Zahlungsverzug + Härtefallkommission + Freienstatistik

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der bange Blick auf den Kontostand vor allem an den Zahltagen des rbb ist vielen Freien leider nur zu vertraut. Wissen wir doch nie genau, wann wir wieviel Geld bekommen und ob es jeweils reicht, die fälligen Rechnungen zu bezahlen. Am vergangenen Freitag blieb die angekündigte Abschlusszahlung für Februar bei den meisten zunächst aus. Wie wir aus euren Rückmeldungen erfahren haben, bereitete das nicht wenigen von euch ernsthaftes Kopfzerbrechen und trübte die Wochenendlaune nachhaltig ein.

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Unsere Nachfrage bei der Personalabteilung am Montag ergab: Die Überweisungsaufträge waren am Freitag wohl einen Tick zu spät übermittelt worden und konnten daher nicht mehr am selben Tag ausgeführt werden. Am Montag, spätestens aber am Dienstag sollten dann alle Freien ihre bis dahin abgerechnete Honorare auf dem Konto gehabt haben. Die Episode zeigt: Aufgrund unserer unsicheren Einkommenssituation sind wir Freien besonders empfindlich, wenn Zahlungen sich verspäten oder ausbleiben. Angesichts einer chronisch überlasteten Honorarabteilung würde hier wahrscheinlich nur ein Systemwechsel z.B. hin zu pauschalen Abschlagszahlungen helfen. Bis dahin bitten wir um wechselseitige Sensibilität und Rücksichtnahme.

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Auch wenn sie vielleicht längst ausgegeben ist, werdet Ihr euch daran erinnern: Die Inflationsausgleichsprämie wurde im November an Freie und Feste ausgezahlt, um die Folgen des Preisanstiegs bei vergleichsweise geringen Tariferhöhungen abzupuffern. Voraussetzung für Freie war die Arbeitnehmerähnlichkeit zum Stichtag 30.6.23. – wer diese Bedingung aufgrund unglücklicher Umstände verfehlt hatte, konnte sich an eine paritätische Härtefallkommission von Gewerkschaften und rbb wenden. Die hat nun am heutigen Freitag getagt, um über mögliche Ausnahmen zu entscheiden. In einigen Fällen konnten die Gewerkschaften Härten erfolgreich geltend machen und den rbb von einer nachträglichen Zahlung überzeugen. In anderen Fällen gelang dies nicht. Die AntragstellerInnen werden in den kommenden Tagen von den Gewerkschaften über den Ausgang ihres Falles informiert. Die Arbeit der Härtefallkommission ist damit abgeschlossen.    

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Über den geplanten Neustart von rbb-Kultur als Radio 3 im April haben wir bereits im Newsletter berichtet. Jetzt wurde die Freienvertretung von der Wellenleitung darüber informiert, welche Auswirkungen das für die freien Mitarbeiter:innen haben soll. Das Wichtigste zuerst: Der Umbau sei kein Sparprojekt, betont die Leitung. Die Etats würden nicht gekürzt und es sei auch keine Reduzierung von freier Beschäftigung geplant. Allenfalls vorübergehende Schwankungen und veränderte Aufgaben für Einzelne könne es geben. Meldet euch gerne bei uns, wenn es hier Fragen oder Probleme gibt. Wir werden in jedem Fall darauf achten, dass der Umbau tarifvertragskonform abläuft und dabei auch die Vorgaben des künftigen Beendigungsschutzes beachtet werden…

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… für den hoffentlich der rbb-Verwaltungsrat durch Zustimmung auf seiner Sitzung am 20. März den Weg freimachen wird. Mitglieder des Gremiums können sich Anfang kommender Woche noch einmal in Informationsveranstaltungen des rbb und der Freienvertretung über das wichtige Vertragswerk informieren. Wir hoffen, dabei alle womöglich noch vorhandenen Bedenken und Vorbehalte ausräumen zu können. Bis zur dann hoffentlich beschlossenen Umsetzung der Tarifregelung hat sich der rbb übrigens per Erklärung verpflichtet, diese schon vorher freiwillig zu befolgen: Eine Beendigung von künftig „geschützten“ Freien werde es nicht geben.

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Erinnert sich noch jemand an Kitabelegplätze für Kinder von freien und festen rbb-MitarbeiterInnen? Diese lobenswerte Maßnahme sollte seinerzeit zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf beitragen – jetzt wurde die entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Kitaträger in Potsdam gekündigt. Der Grund: Das Angebot werde kaum noch nachgefragt, Belegplätze seien unbesetzt geblieben. Liegt es daran, das sich die Betreuungssituation entspannt hat? Oder war das Angebot des rbb vielen Mitarbeiter:innen schlichtweg nicht bekannt? Wir wissen es nicht. Trotz unseres Mitbestimmungsrechts bei „Sozialeinrichtungen“ wurde die Freienvertretung erst im Nachhinein über die Entscheidung informiert, der Vertrag zu kündigen.  

