Kategoriearchiv: Debatte im rbb

Offener Brief: Protest gegen die geplante Auslagerung …

… von „Heimatjournal“ und „rbbKultur – Das Magazin“ ab 2027

Sehr geehrte Frau Intendantin,

mit tiefem Unverständnis und entschiedenem Protest reagieren wir, die Programmmacherinnen und Programmmacher, Kamera- und Tonleute, Cutterinnen und Cutter sowie Grafikerinnen und Grafiker des rbb, auf den Beschluss des Direktoriums, das „Heimatjournal“ und das „rbbKultur – Das Magazin“ ab 2027 an externe Produktionsfirmen auszulagern. Diese Entscheidung ist kein Schritt in die Zukunft, sondern ein schmerzhafter strategischer Irrweg, der die programmliche Identität des Senders beschädigt und langfristig weder ökonomisch noch qualitativ haltbar ist.

Wir fordern Sie nachdrücklich auf, diese Entscheidung zu revidieren. Unsere Kritik und die Argumente gegen diese Kurzsichtigkeit stützen sich auf folgende Kernpunkte:

  • Verlust regionaler Kernkompetenz: Das „Heimatjournal“ und „rbbKultur – Das Magazin“ leben von der tiefen Verwurzelung unserer Redaktionen in Berlin und Brandenburg. Externe Produktionsfirmen, die oft rein marktwirtschaftlich agieren, können das über Jahrzehnte gewachsene Vertrauensverhältnis zu den Menschen, Institutionen und Kulturschaffenden der Region nicht kopieren. Sie lagern die Seele unseres regionalen Auftrags aus.
  • Trugschluss der Wirtschaftlichkeit: Die Annahme, externe Produktionen seien dauerhaft günstiger, greift zu kurz. Externe Firmen müssen Gewinnmargen kalkulieren, was entweder zu Lasten der journalistischen Qualität, zu prekären Arbeitsbedingungen für freie Kolleginnen und Kollegen oder schlussendlich zu Nachforderungen führt. Gleichzeitig bleiben die sendereigenen Infrastrukturen und das Know-how ungenutzt – eine massive Verschwendung von rbb-Ressourcen.
  • Schwächung des öffentlich-rechtlichen Profils: Gerade in Zeiten, in denen der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Existenzberechtigung über Verlässlichkeit, Unabhängigkeit und tiefe regionale Präsenz rechtfertigen muss, schwächt diese Auslagerung unser Profil. Wir machen uns austauschbar. Wenn Inhalte, die unsere regionale Identität stiften, nicht mehr aus dem eigenen Haus kommen, verliert der rbb sein stärkstes Argument gegenüber den Beitragszahlerinnen und Beitragszahlern.
  • Demotivation der Belegschaft und Know-how-Abfluss: Dieser Beschluss signalisiert den eigenen Festen und Freien, dass ihre fundierte Arbeit und Expertise im Haus nicht mehr wertgeschätzt werden. Wir riskieren einen massiven Verlust an journalistischer und gestalterischer Exzellenz, der nicht wieder umkehrbar ist, sobald die internen Redaktionsstrukturen erst einmal zerschlagen sind und die Produktionsinfrastruktur minimiert ist.

Wir fordern jetzt:

Eine transparente Darstellung in welchen Gewerken ein behaupteter Kapazitätsengpass tatsächlich besteht.

Sollte sich der maßgebliche Engpass im Wesentlichen auf die Postproduktion beschränken, während andere Produktionskapazitäten weiterhin vorhanden sind, ist zu erklären, weshalb daraus die vollständige Fremdvergabe einer Produktion in Erwägung gezogen wird.

Ein punktueller oder temporärer Engpass erklärt zunächst nur, weshalb eine bestimmte Leistung nicht intern erbracht werden kann. Er erklärt nicht ohne Weiteres, warum auch sämtliche weiterhin verfügbaren Leistungen extern eingekauft werden müssen.

Es ist daher offenzulegen, ob Alternativen geprüft wurden – insbesondere Personalverstärkung oder interne Umverteilung.

Ein starker rbb braucht keine Verwaltung von extern eingekauften Inhalten, sondern eine starke, mutige und intern verankerte Redaktions- und Produktionslandschaft. Wir sind bereit, über Reformen, Effizienzsteigerungen und moderne Formate zu sprechen – aber im Haus und gemeinsam mit den Menschen, die diesen Sender tragen.

Wir erwarten eine zeitnahe Gelegenheit zum Dialog, um diese strategische Fehlentscheidung abzuwenden.

Mit kollegialen Grüßen,
Programmmacherinnen und Programmmacher, Cutterinnen und Cutter, Kamera- und Tonleute sowie Grafikerinnen und Grafiker des rbb

Erstunterzeichner*innen:
Antje Beyer, Grafikdesignerin
Beate Bossdorf, Autorin
Elias Franke, Kameramann
Christoph Hölscher, Redakteur
Lars Maibaum, Kameramann
Sascha Moser, Grafiker
Bendrik Muhs, Autor
Matthias Neumann, Kameramann
Sebastian Reim, Kameramann
Andrea Ringelstetter, Autorin
Ralph Stolle, Autor
Jan Tautenhahn, Grafikdesigner

