Freien-Studie wird öffentlich vorgestellt

Die Linksfraktion hat die soziale Lage der Freien von ARD und ZDF untersuchen lassen. Hier die Einladung der Präsentation nächste Woche


Vorstellung der Untersuchung am 25.1.2019, 17.00 Uhr, Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

Gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung stellt die Bundestagsfraktion DIE LINKE eine Untersuchung zur sozialen und beruflichen Situation von freien Mitarbeiter*innen bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ÖRR) vor.
An der Befragung, die Jörg Langer von Langer Media research & consulting durchgeführt hat, beteiligten sich 2.601 Beschäftigte, von denen 2.200 freie Mitarbeiter*innen im ÖRR sind. Die rund 100 Fragen bezogen sich auf die konkrete Beschäftigungssituation, Einkommen bzw. Honorierung, Altersvorsorge, Arbeitsklima und –bedingungen sowie auf Diskriminierungen und Einschätzungen zur eigenen Zukunftsperspektive. Bereits im Dezember 2018 wurde derjenige Teil der Untersuchung ausgekoppelt und präsentiert, der sich speziell mit Diskriminierungserfahrungen der Freien im ÖRR befasste. Die Ergebnisse finden Sie hier: https://www.rosalux.de/publikation/id/39665/diskriminierungserfahrungen/

Die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung werden zu Beginn kurz szenisch aufbereitet, es folgt ein Einstieg aus den Perspektiven der Politik und der Medienwissenschaft mit anschließendem Streitgespräch. Angefragt hierzu sind Vertreter*innen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und Vertreter*innen der Freien Mitarbeiter*innen.

Anwesende MdB:

Petra Sitte, Doris Achelwilm

 

 

Alter, was diese Woche wieder los war!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dank des neuen 12a-Tarifvertrags geht das neue Jahr zumindest besser los als das alte. Schon mal nachgerechnet, um wie viel länger die eigene Ankündigungsfrist geworden ist? Familiensonderzahlung beantragt? Über Bildungsurlaub nachgedacht? Der lohnt sich jetzt selbst finanziell: Statt wie bisher pro Bildungstag ein knauseriges 1/365 des Vorjahreseinkommens zu zahlen, gibt es vom rbb in diesem Jahr faire 1/251. Neu ist u.a., dass auch für die Brandenburger das Berliner Bildungsurlaubsgesetz angewendet wird. Einzelheiten findet ihr im Intranet, den ganzen Tarifvertrag hier.

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Wer Mitglied in der VG Wort ist, weiß, was eine unverhoffte Nachzahlung vor Weihnachten für Freude machen kann. Die wenigsten aber wissen: Wer selbständig arbeitet (= Autor*innen), kann sich noch einen Nachschlag holen, denn die VG Wort zahlt standardmäßig nur Netto-Tantiemen aus. Wer seine Umsatzsteuernummer übermittelt, bekommt die nachgezahlt. Übrigens auch rückwirkend (für maximal zehn Jahre). Unverhofft kommt eben oft…

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Neue Durchsage zum Thema „Durchversichern statt tägliche An- und Abmeldung„. Die Deutsche Rentenversicherung will demnächst den rbb daraufhin prüfen, ob die Praxis für arbeitnehmerähnliche Kolleginnen und Kollegen ohne Rahmenvertrag rechtmäßig ist. Damit die Prüfer auch wissen, wonach sie suchen sollen, wollen wir ihnen so viele konkrete Hinweise wie möglich geben. Wenn ihr täglich an- und abgemeldet werdet, obwohl ihr zu den festen Freien gehört (in Mailverteilern und Dienstplänen auftaucht, langfristige Projekte verfolgt, schon lange und regelmäßig für den rbb arbeitet) – dann sollten die Prüfer das auch wissen. Ihr könnt euch gerne an uns wenden, wir stellen dann die Unterlagen zusammen. Oder ihr wendet euch gleich direkt an die Deutsche Rentenversicherung, Referat Versicherung und Beiträge, Knobelsdorffstraße 92, 14059 Berlin. Zuständig ist dort Herr Becker.