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Wie viele Kinder im Kita-Alter die rbb-Freien haben, wissen wir nicht. Dafür haben wir andere Daten aus der Freienstatistik für 2023, die uns die Personalabteilung ganz frisch übermittelt hat. Demnach waren wir im vergangenen Jahr insgesamt 1468 arbeitnehmerähnliche Freie, haben im Durchschnitt an 176 Tagen gearbeitet und dabei knapp 43.000 Euro verdient – inklusive Leistungen bei Urlaub und Krankheit. Allerdings hat nach wie vor jed:r Zehnte kein Urlaubsentgelt beantragt, fast die Hälfte keinen einzigen Krankheitstag abgerechnet. Wir können uns kaum vorstellen, dass die rbb-Freien so gesund und so wenig erholungsbedürftig sind!

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Noch mehr Zahlen und Fakten über rbb-Freie gefällig? Dann empfehlen wir noch den aktuellen Tätigkeitsbericht der Freienvertretung als Wochenendlektüre! Neben statistischen Leckerbissen findet ihr dort z.B. unsere Sicht auf den Zukunftsprozess, das Modellprojekt familienfreundliche Schichten oder den langen Kampf um Bestandsschutz. Mutmaßlich ist dieser Bericht der letzte seiner Art – ab Juni ersetzt uns der Personalrat bekanntermaßen als Interessenvertretung (auch) für die Freien. Damit diese dann auch eine starke Stimme im Personalrat haben, ist es wichtig, dass wir Freien im Mai zahlreich zur Wahl gehen! #tobecontinued

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Noch etwas Trauriges zum Schluss: Im Januar ist unsere sehr geschätzte Kollegin Kerstin Topp verstorben. Sie hat sich viele Jahre als Freiensprecherin bei rbb 88.8 engagiert – dabei haben wir eng und gerne mit ihr zusammengearbeitet. Wir werden sie sehr vermissen und empfehlen den bewegenden Nachruf im Tagespiegel zur Lektüre.  

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Aber jetzt trotzdem erstmal: Ein schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung

Probleme mit den Intranet-Links? Wer von außen auf das Intranet zugreift, loggt sich am besten erstmal ein über https://rbb.sharepoint.com/sites/Intranet-Startseite.

KEF-Empfehlung + Honorarabrechnung + Personalratswahl

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

oh, oh oh, was für eine Klatsche! Bereits einen Tag VOR der offiziellen Empfehlung der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) sind die Brandenburger Landespolitiker:innen gestern schon mal Sturm gelaufen gegen eine mögliche Erhöhung der Gebühren. Nun liegt der Vorschlag auf dem Tisch: laut der KEF sollte der Beitrag ab Januar 2025 um 58 Cent steigen – auf dann 18,94 Euro pro Monat. Damit läge die Beitragserhöhung noch unter der aktuellen Inflationsrate. Von einem „völlig falschen Signal“ ist bei den Politiker:innen die Rede. Dass erst einmal die „Rücklagen in Größenordnungen“ aufgebraucht werden sollten. Besonders der Hinweis bitte schön zuerst an der „technischen Ausrüstung“ zu sparen, treibt den Verantwortlichen für das technische Equipment in unserem Hause vermutlich die Tränen in die Augen.

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Honorarabrechnung + IAP + Verwaltungsrat

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

war das eine spannende Woche, oder? Jeden Tag der bange Blick in den Briefkasten, ob sie nun endlich drin liegt, die längst überfällige Honorarabrechnung. Manche mussten neidisch zur Kenntnis nehmen, dass die Kollegin nebenan sie schon hatte; man selbst war bislang leer ausgegangen….aber dann war der Knoten ganz offensichtlich geplatzt und alles ging auf einmal sehr schnell. Tja, wenn man den Dienstleister bezahlt, dann liefert er auch!

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Abrechnung + Ruhegeld + Tooltag

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

stellt euch vor, es gibt Geld, aber keiner weiß wofür. Anders gesagt: Hat hier im Verteiler irgendjemand schon eine Vergütungsmitteilung für Januar bekommen? Bitte keine ernsthaften Antworten, die Frage ist rein rhetorisch. Und die Freienvertretung weiß leider schon heute: Auch morgen wird der Blick in den Briefkasten enttäuschend. Denn die Vergütungsmitteilungen sind Stand Freitag nicht nur nicht ausgeliefert worden – es gibt sie auch (noch) gar nicht.

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Belegschaftsversammlung + Firmenticket + Ärger beim Vorabend

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Mantel von Konfuzius wehte in der vergangenen Woche durch die weiterhin ziemlich leeren Flure des rbb in Berlin. Konfuzianischer Höhepunkt war schließlich die Belegschaftsversammlung am Donnerstag, bei der die Anwesenden und Zugeschalteten gelernt haben, dass das „Bild“ eigentlich der „Weg“ ist … aber der Reihe nach!

