ver.di-Pressemitteilung zur Protestaktion gestern

Berlin, 6. Februar 2018

Erste öffentliche Protestaktion zum ausstehenden Honorarrahmen

Freie Mitarbeitende im rbb fordern:

„Gleiches Geld für gleiche Arbeit – egal ob Fest oder Frei!“

Heute morgen haben mehr als 100 freie Kolleginnen und Kollegen im Lichthof des rbb – Haus des Rundfunks – lautstark und phantasievoll ihrem Unmut Luft gemacht.

Die Hälfte der rund 3600 Beschäftigten im rbb sind freie Kolleginnen und Kollegen! Seit mehr als 14 Jahren verhandeln die Gewerkschaften mit dem rbb nun schon die längst überfällige Überarbeitung und Harmonisierung des Honorarrahmens. Unsere Maxime dabei: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“

Davon ist der rbb aber noch weit entfernt. Bis heute hat der rbb kein verhandelbares Angebot für einen fairen und vernünftigen Honorarrahmen vorgelegt.

Der heutige erste öffentliche Protest hat deutlich gemacht: Nur wenn sich der rbb deutlich in Richtung höhere und gerechtere Honorare bewegt, wird es mit uns einen neuen Honorarrahmen geben.

Bis dahin gehen die Proteste weiter!

Der Senderverband ver.di im rbb

„Völlige Unkenntnis der realen Arbeitsbedingungen“

Ein Interview mit VJ-Sprecher Jan Wiese

Jan Wiese, der seit vielen Jahren für unterschiedliche Redaktionen des rbb als Videojournalist arbeitet, hat an der Gefährdungsbeurteilung (kurz GBU) für Videojournalisten teilgenommen. Die ist im letzten Jahr von der Fa. Caro durchgeführt worden. Arbeitspsychologen haben Arbeitsbedingungen, Workflow und psychische Belastungen der VJ unter die Lupe genommen. GBUs sind übrigens gesetzlich vorgeschrieben. Sie liefern Erkenntnisse darüber, ob Arbeitsbedingungen angemessen sind. Gibt es Kritik oder Klagen von Mitarbeiter_innen,  ist der Arbeitgeber angewiesen, geeignete Maßnahmen zur Verbesserung einzuleiten.
Die Freienvertretung hat mit Jan Wiese über seine Erfahrungen als „GBU-Forschungsobjekt“ gesprochen und wollte seine Einschätzung zu den Ergebnissen der GBU erfahren. Hier seine Antworten.
„Völlige Unkenntnis der realen Arbeitsbedingungen“ weiterlesen

Gleiches Geld für gleiche Arbeit!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das war eine tolle Woche! Und die nächste hat es auch in sich.

Vielen Dank an alle, die Mittwoch so kurzfristig in den Kleinen Sendesaal gekommen sind. 120 Leute haben sich klar und deutlich hinter das Verhandlungsteam der Gewerkschaften gestellt:

Gleiches Geld für gleiche Arbeit! Egal, ob fest oder frei. Gleiches Geld für gleiche Arbeit! weiterlesen

Jetzt unterschreiben: Offener Brief an Frau Schlesinger

Wir sammeln noch Unterschriften für den offenen Brief der Programm-Freien an Frau Schlesinger. Bitte druckt euch die Vorlage aus und sammelt Unterschriften in euren Bereich. Die Bögen bitte bis zum nächsten Dienstag in der Freienvertretung abgeben. Selbstverständlich dürfe alle unterschreiben, auch Feste und NPG-Freie – Solidarität ist schließlich keine Frage des Vertragsverhältnisses!

2018-01-10-Offener-Brief

Kleiner Sendesaal, 13 Uhr – Honorare im Programm

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser Treffen wegen der künftigen Honorare im Programm findet morgen,

  • Mittwoch, 10.1.,
  • von 13-14 Uhr
  • im Kleinen Sendesaal (Haus des Rundfunks, Berlin)

statt.

Bitte kommt alle und bringt noch jemanden mit! Wir müssen klären, ob die Tarifverhandlungen gescheitert sind und wie wir endlich faire Honorare bekommen.

Beste Grüße,
Euer Verhandlungsteam

Programm-Honorare: Wichtiges Treffen am 10.1., 13 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
schlechte Neuigkeiten wegen der neuen Honorare im Programm.

Nach einer monatelangen Hängepartie hat der rbb den Gewerkschaften jetzt einen „Vorschlag“  für den Programm-Honorarrahmen gemacht. Er ist so enttäuschend, dass wir erst mit euch besprechen müssen, ob wir überhaupt darüber verhandeln sollen. Programm-Honorare: Wichtiges Treffen am 10.1., 13 Uhr weiterlesen

4653 Tage, kein Honorarrahmen

  • Das erste offizielle Gespräch über den Honorarrahmen fand statt vor 4653 Tagen.
  • Die Verhandlungen wurden verlegt in Arbeitsgruppen vor 4062 Tagen.
  • Die Programmdirektion benennt einen neuen Verhandlungsführer vor 2846 Tagen.
  • Zum ersten Mal gerissen wurde der angestrebte Termin vor 2339 Tagen.
  • Vor 1346 Tagen wurden die Verhandlungen ausgesetzt.
  • Vor 1198 Tagen gingen sie weiter.
  • Zum zweiten Mal gerissen wurde der angestrebte Termin vor 1242 Tagen.
  • Patricia Schlesinger wird Intendantin vor 694 Tagen.
  • Die HA Personal formuliert den Verhandlungsentwurf um vor 527 Tagen.
  • Das letzte inhaltliche Arbeitstreffen fand statt vor 453 Tagen.
  • Der letzte verabredete Termin wurde abgesagt vor 376 Tagen.
  • Eine neueste Version des Entwurfes wurde schriftlich vorgelegt vor 257 Tagen.
  • Ergänzt um Honorarsätze wurde es schriftlich vorgelegt vor 157 Tagen. Die Gewerkschaften wollen darüber nicht verhandeln und fordern Nachbesserungen.
  • Nach drei Sondierungsrunden will der rbb ein neues Angebot vorlegen in spätestens 4 Tagen.

Fragen zum Bestandsschutz

Ein typisches Beratungsgespräch in Sachen Bestandsschutz läuft ungefähr so:

Ich habe Post vom rbb bekommen. Ein Honorarrahmenvertrag. Das klingt ja erstmal super – aber kann man das wirklich unterschreiben?

Na hoffentlich! Die Gewerkschaften haben hart verhandelt. Es gibt garantierte Aufträge bis zur Rente, Familienzuschlag, Geld für die Altersversorgung. Aber nur, wenn man unterschreibt, sonst nicht. Bitte natürlich vorher prüfen, ob alles stimmt.

Da steht so eine Zahl von Tagen, die mir garantiert werden sollen. Das ist deutlich weniger als meine Prognose. Da stimmt doch was nicht!? Fragen zum Bestandsschutz weiterlesen