Sophia Arndt, Cutterin
Jörn Ahrens, Kameramann
Robert Wellié, Filmeditor
Mike Koloska, Cutter
Franziska Scheinig, Cutterin
Michael Fandel, Cutter
Karola Twardowski-Schwind, Cutterin
Kristof Kannegießer, Autor und Kameramann
Salar Ghazi, Dokumentarfilmer, Cutter, Kameramann
Andreas Reber-Pastrich, Kameramann
Lucian Busse, Editor
Heidi Snel, Cutterin
Annette Koziel, Autorin
Jördis Götz, Autorin
Mirko Heise, Kameramann
Björn Geldermann, EB-Techniker und Kameramann
Andreas Jacob, Moderator
Sabine Horn, Autorin
Christoph Röhle Tonmann
Marcel Joos, Cutter
Hanka Knipper, Cutterin
Anna Beeck, Autorin
Anke Reichel, Produktionsleiterin
Carsten Raabe, Cutter
Sergej Range, Cutter
Sophia Kambaki, Cutterin
Nicole Froeba, Cutterin
Fred Pilarski, Autor
Hanno Christ, Redakteur BA
Arne Jannsen, Kameramann
Micha Scheibe, Redakteur
Steffen Klie, EB-Techniker
Andreas Hansen, Kameramann
Ina Zeidler, Cutterin
Heike Schüler, Reporterin
Antonia Bartels, Layouterin/Toningenieurin
Susanne Ebert, Cutterin
Sibylle Gollwitzer, Cutterin
Judith Eichler, Kamerafrau
Anke Reichel, Cutterin
Mathias Ristow, Tontechniker
Andreas B. Hewel, Reporter bei BA
Monika Wenczel, Cutterin
Phillipp Manske, Autor
Edyta Till, Cutterin
Börg Vogt, Cutter
Jörg Nußbaum, Cutter
Lisa Rensch, Kamerafrau und Autorin
Michael Senft, Kameramann
Heike Lutz, Cutterin
Michael Lietz, Autor, VJ
Mathias Ludwig, Toningenieur
Günter Schreiber, Kameramann
Jacqueline Christopher, Cutterin
Marion Hüchering, Cutter
Urte Alfs, Editorin
Christian Titze, Reporter
Ralf Küster, Editor
Simone Dobmeier, Editorin
Kathrin Krupski, Bildmischerin
Jürgen Herzog, Kameramann
Lisa Steger, Reporterin / Redakteurin
Barbara Gebler / Cutterin
Ilona Ehrlich, Toningenieurin
Kirsten Kofahl, Kamerafrau
Theo Schulte, freier Toningenieur
Manto Sillack, Kameramann
Marco Adolph , Kameramann
Christoph Wende, Cutter
Henry Leikauf-Dürheim, Kameramann
Ralf Langenhahn, Steadicamassistent
Jan Rieger, freier Kameramann
Rainer Wittulski, CutvD und Cutter
Claudia Zwingmann, Produktionsassistentin
Matthias Barth, freier Aufnahmeleiter
Olaf Bublitz, Kameraassistent / EB Techniker
Christian Schulz, Kameramann
Martin Paschkowski, Kameraassistent / EB Techniker
Jens Schütze, Kameramann
Benjamin von Essen, Kameramann
Hanno Engel, Kameramann
Fabian Schalling, EB-Techniker/ Kameramann E-Kamera
Lars Wendt, EB und E-Kamera
Vera Drude, Autorin
Sven Schapeler, Kameramann
Sylke Block, Kamerafrau
Julian von Bülow, Redakteur rbb24.de
Ute Mueller-Schlomka, Autorin
Max Burk, Aktuelle Kultur Fernsehen
Charlotte Pollex, Autorin
Petra Dorrmann, Autorin
Anna Vanessa Cussen, Editorin
Anna Kohlick, Autorin
Matthias Kraska, Redaktionsassistent
Christiane Schweder, Redaktionsassistentin
Justus Kaufhold, Redakteur
Thomas Sauer, EB -Techniker
Jannis Byell, Autor & Redakteur
Marie Röder, Autorin und Redakteurin
Manfred Kotzurek, Kameramann
Eliane Rehor, Kamerafrau
Marc Hochstul, CutvD
Andrea Hübers, Editorin/Contentcreatorin
Robert Dombrowski, Medientechniker
Dirk Urban, Kameramann
Ulf Kalkreuth, Autor & Redakteur
Jan-Erik Frahm, CutvD
Christian Göcke, Kameramann
Klaus Heinemann, E-Kamera
Jana Kaesdorf, Kamerafrau
Christine Deggau, Autorin
Britta Wulf, Autorin/Regisseurin
Jana Kalms, Autorin
Uwe Madel, Autor und Moderator
Matthias Pfister, Kameramann / Drone Pilot
Uwe Teske, Supervisor Medienproduktion
Susanne Bruha, Reporterin, Videojournalistin
Steffen Prell, Autor / Reporter
Philipp Gerstner, Autor
Anna Efanova, Cutterin
Anja Bach, CutvD, Supervisor, Cutterin
Fayd Jungnickel, Kamera
Antje Bongers, Autorin und Redakteurin
Katharina Röben, Autorin
Anja Neraal, Filmeditorin
Simone Peters, Grafikdesignerin
Gabriele Busemann, Bild/ Grafik
Marit Löffler, Aufnahmeleiterin
Birgit Bursch, Redakteurin
Thomas Schrader, Kameramann
Andreas Lichtwald, Kameramann
Andreas Schulz, Grafikdesigner
Ingrid Lübke, Cutterin
Martina Hiller, Autorin / Redakteurin
Maria Rial Rodriguez, Grafikdesignerin
Vadim Kompatzki, Toningenieur
Andrea Neese, Cutterin
Simone Müller, Grafikdesignerin
Caroline Rilat, Grafikerin
Rico Herkner, Autor und Redakteur
Theo Schulte, freier Toningenieur
Anna-Mitsou Förster, Cutterin
Kerstin Städtner, Redakteurin
Jürgen Buch, Autor / Redakteur
Florian Kirchner, Kameramann
Wolfgang Albus, Redakteur
René Althammer, CvD rbb24 Recherche
Giuliana Koch, Redakteurin
Svenja Weber, Autorin
Dani Hanus, CutvD, Supervisorin, Cutterin
Stepan Zimmer, Kameramann
Michaela Monsees, Redakteurin
Julika von Rolf, EB-Technikerin
Jennifer Stiller, EB-Technikerin
Annett Ilijew, Cutterin
Tobias Dittrich, Systemingenieur
Martina Hiller von Gaertringen, Autorin
Frank Beer, Kameramann
Bettina Hildebrandt, Supervisor, CutvD
Hanna Klinger, Cutterin
Anja Schulz, Programmassistentin
Ralf Koester, Regisseur
Holger Jagsch, Grafiker
Jörg Semmler – Toningenieur
Andréa Roquebert, Regisseurin
Wendy Maisel, Cutterin
Frank Stoi, Graphiker
Andree Metzler – freier Aufnahmeleiter
Susanne Glöckner, Maskenbildnerin

