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rbb will verhandeln

Liebe Kolleg*innen,

am Freitag, 3. September, haben wir uns fast vier Stunden lang mit den Vertreter*innen der rbb-Geschäftsleitung über unsere Forderung nach Bestandsschutz für arbeitnehmerähnliche Freie ausgetauscht. Der rbb hat uns dabei versichert, dass er mit den Gewerkschaften eine tarifvertragliche Beschäftigungssicherung für langjährige Freie vereinbaren will. Eine Übernahme des NPG-Bestandsschutz-Tarifvertrages komme für den rbb zwar nach wie vor nicht in Betracht, Ziel solle es aber sein, den bestehenden (12a-)Tarifvertrag für Arbeitnehmerähnliche, der auch für programmgestaltende Freie gilt, um geeignete Regelungen zu ergänzen. Vorbilder könnten entsprechende Tarifverträge anderer Sender sein.

Wir nehmen dieses Angebot ernst und wollen so schnell wie möglich die Verhandlungen aufnehmen.

Aus unserer Sicht kommt vor allem der 12a-Tarifvertrag des SWR in Betracht, auch wenn die dort vereinbarte Honorarstruktur für den rbb kein Verhandlungsgegenstand sein soll. Wir hoffen, dass wir uns jetzt sehr schnell auf konkrete Eckpunkte für die neuen Regeln verständigen können.

Die Verhandlungsdelegation

  • Dagmar Bednarek (ver.di)
  • Kathlen Eggerling (ver.di)
  • Christoph Hölscher (DJV)
  • Marika Kavouras (ver.di)
  • Andrea Mavroidis (ver.di)
  • Christoph Reinhardt (DJV)

Frei im September + CNC + Ohren und Augen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wichtige Ereignisse werfen ihre Schatten normalerweise voraus, manchmal aber auch nicht! Besser gesagt: erst in einer Woche um diese Zeit werden wir wissen, ob das erneute Treffen nächsten Freitag zwischen rbb und Gewerkschaften solch ein wichtiges Ereignis geworden ist. Es geht um den Dauerbrenner: #bestandsschutzfüralle! Die Freienvertretung hat bislang keinen Hinweis darauf, dass sich an der Verhandlungsfront etwas getan hätte. Aber wir lassen uns gerne vom Gegenteil überraschen. Klar ist nur, dass die Gewerkschaften DJV und ver.di den rbb zu Tarifverhandlungen über einen Bestandsschutz-Tarifvertrag für alle freien Kolleg*innen in Programm und Produktion aufgefordert haben. Sollte der rbb die Verhandlungsaufforderung ablehnen, wollen die Gewerkschaften „Maßnahmen“ ergreifen. Das könnte ein Warnstreik am 20. September sein – der Tag, an dem freie Kolleg*innen mit ihrem Protest beginnen wollen.

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rbb sucht Freie +++ Protest im September +++ Stimmung im Haus

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Freie werden gebraucht. Dringender denn je. Sagten diese Woche unsere Führungskräfte bei verschiedenen Gelegenheiten. Vor allem rund um das CNC und in den aktuellen Nachrichtenformaten sei das Personal knapp. Deshalb plant der rbb externe Ausschreibungen für neue Reporter*innen in freier Mitarbeit. Die Freienvertretung wundert sich: Gibt es denn gar keine Kapazitäten mehr bei den Freien im Haus? Etwa bei den Kolleg*innen, die Ende des Jahres ihren Job bei zibb verlieren werden?

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Regelaufwände Honorarrahmen Programm ++ Ausgleichszahlung Bestandsschutz ++ Impfung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist schon eine merkwürdige Zeit, momentan. Irgendwie zwischen Sommerloch und steigenden Corona-Inzidenzen. Eigentlich alles ziemlich entspannt – mit Blick auf die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen im Arbeitsalltag – dann doch wieder nicht so richtig!

