Alle Beiträge von admin

Ende von 2G + Quarantäne-Honorierung + Freienkongress

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

eigentlich sollte dieser Newsletter mit einem Silberstreif am Horizont beginnen… Silberstreif deshalb, weil sich eine Entspannung in Sachen Pandemie abzeichnet. Bald wieder einfachere Arbeitsbedingungen für uns alle, weniger Einschränkungen. Schöne Aussichten für den nahenden Frühling – doch die aufkeimende Euphorie hat der Angriff auf die Ukraine im Keim erstickt. Jetzt herrscht bei vielen von uns wohl eher ein mulmiges Gefühl vor…

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Osterurlaubssperren ++ Diversitystrategie ++ Freienvertretung zieht um

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sind die Freien schuld daran, dass die Festen in diesem Jahr keinen Osterurlaub machen dürfen? Darüber wird offenbar gerade in einigen Redaktionen diskutiert. Dort wurden Urlaubssperren für Festangestellte verhängt, weil viele Freie für die Zeit ab dem 11. April Sperrtage angegeben oder sogar schon Urlaubsentgelt beantragt haben. Die Freienvertretung kann verstehen, dass sich so manch feste*r Kolleg*in darüber massiv ärgert, möchte aber für Verständnis und eine differenzierte Sichtweise werben.

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Gleiche Arbeit + Gleiches Geld + Gleiche Rechte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Freie sollen nicht schlechter gestellt sein als Feste“. Das ist seit 2014 die wahrscheinlich wichtigste Maxime der Freienvertretung. Wenn die Geschäftsleitung diesen Satz nun umdreht und in den Tarifverhandlungen zur Beschäftigungssicherung den Gewerkschaften die Bedingung stellt: „Freie sollen nicht besser gestellt sein als Feste“. Dann ist es leicht, das als platte Arbeitskampfrhetorik abzubuchen. Und hoffnungslos naiv, darin eine historische Chance zu sehen.

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Tarifverhandlungen um Beschäftigungssicherung: Gewerkschaften sorgen mit neuem Angebot für Bewegung

rbb und Gewerkschaften haben sich am heutigen Dienstag zum fünften Mal getroffen, um über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung für freie Mitarbeiter*innen zu verhandeln. Dabei haben die Gewerkschaften einen neuen Vorschlag eingebracht, um Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen zu bringen.

Er soll einen Kompromiss zwischen dem Bedürfnis der Freien nach sozialer Sicherheit und dem Wunsch des rbb nach Flexibilität im Programm möglich machen. Gleichzeitig soll das Risiko reduziert werden, dass durch eine „harte Kante“ viele Freie von der Beschäftigungssicherung ausgeschlossen werden, indem der rbb die Zusammenarbeit mit ihnen vor Erreichen der Grenze beendet.

Und darum geht es bei dem Gewerkschaftsvorschlag:

Der Beendigungsschutz beginnt im Vergleich zum rbb-Angebot deutlich früher – nach sechs Jahren. Allerdings würde das geschützte Honorar (rbb-Angebot: 80 Prozent nach 20 Jahren) zunächst niedriger liegen, dafür aber über die Jahre deutlich anwachsen. 

Die rbb-Delegation will den Vorschlag nun prüfen – am 16. März soll weiterverhandelt werden.

Wir wollen wissen, was ihr von dem neuen Verhandlungsangebot haltet, und möchten mit euch über die nächsten Schritte hin zu einer Beschäftigungssicherung für alle Freien diskutieren. Wir brauchen euer Feedback und eure Ideen!

Auf einer Freienversammlung via Teams am Mittwoch, 9.2. um 17 Uhr wollen wir euch informieren und mit euch reden.

