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MDR-Freienrat zum Dicken Brett

Aufruf „Das dicke Brett“

Mit dem Preis „Das dicke Brett“ sollen Kolleginnen und Kollegen ausgezeichnet werden, die sich mit Mut, Ausdauer, besonderem Engagement und originellen Aktionen für die Rechte freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt haben. Dazu brauchen wir eure Vorschläge! Welche Aktion hat euch beeindruckt? Welches persönliche Engagement hatte Strahlkraft? Was hat Freie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorangebracht? MDR-Freienrat zum Dicken Brett weiterlesen

Alter, was diese Woche wieder los war!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

langsam darf man es sagen: Die Einführung des „Reporterteams“ (Startschuss: Sommer 2017) befindet sich auf der Zielgeraden. Über die Spielregeln besteht weitgehend Einigkeit, nur bei der Bezahlung hüllt sich der rbb weiter in Schweigen. Für freie Kameraleute soll es einen Zuschlag für die Erschwernis geben, denn die Unterstützung durch die EB-Techniker fällt ja weg. Wir halten 50 Euro für angemessen. Alter, was diese Woche wieder los war! weiterlesen

Alter, was diese Woche wieder los war!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die am letzten Freitag veröffentlichte Studie zur sozialen Lage der freien Mitarbeiter*innen in den öffentlich-rechtlichen Anstalten hat ein mediales Echo gefunden. Wenn ihr uns auf Facebook folgt (https://www.facebook.com/freienvertretung/), dann habt ihr die jeweils aktuellen Veröffentlichungen mitbekommen. Vor allem die Medienmagazine haben die Ergebnisse aufgegriffen und weitere Fragen gestellt. Wie sieht es zum Beispiel mit dem Nachwuchs in den Landesrundfunkhäusern aus? Gar nicht gut, hat das Medienmagazin „mediasres“ des Deutschlandfunks recherchiert.

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Alter, was diese Woche wieder los war!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, so viel ist sicher, wir machen Fortschritte. Fragt sich nur: Wohin eigentlich? Und: In welchem Tempo?

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Mit Bezug auf den Honorarrahmen Programm ist der Fortschritt definitiv eine Schnecke. Die gute Nachricht im Vergleich zur letzten Woche: Statt eines Verhandlungstermins erst im März gibt es jetzt immerhin eine Arbeitssitzung im kleinen Kreis (nächste Woche Donnerstag). Die schlechte Nachricht: Jeder Tag, den die Verhandlungen länger dauern, spart dem rbb 10.000 Euro (allein für die erste Anpassungsstufe, bei einer Angleichung auf Festen-Niveau sind es eher 25.000). Wer sich über die bisherige Verhandlungsbilanz klar werden möchte: Begonnen haben die Verhandlungen heute vor 4889 Tagen.

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Gar nicht schnell genug gehen kann es dagegen bei der senderweiten Einführung von MoJo (= Mobile Journalists = Mobiltelefon-Journalisten = iPhone-VJ). Nach dem Testlauf bei zibb mit drei MoJo-Köfferchen hat der rbb jetzt auf 40 Exemplare aufgestockt und hätte es am liebsten, dass die Abendschau-, BA- und Sportkolleg*innen ab sofort damit losziehen, ganz ohne Team. Der Personalrat hat erstmal auf Stopp gedrückt und auch die Freienvertretung hat noch Fragen, vor allem zur Arbeitszeit, Belastung und zum Honorar.

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Auf der Zielgeraden ist das so genannte „Reporterteam“ (= 1-Personen-Team = der Kameramensch übernimmt alleine die bisherigen Aufgaben der EB-Technik). Der Sender will vom Probe- zum Regelbetrieb übergehen, dazu sollen die Kameramenschen zum Fahren des EB-Autos verpflichtet werden. Die Freienvertretung fordert mit dem Personalrat: Einen klaren Kriterienkatalog für (un)geeignete Einsätze, einen fairen Zuschlag für die Mehrarbeit und vor allem: Freiwilligkeit. Wer nicht mitmachen will, darf dadurch keine Nachteile haben. Heute Abend (nach Redaktionsschluss) will die Abteilung den Betroffenen ihr Angebot vorstellen, gestern Abend haben sich die freien und festen EB- und Kamerakolleg*innen schon mal intern eingestimmt. Die Freienvertretung durfte dabei sein und kann bezeugen: Die wissen, wie man kämpferisch-solidarisch seine Interessen durchsetzt!