Ich möchte auch unterschreiben – bitte setzt meinen Namen und Beruf unter das Schreiben!

Protestbrief von radio3 gegen die Nichtbeschäftigung freier Autorinnen und Autoren über 66

Sehr geehrte Frau Demmer,

wir von radio3 finden die Entscheidung, Freie Mitarbeiter*innen nach Renteneintritt von jeglicher Tätigkeit für den rbb auszuschließen, falsch.

  1. Sie spart kein Geld. Für Beiträge und Redaktionsdienste wird immer dasselbe Honorar gezahlt, egal wie alt oder jung, wie erfahren oder unerfahren der Freie Journalist/die Journalistin ist. Und Beiträge wie Redaktionsdienste werden auch in Zukunft von Freien Mitarbeiter*innen übernommen werden müssen. Ohne sie gibt es kein Programm im rbb.
  2. Die Expertise der Älteren kann nicht ohne weiteres durch jüngere nachrückende Kolleg*innen ersetzt werden. Da in letzter Zeit sehr viele Freie Mitarbeiter*innen nicht weiter beschäftigt wurden, fehlt deren Kompetenz und Arbeitskraft.
  3. Die Entscheidung läuft der gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland zuwider. In einer Zeit, in der darüber diskutiert wird, das Renteneintrittsalter auf 70 anzuheben, wirft der rbb die Menschen schon mit 66+ raus.
  4. Die Entscheidung ist unsozial und diskriminierend. Den Freien Mitarbeiter*innen wurde jahrzehntelang versprochen, dass sie auch nach Renteneintritt Beiträge machen können, um ihre oftmals geringe Rente aufbessern zu können, wenn die Redaktionen sie noch beauftragen.

Das, was immer galt, einfach abzuschaffen, finden wir unsozial. Und, siehe oben, auch nicht sinnvoll.

Nachdem zum Jahreswechsel 2025/26 bei radio3 mehrere Kolleginnen und Kollegen ausscheiden mussten, steht jetzt wieder ein Abschied an. Einer Kollegin, seit über 30 Jahren als Freie Mitarbeiterin beim rbb tätig, war von der zuständigen Wellenleitung eine Ausnahmegenehmigung in Aussicht gestellt worden, über die alle Seiten Bescheid wussten. Als es dann konkret wurde, hat das rbb-Direktorium dieser Genehmigung nicht stattgegeben. Es wurde lediglich einer zweimonatigen Verlängerung zugestimmt, damit die Kollegin sich um ihren nach den Absprachen mit dem rbb eigentlich noch nicht geplanten Renteneintritt bemühen konnte.

Sehr geehrte Frau Demmer, wir möchten Sie und das Direktorium hiermit bitten, sich noch einmal zu überlegen, ob Sie wirklich bei dieser unserer Meinung nach nicht sinnvollen und für die Betroffenen in ihren Konsequenzen schmerzhaften Entscheidung bleiben wollen.

Zumindest was Autor*innenbeiträge betrifft, sollte es unserer Meinung nach möglich sein, auch Menschen nach Erreichen des Rentenalters zu beauftragen, wenn die Redaktion es will. Ihr erzwungenes Ausscheiden bedeutet einen hohen sozialen wie journalistischen Verlust. Qualitätsjournalismus, für den der rbb steht, braucht auch berufs- und lebenserfahrene Journalist*innen.

Mit zuversichtlichen Grüßen,

Oliver Kranz
Frank Schmid
Florian Rumberg
Sarah Hartl
Ulrike Jährling
Roman Neumann/Ruthardt
Nikolaus Bernau
Elisabetta Gaddoni
Matthias Bertsch
Barbara Behrendt
Ursula Vosshenrich
Shelly Kupferberg
Massimo Maio
Holger Zimmer
Susanne Papawassiliu
Jürgen Buch
Kirsten Dietrich
Franziska Walser
Frank Meyer
Antje Bonhage
Ev Schmidt
Anne Spohr
Frauke Thiele
Sophie Wannenmacher
Carolin Pirich
Marta Blazanovic-Drefers
Silke Hennig
Andrea Heinze
Vanessa Loewel
Katrin Stiller
Renate Steiniger
Imke Griebsch
Fanny Tanck
Regine Bruckmann
Paul Sonderegger
Ortrun Schütz
Anke Sterneborg
Matthias Käther
Anja Herzog
Lukasz Tomaszewski
Katja Weber
Henrike Leißner
Birgit Galle
Tomas Fitzel
Jaako Siren
Susanna Tromm
Irene Bluche
Guylaine Tappaz
Anne-Dore Krohn
Susanne Lang
Melanie Freise
Carsten Kampf
Kamilla Kaiser
Stephan Holzapfel
Imke Schridde
Natascha Freundel
Beate Gerbot
Kai Luehrs-Kaiser
Matthias Kaether

Ich möchte auch unterschreiben – bitte setzt meinen Namen unter das Schreiben!

