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Rauswurf + Tarifverhandlungen stagnieren + Deutschlandticket

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wer hätte das in diesen Zeiten für möglich gehalten? Im rbb haben in dieser Woche die Sektkorken geknallt! Grund für die prickelnde Freude: in der Media-Analyse haben die rbb-Hörfunk-Wellen ordentlich zugelegt. Erste Geige spielt wieder einmal Antenne Brandenburg, die ihre Spitzenposition in der Region ausbauen konnte. Beste Stimmung in der Chefetage! Die Freienvertretung würde sich berechtigten Glückwünschen gerne anschließen – gäbe es nicht einen riesengroßen Wermutstropfen und lange Gesichter bei den (freien) Mitarbeitenden. Denn quasi zeitgleich mit der Verkündung des Erfolgs wurden zwei (freie) Moderatoren des erfolgreichsten Radioprogramms des rbb vor die Tür gesetzt. Der Grund: „Veränderungen im Sendeschema“ – so die offizielle Lesart. Viele weitere freie Kolleg:innen müssen sich auf empfindliche Einschränkungen ihrer Beschäftigung einstellen!

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Tarifverhandlungen Beschäftigungssicherung: Kein Mandat – Verhandlungen treten auf der Stelle

Am 28. März hat die Delegation des rbb den Gewerkschaften ihre Vorstellungen vorgestellt, unter welchen Voraussetzungen auch geschützte Freie aus betriebsbedingten Gründen noch beendet werden können sollen. Neue Erkenntnisse haben wir dabei leider nicht gewinnen können. Es besteht weiterhin Einigkeit, dass für die geschützten Personen dieselben arbeitsrechtlichen Grundsätze gelten sollen, die auch bei rbb-Angestellten herangezogen werden. Einen konkreten Formulierungsvorschlag, den wir prüfen könnten, ist der rbb schuldig geblieben.

Zu unserer Verblüffung hat uns die Delegation der Geschäftsleitung allerdings mitgeteilt, für einen entsprechenden Abschluss bisher noch gar nicht mandatiert zu sein. Die weitere Arbeit an kompromissfähigen Formulierungen sei daher nicht sinnvoll. Da die Geschäftsleitung darüber erst nach den Osterferien entscheiden könne, haben wir als nächsten Verhandlungstermin den 28. April vereinbart.

Eine entsprechende Positionierung der Geschäftsleitung vorausgesetzt, soll der Tarifvertrag dann auf Grundlage des Kompromisspapiers ausverhandelt werden, das die Gewerkschaften bereits im Sommer 2022 vorgelegt hatten. Es sieht einen Einstieg in die Beschäftigungssicherung nach sechs Jahren vor in Verbindung mit einer stufenweise anwachsenden Honorargarantie von 20 Prozent (nach 8 Beschäftigungsjahren) bis 100 Prozent (nach 20 Jahren). 

Der rbb will bis Ende April noch konkreten Anpassungsbedarf bei den Steigerungsstufen geltend machen und fordert Entgegenkommen bei der Frist, nach der eine Beendigung nur aus wichtigem Grund möglich wäre. Daneben stehen noch Formulierungsfragen bei der Berechnung möglicher Ausgleichszahlungen auf der To-do-Liste. 

An diesem Verhandlungsstand hat sich leider seit Dezember 2022 nichts geändert. Die Delegation der Intendantin hat uns auch diesmal versichert, nicht auf Zeit zu spielen, sondern ernsthaft an einem zügigen Abschluss zu arbeiten. Wir haben das zur Kenntnis genommen. Über geplante Arbeitskampfmaßnahmen werden wir im Zusammenhang mit den Verhandlungen über die Gehalts- und Honorarsteigerungen entscheiden, die an diesem Freitag (31. März) stattfinden. 

Die Verhandlungen finden in Präsenz statt. 