Klicken Sie hier, um an der Besprechung teilzunehmen

Eure gewerkschaftliche Verhandlungsdelegation

ver.di: Marika Kavouras, Dagmar Bednarek, Kathlen Eggerling, Andrea Mavroidis
DJV: Christoph Reinhardt, Christoph Hölscher, Michael Hirschler

Tarifverhandlungen + Ausgleichszahlungen + Freienkongress

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Freienvertretung schaut schon gebannt auf die kommende Woche. Am Dienstag wird noch einmal über eine Beschäftigungssicherung für feste Freie verhandelt. Wenn die Tarifparteien sich tatsächlich auf einen Weg einigen könnten, dann würden wohl wirklich neue Zeiten für den rbb und seine Freien anbrechen. Könnte, hätte, wäre, wenn. Und wenn nicht?

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Keine Annäherung bei der Beschäftigungssicherung

In der vierten Verhandlungsrunde über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung für arbeitnehmerähnliche Freie haben sich die Delegationen des rbb und der Gewerkschafen zwar intensiv über unterschiedliche Regelungsmöglichkeiten ausgetauscht. Zu einer Annäherung der Positionen kam es allerdings nicht, im Gegenteil:

  • Der rbb will einen Beendigungsschutz frühestens nach 20 Jahren anbieten, wobei er auch nach 20 Jahren noch das Recht auf „normale“ betriebsbedingte Kündigungen behalten will. Erst nach 35 Jahren sollen Freie nur noch aus wichtigem Grund gekündigt werden können.
  • Damit der Sender die Freien nicht kurz vor Erreichen des Beendigungsschutzes beendet, haben die Gewerkschaften eine Regelung gegen mögliche systematische Verhinderung vorgelegt. Der rbb hat dies grundsätzlich abgelehnt …
  • … und umgekehrt angekündigt, dass er im Falle der Regelung eines Beendigungsschutzes von Personen sehr genau prüfen werde, wen er unter solchen Umständen noch über die Schutzgrenze hinaus beschäftigen werde. Das bedeutet letztlich: Je besser die Freien auf dem Papier geschützt sind, desto eher wirft der rbb die Freien raus!

Durch diese Positionierung gefährdet der rbb die weiteren Verhandlungen. Denn diese Bedingungen des rbb würden eine wirksamen Beschäftigungssicherung völlig aushöhlen und die soziale Sicherheit der Freien eher verringern als fördern. Langjährige Freie brauchen aber genauso viel soziale Sicherheit wie ihre angestellten Kolleg*innen.

Die Gewerkschaften haben dem rbb weitgehende Zugeständnisse gemacht, die die Arbeitnehmerähnlichen mit Beschäftigungssicherung beim Wegfall ihrer bisherigen Einsatzgebiete zu Umschulungen und Fortbildungen verpflichten würde. Außerdem haben wir Entgegenkommen bei den mindesten erforderlichen Beschäftigungszeiten signalisiert. Wir werden aber keinen Tarifvertrag abschließen, der den Beendigungsschutz auf die St.-Nimmerleinstag verschiebt und nicht wirksam gegen systematische Verhinderung gesichert ist.

Wir haben mit dem rbb noch eine Verhandlungsrunde am 8. Februar vereinbart, auf dem wir versuchen wollen, die Gegensätze zu überbrücken.

Euer Verhandlungsteam

ver.di: Marika Kavouras, Dagmar Bednarek
DJV: Christoph Reinhardt, Christoph Hölscher, Michael Hirschler, Lojain Al Holu

2G und die Folgen + Freie im Podcast + Beschäftigungssicherung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ganz ehrlich: die allermeisten von uns sind davon ausgegangen, dass Corona im Jahr 2022 Geschichte sein wird, oder?! Aber nicht nur die Infektionszahlen gehen gerade durch die Decke, auch unsere Arbeitsbedingungen erfahren keinerlei Entspannung. Im Gegenteil: der rbb hat die internen Corona-Maßnahmen bis Ende März verlängert. Dazu gehört auch, dass der Sender nur noch von geimpften oder genesenen Personen betreten werden darf. Die Zutrittsbeschränkung, die seit kurz vor dem Jahreswechsel gilt, hat viele überrascht, einige verärgert. Bis Februar müssen die Zugangsregeln upgedatet werden.

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