Zumindest im Vorher/Nachher-Vergleich hat die Freienvertretung Fortschritte gemacht. Aber bisher gibt es weder Computer, Netzwerkzugang noch Bürostühle.
Der DJV hat eine Presseerklärung herausgegeben:
JVBB: Gespart wird zu Lasten der freien Journalisten
Der Journalistenverband Berlin-Brandenburg JVBB bedauert die einschneidenden Kürzungen bei den rbb-Wellen Inforadio und Kulturradio, die fast ausschließlich zu Lasten der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen. „Obwohl der neue Rundfunkbeitrag mehr Geld als zuvor in die Kassen des rbb spült, sollen jetzt Programmteile gestrichen und eine Reihe freier Mitarbeiter weniger oder gar nicht mehr beschäftigt werden. Fair ist das nicht“, erklärt der JVBB-Vorsitzende Alexander Fritsch dazu. „Unsere Kritik richtet sich aber auch an die Politik, die den öffentlich-rechtlichen Anstalten keinen Ausgleich der Inflation bei den Einnahmen mehr zugesteht und damit die Sender unter permanenten Spardruck setzt.“
Die Leitungen der beiden rbb-Wellen hatten Anfang dieser Woche Kürzungen in ihren Programmen angekündigt. Unter anderem soll das Kulturradio zu jeder vollen Stunde die Nachrichten des Inforadio übernehmen. Das Inforadio soll künftig eine Stunde später als bisher starten und die ARD-Infonacht bis 06.00 Uhr morgens übernehmen.
Für Rückfragen:
030/200 744-73
Seit heute Nachmittag hat die Freienvertretung mit der Arbeit begonnen. Zu Vorsitzenden wurden Dagmar Bednarek und Christoph Reinhardt gewählt, Stellvertreter sind Andrea Mavroidis und Christoph Hölscher. Die beiden neuen Räume der Freienvertretung liegen zwar etwas abgelegen ganz unten im Fernsehzentrum und haben bisher weder Tische noch Stühle. Dafür ein sehr charmantes Türschild. Die Raumnummer muss man sich merken.
Die Wahl zur Freienvertretung hat ergeben:
Wahlbeteiligung ca 36%
249 Stimmen in Berlin
236 Stimmen in Potsdam
66 gültige Briefwahlstimmen
13 ungültige Briefwahlstimmen
1. Christoph Reinhardt 289 Stimmen
2. Dagmar Bednarek 260 Stimmen
3. Christoph Hölscher 222 Stimmen
4. Franziska Walser 201 Stimmen
5. Lars Maibaum 198 Stimmen
6. Thomas Prinzler 182 Stimmen
7. Andrea Mavroidis 173 Stimmen
8. Lucian Busse 171 Stimmen
9. Mark Diening 168 Stimmen
10. Martin Hahn 160 Stimmen
11. Thomas Klatt 157 Stimmen
12. Janine Strehle 154 Stimmen
13. Monika Burkhard 139 Stimmen
14. Georgia Förster 115 Stimmen
15. Klaus Heinemann 110 Stimmen
16. Richard Matthias Itzel 84 Stimmen
17. Swen Hubrich 77 Stimmen
18. Renate Scholle 68 Stimmen
19. Jörg Schmidt 58 Stimmen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
selten gab es so viele Nachfragen zu einer Rundmail wie jetzt zum Thema Gehalts-/Honorarkürzung. Tenor: „Könnt ihr nicht konkreter sagen, was damit gemeint ist?“
Leider nicht wirklich. Das Einzige, was der rbb uns konkret mitgeteilt hat, ist nämlich Folgendes: So lange die Gewerkschaften nicht verbindlich zusagen, die Hälfte der Mehrkosten der Honorarreform zu finanzieren, wird es keine Verhandlungen über die konkreten Honorarhöhen geben.
Was genau damit gemeint ist, dürfen wir uns selber denken. Klar ist aber: Gewerkschaften können natürlich keine Mehrkosten aus ihren Mitgliedsbeiträgen finanzieren, gemeint ist ein Verzicht bei den 2015 anstehenden Gehaltstarifverhandlungen. Dabei wäre eine ganz Menge theoretisch vorstellbar, im Extremfall eine oder mehrere Nullrunden für Feste und Freie. Was dem rbb wohl vorschwebt, ist, dass die Gewerkschaften zusichern, z.B. statt der üblichen 2-3 Prozent Steigerung auf einen Prozentpunkt oder so zu verzichten, bis die Mehrkosten wieder drin sind, vielleicht auch über mehrere Jahre/Gehaltsrunden, je nachdem wie hoch die Mehrkosten sind.
Das ist aber genau der Punkt, an dem wir nicht mitmachen können, der „Blankoscheck“. Man muss sich dazu klar machen: Ein Verzicht auf einen Prozentpunkt bei Gehalts-/Honorarsteigerungen bedeutet eben nicht, dass man in einem Jahr vorübergehend auf beispielsweise ein Prozent des Jahreseinkommens verzichtet und damit gut. Es bedeutet dann, dass das Niveau dauerhaft um einen Prozentpunkt niedriger sein wird. Es wäre absolut unseriös, so eine Zusage zu geben, wenn man nicht einmal weiß, um wie viele Prozentpunkte es überhaupt am Ende gehen wird – und erst recht nicht, wenn man nicht weiß, wie hoch oder niedrig die künftigen Honorare sein werden.