Bitte kommt alle am Freitag, 31. März, um 13.30 Uhr in den Lichthof des HdR (Berlin)

um unsere Forderungen zu unterstützen.

Eure gewerkschaftliche Verhandlungsdelegation
ver.di: Marika Kavouras, Kathlen Eggerling
DJV: Christoph Hölscher, Christoph Reinhardt, André Gählert

Tarifrunden + Zukunftsprozess + Mobile Arbeit

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bereits am vergangenen Freitag war unser Blick auf die zurückliegende Woche wenig euphorisch. Die beiden laufenden Tarifverhandlungsrunden – auf der einen Seite Gehälter und Honorare, auf der anderen #bestandsschutzfüralle – haben dazu leider wenig Anlass gegeben. Auch wenn die Gewerkschaften einen „konstruktiven Austausch“ attestieren … das zu bohrende Brett ist und bleibt einfach ziemlich dick. Schnelle Entscheidungen im Sinne der Freien sind nicht in Sicht!

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Bestandsschutz + Tarifverhandlungen + Zukunftsprozess

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Einführung einer Beschäftigungssicherung aka Bestandsschutz für freie rbb-Mitarbeiter*innen ist ohne Zweifel eine ganz harte Nuss, an der sich Freie und Gewerkschaften seit über zwei Jahren die Zähne ausbeißen. Wenn es nun nach der jüngsten Verhandlungsrunde am Dienstag heißt, die Tarifverhandlungen seien am „Knackpunkt“ angelangt, bedeutet das aber leider nicht, dass der Durchbruch unmittelbar bevorsteht. Vielmehr wird sich wohl daran entscheiden, ob es in absehbarer Zeit überhaupt einen Abschluss geben wird ist oder womöglich weitere Arbeitskämpfe bevorstehen. #Nussknacker

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Tarifverhandlungen Beschäftigungssicherung: Verhandlungen am Knackpunkt

Bei den für den 28. März angesetzten Tarifverhandlungen für eine Beschäftigungssicherung steht wahrscheinlich die entscheidende Runde bevor. Die Delegation der Geschäftsleitung hat uns heute mitgeteilt, dass sie die bisher verhandelte Formulierung zu möglichen betriebsbedingten Beendigungen „präzisieren“ will. Dies sei ein „Knackpunkt“ für die Verhandlungen. Alle anderen noch streitigen Punkte seien vergleichsweise leicht lösbar.

Einen konkreten Änderungsvorschlag hat die rbb-Delegation leider bisher nicht vorgelegt und will das bis zur nächsten Runde nachholen.  Klar ist: Wir waren bisher offen für die Möglichkeit auch von betriebsbedingten Beendigungen, weil dieses Risiko auch für angestellte rbb-Beschäftigte besteht. So wie der rbb seinerzeit darauf gedrungen hat, dass die Beschäftigungssicherung Freie nicht besser stellen dürfe als Feste, so selbstverständlich ist es für uns, dass langjährige Freie aber auch nicht schlechter gestellt sein dürfen.

Wir werden jedenfalls keinen Tarifvertrag abschließen, der den vereinbarten Beendigungsschutz gleich wieder aushebelt, indem er den angeblich geschützten Freien das alleinige Risiko für betriebliche Änderungen aufbürdet. Langjährige Freie benötigen soziale Sicherheit genauso wie ihre angestellten Kolleginnen und Kollegen!

In der Tat: Die nächste Verhandlungsrunde am 28. März könnte zum Knackpunkt werden. Eine Einigung ist zwar in Sicht – der rbb sollte sie nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Wir sind bereit, für einen echten Schutz und die soziale Sicherheit unserer langjährigen Kolleginnen und Kollegen zu kämpfen!

Eure gewerkschaftliche Verhandlungsdelegation

ver.di: Marika Kavouras, Andrea Mavroidis, Kathlen Eggerling
DJV: Christoph Hölscher, Christoph Reinhardt, Michael Hirschler, André Gählert