525 Unterschriften für Demmer

Eine Delegation aus der Belegschaft hat Intendantin Ulrike Demmer am Mittwoch einen offenen Brief mit 525 Unterschriften übergeben. Die Forderung: Jetzt unterschreiben! Und zwar die seit Ende 2023 ausgehandelte Änderung des 12a-Tarifvertrags, die ab diesem Jahr einen Beendigungsschutz für langjährige feste Freie des Senders gewährleisten soll.

Frau Demmer hat sich für den Einsatz der langjährigen Freien bedankt und auf den hohen Wert für den Sender hingewiesen. Vor der Unterschrift müssten noch Zahlen ausgewertet und Gespräche über die konkrete Umsetzung des Tarifvertrags geführt werden. Sie kündigte an, dass es bis zum Ende der Sommerferien ein Ergebnis geben werde.

Jetzt unterschreiben!

Offener Brief

Sehr geehrte Frau Demmer,

Ihre Aussagen zum Thema Beendigungsschutz auf der Belegschaftsversammlung haben
uns irritiert und enttäuscht. Der rbb hat den Freien fest zugesagt, dass der
Beendigungsschutz in diesem Jahr in Kraft tritt. Wir haben darauf vertraut, dass Ihre
Unterschrift nur eine Formsache ist. Und nun?

Die Herausforderungen an unseren Sender und jeden von uns sind gewaltig. Wir
brauchen Vertrauen und Zusammenhalt – Feste und Freie, Belegschaft und
Geschäftsleitung. Wir können es uns nicht leisten, den im vergangenen Herbst mühsam
hergestellten Betriebsfrieden zu gefährden.

Wir fordern Sie auf, den Vertrag umgehend und wie ausverhandelt zu unterschreiben –
ohne Wenn und Aber!

Wir unterstützen den offenen Brief (Stand 6.8.2024)