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Und das macht Schule: Aufstehen statt Wegducken sehen wir in immer mehr Abteilungen. Die Freien eines ganzen Bereichs im Play-Out-Center haben gemeinsam eine Anwältin beauftragt, ihre Rechte zur Not gerichtlich durchzusetzen. Nächste Woche will das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg dazu einen Musterfall entscheiden. Den Mund aufmachen kann man natürlich auch ohne Rechtsbeistand. In der Programmpräsentation wählen die Freien gerade Sprecher*innen. Die Cutter*innen fordern, dass sich die Arbeitsverdichtung und neue Abläufe in den Honoraren widerspiegeln. EB-Techniker sind längst für Live-Schalten, Streams und komplexe Tonaufnahmen verantwortlich – aber der Honorarrahmen Produktion von 2013 bildet vor allem die Anforderungen aus der Welt von gestern ab. Oder auch gar nichts, so wie bei den Fahrer*innen. Für ihre Arbeit gibt es nicht einmal ein Tarifhonorar, der Sender zahlt knapp über Mindestlohn. Macht nicht mal 80 Euro am Tag. Ein festangestellter Fahrer nach Tarifgruppe H mit zwei Kindern bekommt mehr als das Doppelte. Angleichen ist wie wertschätzen, nur krasser. Festanstellung wäre natürlich auch eine Lösung.

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Dass „Gute Arbeit auch für Freie“ mal ein Thema für Wissenschaftler und den Bundestag sein würde – wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht? Die erste große „Studie zur sozialen Lage der freien Mitarbeiter*innen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ wird am nächsten Freitag vorgestellt. Selbstverständlich, dass Bundestagsabgeordnete darüber nicht nur mit ARD-Intendant Metgzer (Radio Bremen) diskutieren, sondern auch mit der rbb-Freienvertretung. #fortschritt. Wer dabei sein will: 25.1., 17 Uhr, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin.

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Zum Schluss noch ein Dickes Brett. Der gleichnamige Preis des ARD-Freienrats steht noch für zwei Monate noch bei uns im Büro – in Vertretung für die Aktivisten der Legalize-it-Kampagne, ohne die 520 rbb-Freie heute keinen Bestandsschutz hätten. Im April wird die Jury auf dem ARD/ZDF-Freienkongress in Leipzig einen neuen Preisträger für das Brett bestimmen. Macht der SWR mit seinem brandneuen Bestandsschutz-Tarifvertrag das Rennen? Die kämpferischen Kolleg*innen der Deutschen Welle? Die tolle Mailingliste der Deutschlandradio-Freien? Eure Vorschläge sind gefragt.

Ein schönes Wochenende wünscht

Eure Freienvertretung

Alter, was dieses Jahr wieder los sein wird!

++++++Newsletter der Freienvertretung+++++++

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir hoffen, ihr seid gut ins Jahr 2019 gestartet. Die ersten ersten Tage in der Freienvertretung verliefen noch relativ ruhig. Erst nächste Woche geht es wieder so richtig los – mit wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft der rbb-Freien: Am Mittwoch, den 9.1. werden die Verhandlungen über den Honorarrahmen Programm fortgesetzt, am Donnerstag beginnen die Verhandlungen über den Regelbetrieb des Reporterteams („Ein-Personen-Team“). Für die Gewerkschaften bzw. die Freienvertretung geht es in beiden Verhandlungsrunden darum, zumutbare Arbeitbedingungen und eine gerechte Bezahlung für uns Freie zu erreichen.

Bis dahin solltet ihr die Zeit für eine kurze Bestandsaufnahme zum Jahresbeginn nutzen: Ist alles Wichtige aus Freiensicht erledigt? Unsere angehängte „Checkliste 2019“ hilft, den Blick fürs Wesentliche zu bewahren: von A wie Arbeitszeugnis, über B wie Bestandsschutz, F wie Familiensonderzahlung bis W wie Wahlerklärung.

2019-01-04 Checkliste 2019

Viel Spaß beim Lesen und Ankreuzen!

Eure Freienvertretung