Der Beitrag der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl der Freienvertretung
Is nich egal – geh‘ zur Wahl!
- Am 20., 23. und 24. Mai
- Berlin HdR (ehemals 105)
- Potsdam FSZ R. 311
Der Beitrag der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl der Freienvertretung
Is nich egal – geh‘ zur Wahl!
Von der Anhörung im Medienausschuss liegt jetzt das Protokoll vor (ab Seite 10). Angehört wurden für den rbb: Intendantin Dagmar Reim. Für die Freienvertretung: Christoph Reinhardt.
Zehntausende sind bei ARD, ZDF, Deutsche Welle und Deutschlandradio als freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon rund 18.000 als arbeitnehmerähnliche.
Aber egal welcher Status, ob „feste Freie“ oder „freie Freie“:
Die allermeisten Beiträge und Sendungen stammen von freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir recherchieren und moderieren, wählen Inhalte und Musik aus, präsentieren Nachrichten, drehen, schneiden, produzieren Sendungen, gestalten Websites, betreuen Social-Media-Auftritte.
Doch:
Wir leisten die gleiche Arbeit, haben aber nicht die gleichen Rechte. Wir haben keine Arbeitsverträge, sondern nur einen „arbeitnehmerähnlichen“ Rechtsstatus. Wir müssen ständig um unser Einkommen fürchten. Sozialleistungen, die für Festangestellte selbstverständlich sind, werden uns vorenthalten. Und das, obwohl wir Tür an Tür mit ihnen arbeiten und oft im gleichen Dienstplan stehen.
Jetzt kommt dazu:
Dass Geld fehlt, ist kein Naturgesetz. Es ist politisch so gewollt. Und während die Einkommen der Festangestellten sicher sind, sparen die Sender vor allem an uns Freien – und damit am Programm. Wer aber guten unabhängigen Journalismus will, muss dafür Geld in die Hand nehmen.
Und:
Sie gefällt uns und ist genau unser Ding. Wir bringen unsere ganze Kraft und unser kreatives Potenzial ein. Doch die Honorare sind oft nicht angemessen. Sichere Perspektiven fehlen.
Aber:
Leider ist immer häufiger das Gegenteil der Fall. Unsicherheit und wirtschaftliche Zwänge machen einige von uns krank. Andere lassen es nicht so weit kommen und verlassen die Sender. Kreative Köpfe, markante Stimmen gehen so verloren. Doch gerade die braucht der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Für uns gilt nach wie vor:
Wir eignen uns selbstverständlich neue Techniken an, entwickeln zeitgemäße Formate und Darstellungsformen. Wir brauchen dafür aber auch Zeit und Geld. Berufliche Fort- und Weiterbildung darf nicht in unserer Freizeit stattfinden, und sie muss angemessen vergütet werden.
Wichtig ist uns auch:
Jüngere gegen Ältere, Hörfunk gegen Fernsehen oder Online, Festangestellte gegen Freie: Das läuft bei uns nicht. Wir fordern Wertschätzung, Transparenz und Solidarität.
Und nicht zuletzt:
Doch nicht überall sind Freie als gleichberechtigte Mitarbeiter anerkannt. Bei einigen Sendern sitzen sie im Personalrat, andere haben eine gesetzlich verankerte Freienvertretung, manche nicht einmal das. Wir wollen Missstände benennen und beseitigen können, wo das nötig ist. Vor allem aber wollen wir die Zukunft unserer Sender mitgestalten. Wir fordern: Freie gleichberechtigt in die Personalräte! Überall.
Wir fordern die Intendantinnen und Intendanten, die Rundfunkräte und die Parlamente in Bund und Ländern auf: Macht Schluss mit der Zwei-Klassen-Gesellschaft!
Die Interessenvertretungen für Freie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
und Tschüss! Die erste Amtszeit der Freienvertretung ist fast vorbei – kaum zu glauben, Ende Mai wird neu gewählt. Nach 18 turbulenten Monaten wollen wir mit euch Bilanz ziehen. Was war gut, was schlecht? Und jetzt: Weiter so?
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Das Formular für Wahlvorschläge kann ab sofort hier im Intranet heruntergeladen werden. Es wird auch nach Anfrage vom Wahlvorstand per E-Mail verschickt: wahlvorstand.freie@rbb-online.de. Wahlvorstand: Bewerbungsformular steht bereit weiterlesen
am 22. April ist es soweit: Der erste ARD-Freienkongress im rbb-Berlin geht los. Meldet Euch jetzt an! Das aktuelle Programm und das Anmeldeformular findet ihr hier:
Ihr habt es sicher schon festgestellt: Seit Februar verschickt der rbb veränderte Honorarabrechnungen. Hintergrund sind nach Auskunft der Personalabteilung neue gesetzliche Bestimmungen, denen die alten Abrechnungsbescheinigungen nicht mehr genügt hätten. Verirrt im Abrechnungsdschungel? weiterlesen