Alexander Adams, Ismahan Alboga, Mark Albrecht, Wolfgang Albus, Henrik Aleith, Efthymis Angeloudis, Sophia Arndt, Markus Asmus, Guillermo Atocha, Liljana Austel, Diana Azzam, Lucas Baade, Frank Babrikowski, Ronja Bachofer, Marten Baer, Claudia Baradoy, Sebastián Barahona de la Cerda, Jenny Barke, Gregor Baron, Antonia Bartels, Matthias Barth, Mario Bartsch, Matthias Bartsch, Banu Baturay, Maria Bauer, Julia Baumgärtel, Rainer Baumgärtner, Jeanette Bederke, Dagmar Bednarek, Nina Bednarz, Anna Beeck, Barbara Behrendt, Jana Bennewitz, Anneliese Bergemann, Miriam Berger, Ilka Berghoff, Nikolaus  Bernau, Antje Beyer, Magdalena Bienert, Annette Birke-Stumper, Sylke Block, Dirk Boeck, Christiane Böhm, Antje Bonhage, Anna Bordel, Susan Born, Oliver Brand, Holger Brandenbusch, Andrea Brandt, Marion Brasch, Kerstin Breinig, Arndt Breitfeld, Anke Brekerbohm, Ursula Bremer-Engels, Judith von Bresinsky, Stefanie Brockhausen, Elia Brose, Regine Bruckmann, Susanne Bruha, Ursula Brunner, Jürgen Buch, Karin Buchberger, Julian von Bülow, Britta Bürger, Anke Burmeister, Birgit Bursch, Gabi Busemann, Lucian Busse, Tilmann Büttenbender, Daniel Caliebe, Michael Castritius, Sami Chahbani, Katja Charlé, Gilles Chevalier, Peggy Chlubek, Hanno Christ, Silke Cölln, Magdalena Contreras, Anna Corves, Sofie Czilwik, Sabine Dahl, Christine Deggau, Gerd Dehnel, Beatrix Deller, Magdalena Dercz, Stefan Diedrich, Simona Dobmeier, Anja Dobrodinsky, Robert Dombrowski, Tina Dörr, Marius Drachholtz, Frank Drescher, Annegret Eberl, Jana Ebert, Susanne Ebert, Dorothea Echte, Felix Edeha, Gerhardt Ehemann, Monique Ehmke, Ivo Ehrlich, Judith Eichler, Lilly Eikermann, Sölvi Eisner, Jens Ellenberg, Elstermann Elstermann, Helmut Engelhardt, Andrea Everwien, Rainer Fett, Stefan Feurich, Ulrike Finck, Christian Find, Matthias Finger, Julia  Fischer, Maximilian  Fischer, Tomas Fitzel, Solvig Fitzner, Thomas Fitzthum, Janine Flamme, Torsten Foeste, Henry Förster, Melanie Freise, Maren Freund, Anke Friedrich, Corinna Fuckas, Jürgen Funk, Thorsten Gabriel, Elisabetta Gaddoni, Moritz Gahler, Birgit Galle, Roman Garthoff, Pierre Gaulke, Hanno Geduldig, Cornelia Geis, Björn Geldermann, Beate Gerboth, Jens Gerhardt, Michaela Gericke, Laura Gerlic, Charlotte Gerling, Salar Ghazi, Matthias Gindorf, Michael Gladisch, Hasan Gökkaya, Alexander Goligowski, Sibylle Gollwitzer, Tobias Goltz, Maike Gomm, Ramona Gonnermann, Heike Göttel, Dorian Götz, Hilke Grabow, Irina Grabowski, Nicola Graf, Jana Graziano, Fabian Grieger, Elena Griepentrog, Michaela Grimm, Götz Gringmuth-Dallmer, Doris Renée Groth, Andreas Gruner, Rolf Grünewald, Juliane Gunser, Michael Günther, Frauke Gust, Kerstin Guthke, Natascha Gutschmidt, Florian Haase, Eva Habig, Susanne Hakenjos, Anja Haller, Thomas Hamann, Christofer Hameister, Katrin Hampel, Sebastian Hampf, Victor Hanck, Andrea Handels, Erik Hanjohr, Anna Hanke, Julia Harbeck, Eduard Hartmann, Jannis Hartmann, Heike Hartung, Mario Hassert, René Hausmann, Claudia Heber, Nico Hecht, Alena Hecker, Anja Heilmann, Klaus Heinemann, Thomas Heinloth, Andrea Heinze, Mirko Heise, Katrin Heise, Joachim Held, Elke Helmts, Rico Herkner, Friedrich Herkt, Boris Hermel, Anja Herr, Lutz Herrmann, Ralf Herrmann, Anja Herzog, Dirk Heth, Andreas B. Hewel, Ole Hilgert, Martina Hiller, Birgit Hinze, Sören Hinze, Andreas Hirschbrich, Karin Hoffmann, Renate Hoidn, Christoph Hölscher, Stephan Holzapfel, Catharina Hopp, Maximilian Horn, Sabine Horn, Andrea Hübers, Marion Hücherig , Jörg Hülse, Josefine Jahn, Ulrike Jährling, Veith Jänchen, Stefan Janecke, Ingo Janssen, Sabine Jauer, Ingvar Jensen, Claudia Jung, Jana Kaesdorf, Matthias Kaether, Kamilla Kaiser, Alexandra Kaiser-Hatz, Jana Kalms, Emilie Kaminski, Carsten Kampf, Kristof Kannegießer, Aleksandra Karolczyk, Marika Kavouras, Jens Kelle, Matthias Kerckhoff, Jörn Kersten, Holger Kessler, Miriam Keuter, Kristina von Keyserling, Dorett Kirmse, Kati Kliemann, Susanne Klingbiel, Peter Klinke, Andreas Knaesche, Dagmar Kniffki, Hanka Knipper, Christoph Kober, Giuliana Koch, Mike Kochan, Stefan Kochinke, Anja Koch-Schwarz, Ralf Koester, Anne Kohlick, Mario Köhne, Andreas König, Sonja Koppitz, Tim Korge, Franz Kowalski, Juliane Kowollik, Karo Kraemer, Oliver Kraft, Sabine Kramm, Oliver Kranz, Yvonne Krause, Martin Krauss, Johannes Kreutz, Alexandra Krieger, Carsten Krippahl, Kristin Krüger, Oliver Krüger, Simon Krüßmann, Annette Kufner, Jens