Urlaubsantrag – 2G im rbb – Realisator*innen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vielen Dank erstmal für die vielen, vielen Rückmeldungen auf den letzten Newsletter. So macht Beratung Spaß! Auch wenn die Freienvertretung mit ihren begrenzten Kapazitäten manchmal kaum noch hinterhergekommen ist: Wir machen das sehr gerne. Selbst dann, wenn einige Probleme eigentlich nicht wirklich spaßig sind.

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Weil das manchmal anders dargestellt wird: Beim Urlaubsantrag hat sich nichts geändert. Das hat uns die Teamleiterin nochmal ausdrücklich bestätigt. Der unterschriebene Antrag darf sehr wohl als digitale Kopie per Mail an die Honorarabrechnung geschickt werden (Briefumschläge und -marken sind nicht erforderlich). Und es können so viele Tage auf einmal beantragt werden, wie man leserlich in das nicht ganz optimale Formular eintragen kann. Wir tüfteln übrigens noch mit den Kolleginnen an einer etwas günstigeren Formular-Gestaltung.

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Dass wir uns tatsächlich im Jahr 2022 noch Gedanken über ein sinnreiches Layout von Papieranträgen machen würden, hätten wir uns beim Start der Freienvertretung 2014 zwar nicht ernsthaft vorstellen können (die Forderung nach einem Online-Workflow gehörte zu unseren ersten Vorhaben). Aber hey, wir reden vom rbb! In dieser Woche hatten wir zum Beispiel zu prüfen, ob der Sender von seinen Freien verlangen darf, ihr digitales Windows-Benutzerkürzel („xy002“) auf einem analogen Fragebogen einzutragen. Einstweiliges Prüfergebnis: Das geht schon klar, wenn es denn tatsächlich keinen anderen Weg gibt, damit die IT erfährt, ob jemand wirklich ein Microsoft-Konto nutzt. Ausdrucken. Kugelschreiber suchen. Unterschreiben. Scannen. Mailen. #rbb2022

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Volldigital dagegen: die Versammlung der Programmdirektion am Donnerstag. Schade, dass so wenig Freie Zeit für solche Schalten haben. Den Mitschnitt findet ihr hier, und wer schon alles weiß über die Podcast-Strategie und regelmäßig von der Portfoliomatrix träumt, kann den ersten Teil ja im Schnelldurchlauf ansehen. Ab Minute 53 wird es auch für viele Kolleg*innen spannend, die nicht zur Programmdirektion gehören, Thema: 2G im rbb. Was ein längst vergessener Gesundheitsminister schon zu Beginn der Pandemie vermutete, wird uns auch im rbb sicher noch eine Weile nachhängen. Die Freienvertretung hätte sich so eine Veranstaltung zwar deutlich früher gewünscht. Aber sie war ein Anfang. #wirmüssenreden. #miteinander.

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Völlig coronafrei und auf andere Weise sehenswert auch die spontane Reaktion des Programmdirektors auf die Nachfrage unserer Kollegin von der Jugend- und Auszubildendenvertretung, nachdem er betont hatte, dass der rbb unbedingt die jungen Leute halten müsse, weil sie die Zukunft des rbb seien (ab Minute 57). Wie er das machen wolle? Spoiler: Dass der rbb seinen Auszubildenden nach zwei Jahren Anschlussvertrag wegen fehlender Stellen derzeit vor allem eine superattraktive freie Beschäftigung auf 5-Tage-Prognose zu bieten hat (absolut ohne soziale Leistungen und tarifvertraglichen Schutz), ergibt sich erst im späteren Gesprächsverlauf. Und dass für Azubis ein Bestandsschutz, der frühestens nach 20 Jahren greift, kein wirklich attraktives Angebot ist, versteht sich später fast von selbst. Auch darüber wird zu reden sein, die nächste Tarifverhandlungsrunde steht am 25.1. an.

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Was machen eigentlich die Autor*innen? Vor fünf Jahren zählte die Personalabteilung fast 140 Kolleginnen dieser Berufsgruppe. Zuletzt waren es gerade noch 17. Die Programmreform beim Kulturradio, die Abschaffung von zibb, ganz wesentlich sicher auch die Entscheidung, aus sozialversicherungsrechtlichen Gründen kaum noch Selbständige zu beauftragen. Aber auch ganz schlichter Etikettenschwindel, wie jetzt aufgefallen ist: Die Personalabteilung hat die Bezeichnung Autor*in einfach aus dem Honorarsystem für (kurze) Beiträge gestrichen. Wenn eine Redaktion jetzt jemanden beauftragt, ein Stück zu schreiben, muss sie das unter dem Label „Realisator/in“ honorieren. Die gute Nachricht: Davon zählt die rbb-Statistik immerhin 64 weitere Kolleg*innen. Die schlechte: Die allerwenigsten von ihnen sind auch Realisator*innen, sondern schreiben ihre Texte selbst (das nennt man überall sonst: Autor*innen). Das ist nicht nur kränkend für eine ganze Berufsgruppe, sondern auch: ein sachliche falsche Abrechnung.

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Das Jahr noch ganz frisch und schon urlaubsreif? Die Kolleg*innen von #wirsindnichtda nehmen noch Buchungen für den großen Freien-Oster-Urlaub entgegen.

Jetzt aber erstmal: Schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Probleme mit den Intranet-Links? Wer von außen auf das Intranet zugreift, ersetzt den URL-Anfang (https://intranet.rbb-online.de/) durch https://mein.rbb-online.de:11005/.