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Und dann hätte es in dieser Woche doch noch einen Höhepunkt geben können, kurz vorm Wochenende. Die Tarifparteien – also rbb und Gewerkschaften – haben sich heute getroffen, um den Honorarahmen Programm, genauer gesagt, die sog.  „Regelaufwände“ unter die Lupe zu nehmen. Diese Evaluierung nach anderthalb Jahren war beim Abschluss des Tarifvertrages verabredet worden. Doch dann war die Verhandlungsrunde heute ziemlich schnell am Ende, weil aus Sicht der Gewerkschaften keine Daten vorlagen, die man hätte evaluieren können. Dumm gelaufen! Was war passiert?

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Die auf dem Prüfstand stehenden Regelaufwände sind seinerzeit in den Honorarrahmen hineingeschrieben worden, um den tatsächlichen Arbeitsaufwand bei der Erstellung eines Beitrages angemessen zu honorieren. Dabei sollten „Werke“ und „Dienste“ vergleichbar sein, damit eine Redaktion nicht automatisch die günstigere Variante einkauft. Im Honorarrahmen ist die Regel deshalb der „8-Stunden-Dienst“, für den ein bestimmtes Honorar hinterlegt ist. Ein „Werk“, also ein HF- oder FS-Beitrag orientiert sich an dieser Marke. Kann das Werk jedoch nicht in 8 Stunden geschafft werden, muss die Höhe des Mehraufwandes im Vorhinein besprochen und festgelegt werden. Und hier scheint etwas mächtig schief gelaufen zu sein! Offensichtlich ist der Mehraufwand in den Redaktionen nicht dokumentiert worden – oder sollte es ihn so gut wie nie gegeben haben? Kann nicht sein, wie wir von Kolleg*innen wissen! Jetzt will die Kommission prüfen, ob womöglich ein weiterer Untersuchungszeitraum von einem Jahr aussagekräftigere Daten liefern könnte. Nun unter der konkreten Maßgabe, den tatsächlichen Aufwand für einen Beitrag konsequent aufzuschreiben.

Dafür brauchen wir auch UNBEDINGT eure Mithilfe! Bitte meldet euch (massenhaft) bei der Freienvertretung und sagt uns, welche Erfahrungen ihr mit den sog. „Regelaufwänden“ gemacht habt. Kriegt ihr die Beiträge im Rahmen der hinterlegten Zeiten hin? Fällt Mehraufwand an? Wenn ja, in welchem Maße? Wie dokumentiert ihr die zusätzliche Arbeit? Was macht die Redaktion mit den Angaben?

Mitte September tritt die Kommission erneut zusammen, um zu beschließen, wie es weitergeht. Wäre toll, von euch bis dahin schon entsprechende Rückmeldungen zu bekommen!

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Gemeldet haben sich schon bestandsgeschützte Kolleg*innen, die aufgrund der pandemischen Auftragslage oder aufgrund von Umstrukturierungen weniger Einsätze als geplant bekommen. Tariflich zugesichert können sie auf eine Ausgleichszahlung am Ende des Jahres hoffen.  Doch bei nicht wenigen fehlt im laufenden Jahr das nötige Kleingeld, um pünktlich die Miete bezahlen zu können.  Die betroffenen Kolleg*innen können zwar einen Antrag auf Abschlagszahlung stellen. Der wird in der Regel auch positiv beschieden, wenn er begründet ist. Die Abschlagszahlungen sind jedoch deutlich geringer als die regulären Honorare, betragen max. die Hälfte. Für etliche Kolleg*innen zu wenig. Die Personalabteilung, mit der wir das Thema besprochen haben, kann das nachvollziehen und hat zugesichert, über die Höhe der Abschlagszahlungen noch einmal nachzudenken und ggf. nachzubessern. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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Im rbb gelten ja (mindestens) bis Ende September noch die erlernten AHA-Maßnahmen und die 3G-Formel! Alle, die aus irgendwelchen Gründen  bislang keine Gelegenheit hatten, ihre Zweitimpfung zu bekommen, können das (über den rbb) noch nachholen. Allerdings wird nicht mehr an den Standtorten in Berlin oder Potsdam geimpft. Der betriebsärztliche Service des rbb, die Medical-Airport-Services, bietet immer freitags einen Impftermin in der Prinzenallee in Gesundbrunnen an. Termine können über arbeitsmedizin-B@medical-gmbh.de direkt vereinbart werden.

