – auch im Homeoffice –  verhandeln. Dafür sind eure Daten Gold wert!

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Nicht um’s Gold, aber um’s Geld hätte es in dieser Woche eigentlich auch noch gehen sollen. Die Tarifkommission (der rbb möchte lieber nicht von einer Konfliktkommission reden, obwohl das den Kern besser trifft….) – eben diese Kommission aus Vertreter*innen des Senders und der Gewerkschaften hätte letzten Dienstag weiter über die strittigen Eingruppierungen der Redakteure im neuen Honorarrahmen verhandeln sollen. Optimistische Stimmen sprachen sogar davon, womöglich den „Sack zuzumachen“, sprich zu einem Ergebnis zu kommen. Hat nicht sollen sein. Wegen einer Krankmeldung auf Seiten der rbb-Delegierten müssen wir leider weiter auf eine gerechtere Honorierung warten. To be continued….

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Zum Schluss noch ein kleiner Ausblick auf die nächste Woche: Mittwoch ist nämlich Showtime im Landtag in Potsdam. Thema:

Evaluation Freienstatut. Im Ring: Intendantin – Ffo-Studio-Redaktionsleiter Andreas Oppermann – DJV-Justiziarin Hanna Moellers – und selbstverständlich eure Freienvertretung! Die Älteren erinnern sich… Die Freienvertretung mahnt bereits seit Jahren die Evaluierung des Statuts durch die Landesregierungen an. Denn anders als die Intendantin sehen wir eindeutige Schwächen in unserer Arbeitsgrundlage, vor allem was die fehlenden Mitbestimmungsrechte der Freien angeht! Leider können wir keinen Fanblock mit in den Landtag nehmen. Wegen Corona kann man nur mit Anmeldung oder im Livestream dabei sein.

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Aber selbstverständlich bekommt ihr wie immer die frischesten News im nächsten Newsletter frei Haus. Bis dahin wünschen wir euch erstmal ein schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Stand Reform Einsparungsprozess rbbkultur

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nächsten Dienstag auf der Freienvertretung wollen wir auch uns über die aktuelle Situation in rbbkultur und der Reform oder besser den Folgen der Einsparungen informieren lassen. Inzwischen sind schon die neuen Sendepläne verschickt worden. Und da zeigt sich kurz vor dem Start des neuen Programms am 14.9., dass der Kahlschlag im Programm die angekündigten 20% weit übersteigt. Im gesamten Tagesprogramm von sechs bis zwanzig Uhr wird es insgesamt nur noch vier bezahlte Beiträge geben. Die Abendsendungen sind komplett gestrichen. Von den drei Feature-Sendeplätzen bleibt nur noch einer übrig. Betroffen sind dadurch vor allem die Autorinnen von aufwendiger gebauten Beiträgen. Damit verschwindet komplett eine gesamte Berufsgruppe und mit ihr ein Handwerk, in dem der RBB über Jahrzehnte auch international Standards setzen konnte. Drastisch reduziert werden dadurch auch die freien Redakteurinnen. Einige, so hörten wir, erfahren erst jetzt aus dem Dienstplan, dass sie künftig keine Dienste mehr haben werden. Die Nachrichten wurden schon abgebaut. Die Musikredakteurinnen sollen langfristig ebenso abgeschafft werden. Für die wenigen verbleibenden freien Redakteurinnen und Moderatorinnen kommen künftig extreme Arbeitsverdichtung und womöglich überlange Schichten auf sie zu. Es bleibt erklärungsbedürftig, warum bei einer Kürzung von 20% mehr als die Hälfte des gesamten Wortprogramms gestrichen wird. Und obwohl Intendantin Patricia Schlesinger im Plenum von rbbkultur 2019 fest zusicherte, es würde niemand auf der Strecke gelassen, gelang es dem damit beauftragten Stephan Abarbanell bis heute nicht auch nur eine einzige freie Mitarbeiterin anderweitig im rbb unterzubringen.