Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts zu Beendigungen

Nach der Klage der Freienvertertung wegen der Mitwirkung bei Beendigungen hat das Bundesverwaltungsgericht gestern seine Urteilsbegründung veröffentlicht. Es bestätigt leider die Auffassung des Verwaltungsgerichts: Das Freienstatut der Intendantin sieht lediglich die Mitwirkung der Freienvertretung vor dem letzten Beschäftigungstag vor, nicht vor der schriftlichen Mitteilung. Das bedeutet: Eine (An-)Kündigungsfrist vergleichbar mit Angestellten sollen Freie nicht haben. Ändern könnte dies die Intendantin – oder die Landesparlamente, die bei den Freienrechten das letzte Wort haben.

Sondierungen zum Honorarrahmen beendet

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum dritten und letzten Mal haben heute die Gewerkschaften mit den Vertretern der Geschäftsleitung sondiert, ob die Verhandlungen über einen neuen Honorarrahmen im Programm fortgesetzt werden. Wir haben vereinbart, dass der rbb den Gewerkschaften bis Ende Mai ein neues schriftliches Angebot für eine stufenweise Anhebung auf Festangestellten-Niveau unterbreitet. Auf dieser Basis werden die Gewerkschaftsgremien dann entscheiden können, ob das Ziel einer Angleichung auf diesem Weg erreichbar ist und ob die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Euer Verhandlungsteam

DJV-Info zur Protestaktion gestern

„Gleiche Arbeit, gleiches Geld, sonst ist Schluss mit heiler Welt!“

Beim rbb erhöhen die freien Programmacher den Druck auf die Geschäftsleitung. Die Verhandlungen über einen neuen Honorarrahmen sind derzeit unterbrochen, weil der rbb kurz vor Weihnachten ein Angebot unterbreitet hatte, das Mindesthonorare weit unter dem heutigen Durchschnitt vorsah. Mit der Plakataktion und einem lautstarken Protest am vergangenen Dienstag beim Programmdirektor wollen die Freien Bewegung erzwingen. Seit fast 13 Jahren verhandeln die Gewerkschaften erfolglos über einen gemeinsamen Honorarrahmen fürs Programm, bis heute gelten die völlig überholten Regelungen des ORB bzw. SFB weiter. Im Schnitt bekommen freie rbb-Redakteure 220 Euro am Tag, in etwa so viel wie festangestellte Programmassistent(inn)en. Die Freien fordern eine Erhöhung ihrer Honorare auf mindestens das Niveau ihrer festangestellten Kolleginnen und Kollegen.

ver.di-Pressemitteilung zur Protestaktion gestern

Berlin, 6. Februar 2018

Erste öffentliche Protestaktion zum ausstehenden Honorarrahmen

Freie Mitarbeitende im rbb fordern:

„Gleiches Geld für gleiche Arbeit – egal ob Fest oder Frei!“

Heute morgen haben mehr als 100 freie Kolleginnen und Kollegen im Lichthof des rbb – Haus des Rundfunks – lautstark und phantasievoll ihrem Unmut Luft gemacht.

Die Hälfte der rund 3600 Beschäftigten im rbb sind freie Kolleginnen und Kollegen! Seit mehr als 14 Jahren verhandeln die Gewerkschaften mit dem rbb nun schon die längst überfällige Überarbeitung und Harmonisierung des Honorarrahmens. Unsere Maxime dabei: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“

Davon ist der rbb aber noch weit entfernt. Bis heute hat der rbb kein verhandelbares Angebot für einen fairen und vernünftigen Honorarrahmen vorgelegt.

Der heutige erste öffentliche Protest hat deutlich gemacht: Nur wenn sich der rbb deutlich in Richtung höhere und gerechtere Honorare bewegt, wird es mit uns einen neuen Honorarrahmen geben.

Bis dahin gehen die Proteste weiter!

Der Senderverband ver.di im rbb