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Was wird eigentlich aus dem Reporterteam? Der Probebetrieb ist ja abgeschlossen, die Auswertung hat ergeben: Das Reporterteam ist tot, es lebe das 2-Personen-Team! Wobei so ein 2-Personen-Team weiterhin aus einer Kamera- und einer Reporter-Person bestehen soll. Der Unterschied: Die Mehrbelastung im Vergleich zum klassischen Team (Kamera, EB-Techniker, Reporter*in) soll im Regelbetrieb der Kameramensch tragen – insbesondere zum Autofahren verpflichtet sein. Dafür muss es natürlich mehr Honorar geben. Die Verhandlungen haben Donnerstag begonnen, Montag geht es weiter. Geld ist natürlich nicht alles: Die Belastung darf auf keinen Fall zu hoch sein, dafür brauchen wir klare Einsatzregeln. Und wer nicht fahren kann oder will, darf deswegen auf keinen Fall Nachteile haben, z.B. Abzüge bei der Angebotsgarantie. Wer sich auf eine Fahrverpflichtung einlässt, sollte diese Einsätze im Gegenteil on top bekommen. The bazar is open. Am Donnerstag gibt es ein Treffen der Betroffenen, um über die nächsten Schritte zu beraten.

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Deutlich weniger Dynamik haben die Tarifverhandlungen für den Honorarrahmen Programm – der Termin am Mittwoch wurde kurzfristig krankheitsbedingt abgesagt. Das ist natürlich bedauerlich und kann schon mal vorkommen. Dass die nächsten Ersatztermine erst Anfang bzw. Ende März (!) möglich sein sollen, ist kaum zu glauben. Wir bitten die Tarifparteien ernsthaft um Beschleunigung!

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Save the date. Am 24. Januar wird die große ARD-ZDF-Freienstudie vorgestellt, am 25. veranstaltet die Rosa-Luxemburg-Stiftung dazu eine Podiumsdiskussion. Für die ARD sitzt Radio-Bremen-Intendant Metzger auf dem Podium, der rbb schickt Herrn Bielefeld ist Rennen. Der ARD-Freienrat und – last not least – die rbb-Freienvertretung werden durch Anja Arp (WDR) und Dagmar Bednarek vertreten. Da muss man dabeigewesen sein: 25.Januar, 17-19 Uhr, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin.

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Ein Tipp für Frauen bis 35 Jahre: Der Journalistinnenbund hat den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis 2019 ausgeschrieben. Hauptpreis: 1000 Euro. Bewerbungsschluss: 31. März.

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Ein schönes Wochenende wünscht

Eure Freienvertretung

Alter, was dieses Jahr wieder los sein wird!

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir hoffen, ihr seid gut ins Jahr 2019 gestartet. Die ersten ersten Tage in der Freienvertretung verliefen noch relativ ruhig. Erst nächste Woche geht es wieder so richtig los – mit wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft der rbb-Freien: Am Mittwoch, den 9.1. werden die Verhandlungen über den Honorarrahmen Programm fortgesetzt, am Donnerstag beginnen die Verhandlungen über den Regelbetrieb des Reporterteams („Ein-Personen-Team“). Für die Gewerkschaften bzw. die Freienvertretung geht es in beiden Verhandlungsrunden darum, zumutbare Arbeitbedingungen und eine gerechte Bezahlung für uns Freie zu erreichen.

Bis dahin solltet ihr die Zeit für eine kurze Bestandsaufnahme zum Jahresbeginn nutzen: Ist alles Wichtige aus Freiensicht erledigt? Unsere angehängte „Checkliste 2019“ hilft, den Blick fürs Wesentliche zu bewahren: von A wie Arbeitszeugnis, über B wie Bestandsschutz, F wie Familiensonderzahlung bis W wie Wahlerklärung.

2019-01-04 Checkliste 2019

Viel Spaß beim Lesen und Ankreuzen!

Eure Freienvertretung

Alter, was dieses Jahr wieder los war!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein ereignisreiches Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu – und 2019 verspricht aus Freiensicht ebenfalls spannend zu werden:

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Der Bestandsschutz-Tarifvertrag ist in Kraft getreten und hat mehr als 500 Kolleginnen und Kollegen Beschäftigungssicherheit und verbesserte soziale Leistungen gebracht. Auch wenn längst nicht alle strittigen Fälle zu unserer Zufriedenheit gelöst und in der Umsetzung einige, bis dahin teils ungeahnte Probleme aufgetaucht sind: Alles in allem funktioniert’s! Der Bestandsschutz ist auch – hoffentlich – der Anfang eines Kulturwandels im rbb hin zu einem Verständnis, dass Freie keine grundsätzlich anderen Wesen sind, sondern ähnliche Rechte und Bedürfnisse haben wie Festangestellte. Diese Erkenntnis muss sich jetzt nur noch auf die sog. programmgestaltenden Freien ausweiten…

