Newsletter: Mojo macht krank+++Gesundes für Freie+++Reporter-Bestandsschutz beim MDR

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

den heutigen Newsletter könnte man glatt unter das Motto „Rundum gesund“ stellen wären da nicht die Kolleg*innen von Brandenburg Aktuell. Die stellen fest: „Mojo macht uns krank“.

57 freie Mitarbeiter*innen (und damit so gut wie alle) des Regionalmagazins haben einen Brief an die Redaktionsleitung unterschrieben. Darin teilen sie mit, dass ab sofort keine Reporter*innen mehr einen tagesaktuellen Dienst als Mojo übernehmen werden. Per Dienstplan waren die Fernseh-Journalist*innen dazu verdonnert worden. Doch die Arbeitsverdichtung als selbst fahrende und nebenbei noch recherchierende mobile Journalist*innen, verbunden mit Technikproblemen und einem für die Macher*innen nicht akzeptablen Ergebnis am Ende des Tages, haben nicht nur zu Stress, sondern schließlich auch zum entschiedenen Nein der BA -Freien geführt. Der Mojo-Probebetrieb geht weiter, allerdings nunmehr auf freiwilliger Basis für die einzelnen, außerdem sollen Erfahrungen mit Zwei-Personen-Mojo-Teams gemacht werden. Geht doch!

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Habt ihr ähnliche oder ganz andere Erfahrungen als Mojos gemacht? Wir wollen es wissen! Bitte nehmt euch die Zeit und füllt unseren Mojo-Fragebogen aus. Es dauert nur ein paar Minuten – hilft uns aber belastbares Datenmaterial für unseren „Alternativen Zukunftstag“ zu sammeln. Am 12. November 2019 ab 14 Uhr im SZF in Potsdam geht es rund um die smarte Produktion in unserem Haus – vor allem aber geht um euch und eure Arbeitsbedingungen. Also: Termin unbedingt freihalten und Mobile-Reporting-Umfrage unbedingt ausfüllen! Danke!

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Vom Stress zum „Rundum-Sorglos-Paket“. Eine gute Möglichkeit sorglos und gesund zu bleiben, könnte die Grippeschutzimpfung sein, die alle arbeitnehmerähnlichen freien Kolleg*innen kostenlos wahrnehmen können (und sollten, sagt Betriebsarzt Dr. Boschan). Alle Termine stehen im Intranet, in Berlin gibt es noch einen am 7. Oktober, in Potsdam noch zwei am 14. Und 17. Oktober. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Dass eine Teilnahme sinnvoll ist, belegt die Krankenrate aus dem letzten Jahr. Die wurde durch die Grippewelle mächtig nach oben gedrückt, heißt es. Bislang wird der durchschnittliche Krankenstand im rbb nur für festangestellte Mitarbeiter*innen ermittelt und da lag die Quote im letzten Jahr bei 6,6% und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt (4,25%). Ob Freie genauso oft krank sind weiß niemand – die Ermittlung ist angeblich zu kompliziert. Spätestens wenn die Höhe des „Zuschusses pro Krankheitstag“ (so heißt das Krankengeld für Freie) evaluiert werden muss, sind wir schlauer. Denn seit Anfang des Jahres und mit dem Inkrafttreten des „renovierten“ 12a-TV bekommen Freie ja Geld ab dem ersten Krankheitstag.

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Wir bleiben beim Thema und sorgen für Durchblick! Stichwort Bildschirmbrille. Auch die können Freie analog zu den angestellten Kolleg*innen beantragen. Allerdings musste bislang immer zuerst die Arbeitnehmerähnlichkeit nachgewiesen werden, bevor der Termin mit dem Betriebsarzt gemacht wurde. Damit ist jetzt Schluss. Jetzt führt der Weg direkt zum Betriebsarzt (Termin machen) und erst, wenn tatsächlich eine Brille verschrieben wird und der rbb den Zuschuss von 110€ leisten soll, muss die Arbeitnehmerähnlichkeit belegt werden. Das Geld reicht übrigens für eine funktionale Brille; wer ein Designermodell haben will, muss selbst was drauflegen.

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In einem unserer letzten Newsletter hatten wir euch bereits auf die (auch) für (arbeitnehmerähnliche freie) rbb-Mitarbeiter*innen ziemlich günstige Möglichkeit hingewiesen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Die Freienvertretung vermittelt die Versicherung nicht, verweist aber gerne an die Leute, die Ahnung davon haben. Deswegen kommen wir auch gerne dem Wunsch nach, zusätzliche Informationen zum Thema an euch weiterzugeben. Hier sind sie:
RBB Versicherung gegen Berufsunfähigkeit

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Und zum Schluss noch ein Beitrag zum Thema: „Worüber Freie sich freuen können“! Nein, nicht etwa in Berlin, sondern beim Mitteldeutschen Rundfunk. Der MDR zeigt in der fünften Tarif-Verhandlungs-Runde, dass man die jahrelange Arbeits-Leistung programmgestaltender freier Mitarbeiter*innen durchaus angemessen würdigen kann. Dort werden den über 20 Jahre für den Sender tätigen Freien Angebotsgarantien von 50 bis 75 Prozent angeboten. Also quasi der Bestandsschutz!

So kann’s auch gehen…

In diesem Sinne: schönes Wochenende wünscht eure Freienvertretung!