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ARD-Reform + Lage der Freien + Homeoffice

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zunächst möchten wir uns bei denen entschuldigen, die unseren letzten Newsletter statt am Freitag erst diesen Mittwoch im Maileingang hatten. Das war Folge einer technischen Panne und betraf mutmaßlich einige hundert Empfänger:innen. Befürchtungen, dass die Freienvertretung mit dem Inkrafttreten des neuen rbb-Staatsvertrages ihren Newsletter eingestellt hat, treffen nicht zu. Zumindest solange es die Freienvertretung gibt – also vermutlich bis Ende Mai – wird auch unseren wöchentlichen Newsletter geben. Wie es danach weitergeht, werden wir sehen.

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Massagesessel + Honorarrahmen + Bestandsschutz

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Treckerblockaden, Bahnstreik, Glatteis – was diese Woche Gegenstand umfangreicher Berichterstattung inklusive des einen oder anderen rbb-Spezials war, machte es für viele Kolleg:innen zuweilen schwierig bis unmöglich, in den Sender zu kommen. Wie gut, dass es die tarifvertraglich geregelte Möglichkeit zum Homeoffice gibt – auch wenn die noch längst nicht in allen Bereichen einvernehmlich und konfliktfrei umgesetzt wird. Wer trotz allem am Standort Berlin arbeiten muss oder möchte, kann sich dort ab heute über neue Möglichkeiten zur Pausengestaltung und Entspannung freuen!  

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DJV-Umfrage zur Arbeitsbedingungen im öffentlichen Rundfunk

Der Deutsche Journalisten-Verband führt dieser Tage eine Umfrage zur den Arbeitsbedingungen im Rundfunk durch. Die Ergebnisse sollen ggf. veröffentlicht werden – strikt anonymisiert. Anbei der Umfragetext und die Fragen – wer sich beteilligen möchte, schickt seine Antworten an sebastian.scholz@djv-berlin.de.


Umfrage Mitarbeiter ÖRR

Der Skandal um die Vetternwirtschaft an der Spitze des RBB und die Dauerdiskussion um „astronomische“ Intendantengehälter dominieren die Schlagzeilen, wenn es um die Arbeitsbedingungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk geht. Aber was hat dieses Bild mit der Realität der allermeisten Beschäftigten zu tun hat? Was ist mit den 18.000 Freien im ÖRR, die größtenteils unsichere Beschäftigungsbedingungen haben? Wie steht es um die zunehmende Arbeitsbelastung? Anlässlich der im Januar anstehenden Tarifrunden in mehreren Sendeanstalten möchten wir aus erster Hand erfahren, wie es in den Redaktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks tatsächlich aussieht. Dazu brauchen wir Ihre Mithilfe bei der Beantwortung folgender Fragen:

  • Wie beurteilen Sie die Arbeitsbedingungen von Redakteur:innen, Reporteri:nnen und anderen journalistisch tätigen Mitarbeiter:innen im ÖRR?
  • Welche Probleme werden zu wenig wahrgenommen?
  • Wie steht es um die Arbeitsbelastung? Bitte nennen Sie konkrete Beispiele.
  • Wie sicher ist Ihr Arbeitsverhältnis und das Ihrer Kolleg:innen?
  • Haben die oben genannte Punkte Einfluss auf die Qualität des Programms und wenn ja, wieso?
  • Wie beurteilen Sie die Entlohnung im ÖRR? Sind die gezahlten Gehälter und Honorare angemessen?
  • Mit der Forderung des DJV nach 10,5 Prozent Einkommenserhöhung soll der hohe Reallohnverlust der vergangenen Jahre durch die Inflation zumindest teilweise ausgeglichen werden. Ist diese Forderung nach Ihrer Ansicht angemessen? 
  • Haben Sie noch weitere Anmerkungen?

Eine Auswahl der Antworten wollen wir in Form von anonymen Zitaten veröffentlichen. Angegeben werden sollen aber Geschlecht, Alter, Anstalt und Art der Beschäftigung.

Vielen Dank für Ihre Beteiligung!

Neujahr + Anträge + Honorarerhöhung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Arbeitnehmerähnliche: Na, wie war der Jahreswechsel? Ein bedeutungsschweres Kribbeln vielleicht, als um Mitternacht die Raketen hochgingen und die Sektgläser klirrten? Etwas Ungewohntes beim Blick in den Spiegel am Neujahrsmorgen? Herzlichen Glückwunsch zur Beförderung! Seit dem 1. Januar sind alle rbb-Arbeitnehmerähnlichen „Beschäftigte im Sinne des Bundespersonalvertretungsgesetzes“. Sagen wir es vielleicht so: Das fühlt sich ziemlich genau so an, wie es klingt. Prost Neujahr jedenfalls! Und allen anderen wünschen wir natürlich auch ein gutes, gesundes neues Jahr 2024.

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