Kuhl, Guido Kulecki, Noreen Kusnezow, Vinzent Kutsche, Veronika Làbas, Dany Lahne, Klaus Lampe, Christiane Lange, Ralf Langenhahn, Kathrin Langenkamp, Jens Lehmann, Julian Lentz, Jennifer Lichnau, Hendrick Lier, Michael Lietz, Timm Lindenau, Georg Lindt, Tilmann Lingesleben, Michael Liss, Ute Löhning, Francisca Lopez, Natascha Lottes-Cieslak, Jakob Lötzsch, Heike Lutz, Uwe Madel, Thomas Mahler, Lars Maibaum, Theresa Majerowitsch, Paraskevi Makri, Torsten Mandalka, Andrea Marczinski, Robin Marienfeld, Frank Marquardt, Andreas Marschner, Max Marten, Katrin Marx, André Matthias, Franziska Maushake, Andrea Mavroidis, Colin McKinnon, Sebastian Meerheim, Katja Meffert, Silke Mehring, Pablo Gallo Mejias, Michael Mellinger, Chris Melzer, Jan Menzel, Andree Metzler, Sebastian Meyer, Gerald Meyer, Corinna Meyer-Kringel, Fanny Michaelis, Anke Michels, Felix Michels, Torsten Michels, Annette Miersch, Anita Mladina, Felix Moniac, Agnes Monka, Michaela Monsees, Birte Morlin, Sascha Moser, Ute Mueller-Schlomka, Bendrik Muhs, Carolin Müller, Sabine Müller, Elisabeth Müller-Timm, Kai Mund, Sarah Murrenhoff, Dörthe Nath, Anja Neraal, Matthias Neumann, Thomas Neuner, Steve Neuwirth, Philipp Nitzsche, Oliver Noffke, André Noll, Michael Nowak, Jörg Nussbaum, Stefan Oberwalleney, Tonia Oentrich, Swetlana Oheim, Henner Orlia, Stefanie Otto, Susanne Papawassiliu, Thorsten Pape, Regina Paschke, Anna Pataczek, Claus Peters, Maria Petersen, Kira Pieper, Fred Pilarski, Carolin Pirich, Jacqueline Piwon, Matthias Pohl, Charlotte Pollex, Polina Polovnikova, Jörg Poppendieck, Steffen Prell, Gabi Probst, Stefan Rachow, Birgit Raddatz, Ecki Ramón Weber, Philipp Rapp, Ronald Reichardt, Manuela Reichart, Anke Reichel, Sebastian Reim, Christoph Reinhardt, Susanne Reinhardt, Ulrike Reinhardt, Ino Reinhold, Martin Reinhold, Moritz Reininghaus, Kerstin Reinsch, Freya Reiß, Lisa Rensch, Gudrun Reuschel, Marc Reynders, Jan Rieger, Caroline Rilat, Andrea Ringelstetter, Mathias Ristow, Florian Rith, Wolfgang Rohrer, Birgit Röhricht, Martina Rolke, Philipp Rother, Christina Rubarth, Serjoscha Rückert, Fabian Ruckteschler, Hilke Rusch, Thomas Sauer, Britt Schaefer, Fabian Schalling, Michael Scheibe, Olaf Scherler, Gerd Schiedewitz, Thomas Schiese, Theresa Schiewack-Szymoniak, Sebastian Schiller, Matthias Schirmer, Sarah Schiwy, Frank Schlegel, Bastian Schmale, Patrick Schmelzer, Frank Schmid, Fabian Schmidinger, Ev Schmidt, Barbara Schnabel, Alisa Schneider, Susanne Schneider, Sebastian Schöbel, Jasmin Schomber-Krause, Tony Schönberg, Stefan Schönberger, Christine Schöniger, Werner Schoninger, Günter Schreiber, Martina Schrey, Ute Schuhmacher, Heike  Schüler, Bettina Schulze, Kai Schulze, Klemens Schulze, Thomas Schulze, Petra Schumacher, Alexander Schurig, Frank Schütte, Ortrun Schütz, Robert Schwaß, Lisa Schwesig, Detlef Schweter, Katrin See, Sybille Seitz, Ermin Selmanovic, Michael Senft, Anna Severinenko, Wolf Siebert, Jaakko Siren, Martin Skibba, Ludger Smolka, Dirk Sonntag, Yasser Speck, Stefan Sperfeld, Martin Spiller, Arne Sprung, Kerstin Städtner, Ursula Stamm, Lisa Steger, Renate Steininger, Marie-Theres Steinke, Karsten Steinmetz, Christine Stellmacher, Claudia Stern, Jenifer Stiller, Katrin Stiller, Jutta Stindtmann, Frank Stoi, Ralph Stolle, Markus Streim, Ute Sturmhoebel, Jan Tautenhahn, Stephanie Teistler , Beate Tembridis, Frauke Thiele, Julie Thoms, Christian Tietze, Frederike Timme, Oda Tischewski, Christina Torge, Katharina Trümper, Sabine Tzitschke, Andreas Ulrich, Hilde Van Poucke, Kathrin Vass , Katrin Veuskens, Andreas Vick, Karin Vieting, Hans-Christian Vitt, Friederike Vogel, Börg Vogt, Andreas Vogtmeier, Ursula Vosshenrich, Henning Wächter, Jens Wächtler, Heiko Waldera, Fabian Wallmeier, Regina Wallner, Franziska Walser, Thomas Walther, Martin Waßmann, Katja Weber, Thomas Weber, Svenja Weber, Carsten Wehrhoff, Marion Weinfurter, Kersten Weise, Tanja Weiß, Kerstin Weiss-Motz, Monika Wenczel, Christoph Wende, Lars Wendt, Marvin Wenzel, Maik Werther, Mathias Wesselmann, Ricardo Westphal, Mathias Wetzl, Maik Wieland-Di Bella, Jan Wiese, Peter Wilhelm, Martin Willis, Aurelie Winker, Caroline Winkler, Anne Winter, Thomas Winter, Carl Winterhagen, Jonas Wintermantel, Vanessa Witzki, Jana Wochnik, Manja Wolff, Alexander Wolk, Markus Woller, Britta Wulf, Catarina Zanner, Ina Zeidler, Ulli Zelle, Holger Zimmer, Stephan Zimmer, Anita Zimmermann, Karsten Zummack