Deswegen können wir uns nicht auf diese Forderung einlassen. Wir bemühen uns gerade, den rbb dazu zu bringen, sich die Sache anders zu überlegen, denn so werden wir nicht weiterkommen. Das dürfte leider mindestens ein paar Wochen dauern.
Um auch das klarzustellen: Wir sehen in der Tat, dass die Honorarreform teuer für den Sender werden wird und haben deswegen schon vor langem dem rbb signalisiert, über eine stufenweise Einführung zu verhandeln. Das können wir aber nicht, bevor wir uns mit dem rbb auf die konkreten Honorarhöhen geeinigt haben.
So weit für heute. Für weitere Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung!
Für die Verhandlungsgruppe
Christoph Reinhardt
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Verhandlungen über die künftigen Honorare der Freien im rbb sind bereits in den letzten Monaten nur noch stockend verlaufen. Wir sind zwar in den letzten Jahren recht weit gekommen, wie zum Beispiel bei der Vereinheitlichung der Honorar-Systematik, und im Allgemeinen sind wir uns auch mit dem rbb darüber einig: Freie sollen künftig in etwa so bezahlt werden wie Feste mit vergleichbarer Tätigkeit.
Das Wichtigste steht aber noch aus: Wie hoch werden die konkreten Honorare für Tagesdienste und Stücke im Hörfunk, Fernsehen und für die rbb-Onlineredaktion sein? Wir hatten die Hoffnung, zügig zu einem Ende zu kommen, damit zumindest im Laufe des kommenden Jahres die neuen gerechteren Honorare eingeführt werden können.
Leider müssen wir Euch mitteilen, dass die Verhandlungen darüber bis auf weiteres gestoppt sind. Der rbb verlangt von den Gewerkschaften zuerst eine Garantie, dass die absehbaren Mehrkosten der Honorarreform zur Hälfte von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbracht werden. Im Klartext heißt das, durch einen dauerhaften Gehalts- und Honorarverzicht in unbekannter Höhe.
Diesen Blankoscheck können und wollen wir nicht unterzeichnen!
Honorar-Verhandlungen: RBB-Geschäftsleitung erpresst die Mitarbeitenden weiterlesen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Wahl zur Freienvertretung rückt näher. Gestern Nachmittag hat der Wahlvorstand die Reihenfolge der 19 Kandidatinnen und Kandidaten für den Wahlzettel ausgelost. Praktisch bedeutet das:
Der Wahlvorstand hat angekündigt, mit der nächsten Honorarabrechnung noch einmal die Details zur Wahl zu verschicken.
Wer noch Fragen zu den Kandidatinnen und Kandidaten hat: Die meisten stellen sich und ihr Programm auf der rbbpro-Kandidatenseite vor, demnächst sollen die Kurzvorstellungen auch im Intranet zu sehen sein.
Beste Grüße,
Christoph
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
als kurze Erinnerungsstütze für die Wahl zur Freienvertretung – der rbb hat ein paar wichtige Fristen festgesetzt:
Beste Grüße,
Christoph
es ist soweit, der rbb ruft nun auch offiziell zur Wahl der neuen Freienvertretung auf. Bei aller Kritik an dem mangelhaften Freienstatut und den zweitklassigen Rechten, die es uns Freien einräumt, bitten wir euch, euch trotzdem an der Wahl zu beteiligen.
„Respekt und Rechte für Freie“, wie wir sie in den vergangenen Jahren immer wieder eingefordert haben, werden nicht verschenkt. Eine wirklich starke Freienvertretung werden wir nur erreichen können, wenn wir uns für unsere Rechte einsetzen! Wahlaufruf – „Liste rbbpro“ weiterlesen
Das rbb-Intranet lässt wissen:
Der Wahlvorstand zur Wahl einer Freienvertretung hat sich in seiner 3. Sitzung am 21. Juli 2014 auf einen Zeitraum für die Wahl verständigt. Zwischen dem 29. September und 2. Oktober 2014 sollen alle arbeitnehmerähnlichen Beschäftigten des rbb die Gelegenheit erhalten, persönlich in einem Wahllokal an den Standorten Berlin und Potsdam bzw. per Briefwahl ihre Stimme für eine Freienvertretung nach dem am 1. Juni 2014 in Kraft getretenen Freienstatut abzugeben.
Ein offizielles Wahlausschreiben wird der Wahlvorstand Ende August beschließen und veröffentlichen. Darüber hinaus werden alle freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechtzeitig mit den aktuellen Honorarabrechnungen über das Wahlverfahren und die Möglichkeit einer Kandidatur zur Freienvertretung informiert werden.
Für alle Fragen im Zusammenhang mit der Wahl zur Freienvertretung stehen Ihnen die Mitglieder des Wahlvorstands unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung.
[…]
E-Mail: wahlvorstand.freie@rbb-online.de