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Womöglich ist es den Urlaubsheimkehrern unter euch zu früh, jetzt schon wieder an Urlaub zu denken? Obwohl, Vorfreude soll ja die schönste Freude sein… Nach dem Entspannungsurlaub auf Malle könnte nun zum Beispiel Fitness für die grauen Zellen angesagt sein? Stichwort: Bildungsurlaub! Der wurde lange Zeit wg. Corona nicht genehmigt. Seit einiger Zeit kann er nun wieder beantragt werden. Arbeitnehmerähnlichen freien Kolleg*innen stehen 5 Tage pro Jahr oder 10 Tage in zwei Jahren zu. Wichtig ist, dass der Antrag 6 Wochen vor der geplanten Maßnahme eingereicht wird, und zwar bei gabriele.krenge@rbb-online.de. Unabhängig vom Standort gilt das Berliner Bildungsurlaubsgesetz. Die entsprechende Maßnahme sollte der beruflichen oder politischen Weiterbildung dienen und von der Senatsverwaltung als Bildungsurlaub anerkannt sein. Wer noch Inspirationen braucht, findet sie womöglich hier: Maßnahmen. Den Bildungsurlaub gibt es zusätzlich zu den 43 Urlaubstagen, die allen arbeitnehmerähnlichen Freien zustehen. Hier noch einmal alle Infos kompakt zusammengefasst.

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Wir wussten es ja schon lange, aber jetzt hat es auch die Geschäftsleitung erkannt: die Freienvertretung ist gut für die Gesundheit (der Freien)! Ein Kollege hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass in der neuen Jobbörse light für freie Mitarbeitende mit Namen „Freies Brett“ im Intranet (wir berichteten im Newsletter vom 16. Juli) ausdrücklich mit dem gesundheitlichen Benefit durch die pure Existenz der Freienvertretung geworben wird! Dort heißt es unter der Überschrift „Uns ist wichtig“:

„Ihre Gesundheit: Unseren freien Beschäftigten bieten wir Sportgemeinschaften, einen betriebsärztlichen Dienst, eine Kantine sowie eine eigene Interessenvertretung für freie Mitarbeitende.“

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Jawoll! Da bleibt uns nur noch, euch ein gesundes 😉 und entspanntes Wochenende zu wünschen

Eure Freienvertretung

Mehr sein durch Nein + Bestandsschutz für alle + Zuschüsse mitnehmen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

irgendwann im Leben muss der Mensch ja lernen, Nein zu sagen. Freie sowieso! Wie frei ist man denn, wenn man nicht jederzeit und lockerflockig seinem Chef ein lässiges „Nein!“ zurufen kann? Zugegeben, der Freienvertretung fällt das genauso schwer wie den meisten – sammelt aber berufsmäßig immer neue praktische Beispiele dafür, wie segensreich so ein klares Nein sein kann. Wir präsentieren: Den Wochen-Trainingsplan gegen den (inneren) Schweinehund.

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Sondierungsgespräch zum Bestandsschutz gescheitert

Der rbb lehnt Verhandlungen über einen Bestandsschutz- Tarifvertrag auch für die programmgestaltenden Freien ab. Das ist das Ergebnis der Sondierung von DJV und ver.di mit Vertreter*innen des rbb. rbb-Verhandlungsführerin und Personalchefin Sylvie Deléglise konstatierte, dass es „auf keinen Fall“ eine tarifliche Regelung zur Beschäftigungssicherung für diese Mitarbeiter*innen geben werde.

Obwohl wir seit langem auf die guten Erfahrungen beim SWR mit solch einem Tarifvertrag ebenso hinweisen wie auf den Erfolg des NPG-Bestandsschutz-Tarifvertrags des rbb, will die Geschäftsleitung beim rbb keine vergleichbare Regelung für alle Freien einführen.

Von Seiten des rbb sind keine weiteren Verhandlungsangebote gemacht worden. Die Gewerkschaften halten an der Forderung nach Bestandsschutz für alle Freien fest.

Die Verhandlungsdelegation

Dagmar Bednarek (ver.di)
Christoph Hölscher (DJV)
Marika Kavouras (ver.di)
Christoph Reinhardt (DJV)