++++++

Ich unterstütze ebenfalls diesen offenen Brief mit meinem Namen und bestätige dies durch eine formlose E-Mail an unterschreiben@rbbpro.de .

Analoge Variante zum Ausdrucken und Unterschriftensammeln im Sender:

Offener Brief der Belegschaftsvertretungen im rbb

Unabhängigkeit ist unser höchstes Gut

An die Mitglieder des Abgeordnetenhauses Berlin und des Landtags Brandenburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

die anstehende Novellierung des rbb-Staatsvertrags wird in der rbb-Belegschaft sehr genau verfolgt, mit großen Erwartungen und der Hoffnung auf ein Ende der Krise unseres Senders. Vielen der im Entwurf vorgesehenen Änderungen stimmen wir zu und freuen uns auf eine zügige Umsetzung.

Offener Brief der Belegschaftsvertretungen im rbb weiterlesen →

Offener Brief

Warum es so nicht zu einer Tarifeinigung kommen kann


Streik und wieder Streik und immer noch keine Tarifeinigung in Sicht. Warum?
Die rbb-Geschäftsführung will keine soziale Abstufung bei den Tarifsteigerungen, obwohl die Einkommensschere mit den Jahren zwischen oben und unten im rbb immer größer geworden ist. Die Gehälter der rbb-Führung sind nach wie vor extrem hoch, obwohl der rbb durch das massive Fehlverhalten seiner Führung in die Krise gekommen ist. Wir Mitarbeiter*innen sollen die Suppe auslöffeln, die wir nicht versalzen haben. Das ist unfair. Und das können wir nicht akzeptieren!

Argument gegen eine soziale und nachhaltige Komponente bei den Tariferhöhungen von Seiten der rbb-Verhandlungsführer: Die Mehrverdienenden hätten ja auch höhere Ausgaben: Kosten für ein Haus, eine Privatschule oder eine Privatkita zum Beispiel. Das ist zynisch! In Zeiten, in denen Mitarbeiter*innen der unteren Gehaltsstufen und viele unserer Beitragszahler*innen beim Einkaufen überlegen müssen, was in den Korb kann. Es ist zynisch in Zeiten, in denen freie Mitarbeiter*innen um ihre Jobs bangen müssen, weil die rbb-Geschäftsführung sich nicht zu einem Bestandsschutz für arbeiternehmerähnliche Freie durchringen kann. Es ist zynisch in Zeiten, in denen Programm weggespart wird! 2,8 % mehr für Gutverdienende ebenso wie für die unteren Einkommensstufen kann also in diesen Zeiten nicht die Lösung sein!

Unsere Interimsintendantin Katrin Vernau möchte Intendantin des rbb bleiben. Sie zeigt uns, die wir seit Jahren und Jahrzehnten das Programm dieses Senders machen, aber keine Wertschätzung! Will sie wirklich unsere Intendantin bleiben?! Sie begründet ihre Härte bei den Tarifverhandlungen damit, dass der rbb kein Geld habe. Geld für überhöhte Führungsgehälter ist aber nach wie vor da! Warum bekommt die Intendantin des rbb nach wie vor mehr Geld als die politische Führung unserer Bundesländer? Das ist keiner Beitragszahlerin, keinem Beitragszahler zu vermitteln. Das ist der Politik, die über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks entscheidet, nicht zu vermitteln. Und uns Mitarbeiter*innen, die wir an einer Zukunft unseres Senders hängen, auch nicht!

An die rbb-Geschäftsführung: Zeigen Sie uns, dass Sie bereit sind, selbst den Gürtel enger zu schnallen. Wie wäre es mit dem Verzicht der oberen Gehaltsbezieher*innen auf die tariflichen Lohnsteigerungen? Damit die anderen Mitarbeiter*innen eine an ihrem Gehalt bemessene und der Inflation entsprechende Erhöhung ihrer Gehälter bekommen. Damit wir beim Honorarrahmen für Freie endlich den Zielhonorarrahmen erreichen. Damit endlich ernsthaft über einen Bestandschutz für alle Freie im rbb geredet werden kann.

Wir glauben an die Zukunft des rbb. Einen anderen rbb. Wir glauben an die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Einen anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Zeigen Sie uns, dass Sie das auch tun! Bewegen Sie sich!

Ihre Mitarbeiter*innen des rbb

Zustimmung gerne an verdi-rbb-exclusiv@lists.verdi.de

Offener Brief

rbb PRAXIS muss bleiben!

Mit großer Bestürzung haben wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der rbb PRAXIS von den Plänen der Geschäftsführung Kenntnis genommen, die lineare Ausstrahlung der über 30 Jahre auf dem Mittwochs-Sendeplatz um 20.15 Uhr ausgestrahlten Gesundheitssendung ab 2024 einzustellen.

Wir fordern:

  • den Erhalt des Themas „Gesundheit“ auf dem Sendeplatz Mittwoch 20.15 Uhr; gegebenenfalls in neuer Form, aber mit aktuellen Gesundheitsthemen aus der Region und mit Service für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer.
  • den Erhalt des Kompetenzzentrums rbb PRAXIS als Zulieferin von trimedialen und vertiefenden Gesundheitsthemen. Mit klaren Absprachen und Strukturen der Zulieferungsbedingungen: Zielredaktionen, Sendeplätze und Sendezeiten.
  • den Erhalt der Webseite rbb PRAXIS mit der bekannten URL.

Starke Zuschauerbindung

Wir können die Entscheidung, das TV-Formt rbb PRAXIS abzusetzen, nicht nachvollziehen und haben bis heute auch keine Argumente gehört, die diesen harten Schnitt begründen würden. Die Zuschauerinnen und Zuschauer der PRAXIS sind ein treues Publikum, das Woche für Woche einschaltet. Der rbb verprellt mit dieser Entscheidung genau diejenigen, die gern ihre Rundfunkgebühren zahlen und sich thematisch, regional und persönlich an den Rundfunk Berlin Brandenburg gebunden fühlen. Auf diese Zuschauerinnen und Zuschauer sollten wir nicht verzichten.

Hinzu kommt: die Redaktion ist eng mit den Gebührenzahler:innen verbunden. Wir haben ein treues Studiopublikum, erhalten viele Zuschauerbriefe und Mails, häufig mit medizinischer Fragestellung. Medizinische Fragen werden alle beantwortet, und zwar von einer Fachärztin für Innere Medizin und Redakteurin der rbb PRAXIS. Wir beantworten aber nicht nur Fragen, sondern greifen Zuschauer-Themen in unserer trimedialen Berichterstattung auf. Das ist genau die Interaktion mit dem Publikum, die sich der rbb wünscht.

