Einigung bei Bestandsschutz und Tariferhöhung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

diese Woche war zwar kurz, hat es aber in sich.

  • Schöne Sache: Die (zwei)jährlichen Honorar- und Gehaltstariferhöhungen sind durch – rückwirkend zum 1. Oktober gibt es 2,2 Prozent mehr, 2018 nochmal 2,35 Prozent.
  • Mindestens genauso schön: Die Tarifparteien haben jährlich 440.000 Euro zurückgestellt, mit denen der 12a-Tarifvertrag verbessert werden soll. Stichworte: Zahlung bei Krankheit ab dem 1. Tag, Familienzuschlag, Pflegzeiten. Die im Januar ausgesetzten Verhandlungen sollen noch in diesem Jahr weitergehen.
  • Am schönsten: Der Bestandschutztarifvertrag für NPG-Freie ist nunmehr auch offiziell unter Dach und Fach (die Zustimmung der Gremien steht noch aus). Dieser Tarifvertrag wird für viele hundert nicht Programm gestaltender Freier die soziale Sicherheit wesentlich verbessern und setzt neue Maßstäbe für einen fairen Umgang mit allen Freien. Wir danken allen Unterstützern der Legalize-it-Kampagne. Allen voran unserer Kollegin Marika Kavouras von ver.di, deren Anteil an diesem wichtigen Erfolg man nicht hoch genug schätzen kann.
  • Nicht ganz so schön: Im Oktober wird es wohl nichts mehr mit einer Fortsetzung der Verhandlungen zum Honorarrahmen Programm. Wir warten auf Termine.

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„Rechtsweg ungeklärt“: neue Richterschelte für das Freienstatut

„Freienstatut nach Gutsherrenart!“ – war das nicht was? Nach der vernichtenden Kritik des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg am rbb-Freienstatut im vergangenen Jahr, hat das Berliner Verwaltungsgericht jetzt noch einen draufgelegt.

In ihrem Beschluss vom 13. September 2017 stellt die Kammer fest:
„Der Gesetzgeber muss selbst das Wesentliche regeln und kann es nicht einem Dienststellenleiter frei überlassen, Inhalt, Zweck und Ausmaß einer Interessenvertretung und den gerichtlichen Rechtsschutz zu bestimmen.“

Im Klartext: Die Landesregierungen in Berlin und Potsdam haben versäumt, der für das Freienstatut verantwortlichen ehemaligen Intendantin Dagmar Reim vorzuschreiben, wie im Konfliktfall juristisch zu verfahren ist. „Rechtsweg ungeklärt“: neue Richterschelte für das Freienstatut weiterlesen →

Neues von der Freienvertretung

Sonne scheint, Regen prasselt, Wind pfeift. Manchmal donnert es. Passend zur Jahreszeit hat die Freienvertretung schöne und weniger schöne Dinge zu vermelden.

Sehr vielversprechend sind bisher die Verhandlungen für die (nicht Programm gestaltenden) NPG-Freien verlaufen. Es sieht ganz so aus, als könnten sich die Gewerkschaften und die Geschäftsleitung in den nächsten Wochen auf einen Bestandsschutz-Tarifvertrag einigen. Wenn nichts dazwischen kommt, könnte sich die soziale Sicherheit für die NPG-Freien (vor allem aus Produktion und Verwaltung, aber auch einige aus dem Programm) ab 2018 wesentlich verbessern. Mehr dazu gibt es hier. Neues von der Freienvertretung weiterlesen →

Justitiariat bekräftigt: Mindesthonorare dürfen nicht unterschritten werden

Die Jahrzehnte alten Honorarrahmen von ORB und SFB gelten weiter. Das ergibt sich aus einer Stellungnahme des Justitiariats in einem aktuellen Streitfall. Immer wieder werden diese Regeln aber nicht angewendet – die Freienvertretung berät in Zweifelsfällen.

Wie hoch muss das Honorar mindestens sein? Diese Frage sorgt regelmäßig für Unsicherheit und Streit zwischen den Freien und deren Aufraggebern.  Dass selbst bei Standardaufgaben oft unklar ist, welche Mindesthonorare nicht unterschritten werden dürfen, liegt vor allem daran, dass es auch 14 Jahre nach rbb-Gründung keinen aktuellen Honorarrahmen für die Programme gibt. Seit 2003 gelten übergangsweise für die Brandenburger Programme der ORB-Honorarrahmen, für die Berliner Programme der SFB-Honorartarifvertrag. Justitiariat bekräftigt: Mindesthonorare dürfen nicht unterschritten werden weiterlesen →

Ein Jahr Patricia Schlesinger im rbb

Die Richtung stimmt – aber ….

Ein Jahr Patricia Schlesinger im Amt der Intendantin des rbb – das war ein aufregendes Jahr  vor allem für die Fernsehredaktionen. Hier wurden nicht nur die Ärmel hoch-, sondern auch  einiges Weitere  umgekrempelt. In anderen Bereichen dagegen herrscht nach wie vor bedauerlicher Stillstand: Die Verhandlungen um die Tarifverträge der Freien sind gestoppt, die redaktionelle Ausstattung lässt vielerorts zu wünschen übrig. Und auch mit der Kommunikation steht es im Haus nicht immer zum Besten. Redakteursausschuss und Freienvertretung nehmen gemeinsam Stellung. 

Viele gute Ideen, einige mutige Entscheidungen, der zunächst offen geführte Kommunikationsstil und das rasante Arbeitstempo haben uns durchaus beeindruckt. Ein Jahr Patricia Schlesinger – das war im Großen und Ganzen eine gute Zeit für den rbb und seine Beschäftigten. Nach Jahren der Stagnation und blockierten Entwicklungen weht wieder frischer Wind durch den Sender. Ein Jahr Patricia Schlesinger im rbb weiterlesen →

Einladung zur Freienversammlung

Am 27. Juni, 12:30 Uhr, im HdR in Berlin. Die Versammlung wird in Potsdam im Raum 311 im SZF und in den Studios Frankfurt und Cottbus per Videokonferenz übertragen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit Juli letzten Jahres ist Patricia Schlesinger neue Intendantin im Haus. Vor wenigen Monaten hat der neue Programmdirektor, Jan Schulte-Kellinghaus, die Arbeit aufgenommen. Es gibt etliche strukturelle und personelle Veränderungen im Sender, die sich natürlich auch auf die Arbeit der freien Kolleginnen und Kollegen auswirken.

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