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Alter, was diese Woche wieder los war!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Freienvertretung fragte sich in dieser Woche unter anderem: Sind 84,6 Millionen Euro eigentlich viel Geld? So hoch soll nämlich das rbb-Defizit für das Jahr 2019 ausfallen. Gar nicht mal so viel, gibt die Intendantin zu verstehen – schließlich hat(te) der rbb eine einst stattliche Rücklage, die jetzt konsequent abgebaut wird. Im Vergleich zu den Einnahmen (458 Mio. Euro) sind 85 Millionen, naja, schon eine Menge. Und im Vergleich zu den Honoraren fürs Programm (70,1 Millionen inklusive Sozialabgaben) – äh, auch eine Menge. Ganz andere Größenordnung: Insgesamt 2,8 Millionen stehen 2019 für Honorarsteigerungen bereit – das setzt schon mal den Rahmen für die Verhandlungen um die erste Stufe der Honorarangleichung. Wer nun fürchtet, dass unsere Honorarangleichung der letzte Tropfen ist, der das Defizit zum Überlaufen bringt – keine Sorge, es gilt immer noch das Linketascherechtetascheprinzip. 204 Millionen bracht der Programmetat 2018 auf die Waage, im nächsten Jahr sollen es – trotz Honorarerhöhung – sogar 3 Millionen weniger sein.

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Alter, was diese Woche wieder los war!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein paar Sachen wollen wir in diesem Jahr noch erledigen. Zum Beispiel:

Die Sache mit dem Gimbal. Hilft beim Drehen, ist leichter und cooler als ein Stativ – aber auch das leichteste Gadget liegt schwer in der Hand, wenn man es zu lange und vielleicht sogar falsch einsetzt. Wir haben die Abteilung Gesundheitsschutz und den Betriebsarzt gebeten, dieses noch recht neue Arbeitsmittel unter die arbeitsmedizinische Lupe zu nehmen. Wer Erfahrungen beisteuern möchte: Bitte meldet euch! Alter, was diese Woche wieder los war! weiterlesen

Studie: Diskriminierungserfahrungen von Freien

Im Sommer haben wir für die Teilnahme an der großen Freien-Studie der Rosa-Luxemburg-Stifttung geworben, jetzt ist das erste Teilergebnis veröffentlicht worden. Der Autor Jörg Langer hat die Diskriminierungserfahrungen von Freien ausgewertet. Tenor: Freie bei ARD und ZDF haben zu über 50 Prozent Diskriminierung, Belästigung oder Mobbing beobachtet, zu 28 Prozent selbst erlebt. Besonders betroffen sind Frauen und Freie mit Migrationshintergrund. Ende Januar ist dann die ganze Studie erhältlich.

 

Alter, was diese Woche wieder los war!

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Antragsformulare für die „Familiensonderzahlung“ sind da! Also, arbeitnehmerähnliche Freie mit Kind(-ern): Ihr könnt ab sofort den Antrag stellen – und wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, gibt es ab dem 1.1.2019 dann 67 € pro Kind und Monat. Berechtigt sind alle Freien mit 12a-Status – also in der Regel alle mit Urlaubsanspruch -, die in dem betreffenden Monat für den rbb tätig sind und/oder Zuschuss im Krankheitsfall, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, Mutterschutzlohn oder Urlaubsentgelt bekommen. Es besteht jedoch kein Grund zur Hektik: Der Jahresanspruch verfällt erst Ende 2019. Achtung beim Ausfüllen:

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Alter, was diese Woche wieder los war!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der wichtigste Event aus der Sicht der Freien war natürlich die Freienversammlung am Dienstag in Potsdam. Eine muntere Runde – tatsächlich wörtlich zu nehmen, da wir im „Rundfunkrats-Rund“ tagten. Diesmal ohne Beteiligung der Geschäftsleitung, was Raum für Diskussionen bot. Für die, die nicht dabei sein konnten, die wichtigsten Themen noch einmal im Schnelldurchgang: Alter, was diese Woche wieder los war! weiterlesen