Erfolgreiche Webseite & preisgekröntes Digitalformat

Die Webseite „rbb-praxis.de“ ist DIE am häufigsten geklickte Seite des rbb Fernsehens. Von der reinen Sendebegleitung hat sie sich schon lange zur Gesundheitsseite gewandelt – mit eigenen User fokussierten und multimedial verknüpften Inhalten. Seit rund einem Jahr ist sie mit der starken Brand „rbb PRAXIS“ auch regelmäßig Seite-1-Suchergebnis bei Google, der wichtigsten Suchmaschine im weltweiten Netz. Zu verdanken ist das einem aufwendigen und sehr erfolgreichen SEO-Projekt. Diese jahrelange Aufbauarbeit muss erhalten bleiben, was zumindest voraussetzt, dass die URL der Webseite erhalten bleibt.

Beteiligt ist die rbb PRAXIS Redaktion auch am TikTok Format safespace. Safespace ist mehrfach preisgekrönt, unter anderen mit dem Grimme Online Award, dem Prix Italia oder dem DOK.digital. Und safespace ist „pädagogisch wertvoll“. Dieses Info-Format für junge weiblich gelesene Personen im Alter von 14 bis 16 Jahren wurde gemeinsam von rbb PRAXIS und FRITZ entwickelt und umgesetzt und wird bis heute von der rbb PRAXIS Redaktion inhaltlich mitbetreut.

Beste Vernetzung ins Berliner Gesundheitswesen

Berlin ist DIE Gesundheitsstadt in Deutschland. Hier gibt es mit der Charité das größte europäische Klinikum überhaupt; zudem bedeutende Forschungseinrichtungen wie das Max-Delbrück-Centrum, das Berlin Institute of Health oder das Robert Koch-Institut, um nur einige zu nennen. Die Redaktion von rbb PRAXIS leistet mit Ihren fünf festangestellten und mehr als einem Dutzend freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine kontinuierliche Berichterstattung über Gesundheitsthemen vor Ort. Wir verfügen über ausgezeichnete Kontakte in die Berliner Gesundheitsszene, die auch von anderen Redaktionen im Haus gern abgerufen werden. Das hat sich vor allem während der Corona-Pandemie gezeigt, als „Gesundheit“ fast täglich auf der Nachrichtenagenda war. Diese Expertise ist über Jahrzehnte aufgebaut worden und findet nicht nur im Fernsehen statt, sondern – durch die inzwischen über zehn Jahre andauernde Zusammenarbeit mit Inforadio – auch im Radio und im Internet. rbb PRAXIS war die erste Redaktion im rbb, die trimedial gearbeitet hat. Und auch die erste Gesundheitsredaktion, die alle drei Ausspielwege bedient.

Höchste gesellschaftliche Relevanz

Unsere Sorge ist, dass durch den Wegfall der wöchentlichen TV-Gesundheitssendung und das Ende der Zusammenarbeit mit Inforadio, Gesundheitsthemen im rbb viel zu wenig vorkommen werden. Und, dass kein Platz mehr sein wird für fundierte Recherche und Hintergrundinformationen zu diesen Themen. Zwar werden gesundheitspolitische Themen wie etwa die Krankenhausreform oder der Pflegenotstand weiterhin in der tagesaktuellen Berichterstattung aufgegriffen. Aber es gibt andere Themen, die es in Zukunft schwer haben werden. Wer informiert aus erster Hand über neue Therapien und ihre Relevanz für kranke Menschen? Wer berichtet über die Situation chronisch Kranker und wo sie Hilfe finden? Wo kommen Menschen mit psychischen Erkrankungen zu Wort? Und wo finden Gebührenzahler:innen Informationen dazu, wie eine Reha beantragt wird oder wie man einen Termin beim Spezialisten oder der Spezialistin bekommt?

Gesundheit am Mittwochabend muss bleiben

Wir fordern die Geschäftsleitung des rbb auf, ihre Entscheidung zu überdenken. Vor allem die Aufgabe des etablierten Sendeplatzes für Gesundheit am Mittwochabend halten wir für falsch.

Im Moment ist geplant, dass Gesundheitsthemen für die Mediathek first produziert werden, die dann im Nachgang um 21 Uhr nach dem SUPER.MARKT linear ausgestrahlt werden sollen. Wir bezweifeln sehr, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer Gesundheitsthemen, auf diesem Sendeplatz finden werden. Der schon als „SUPER-Montag“ deklarierte Sendeplatz ist ganz klar mit Verbraucherthemen assoziiert.

„Hochglanz“ erfordert Zeit und Geld

In den geplanten Mediatheks-Projekten werden zudem nur ganz bestimmte Themen vorkommen, die längst nicht mehr die Vielfalt abbilden werden, die wir bislang bedient haben. Klar ist: „Hochglanz-Gesundheitsprodukte“ für die Mediathek lassen sich nicht mit einem Sparbudget realisieren, wie nicht zuletzt beim „Digital Day“ sehr deutlich wurde. Um in der Mediathek erfolgreich zu sein, braucht es intensive Formatentwicklung, aufwendige Produktion und geeignete Maßnahmen zur Distribution.

Die Geschäftsleitung sollte sich fragen, wie wichtig ihr die Gesundheitsberichterstattung im rbb ist und wie diese zuverlässig und nachhaltig finanziert werden kann – trotz des notwendigen Sparkurses!

Berlin, im Mai 2023