Wahlen + Zahlen + Homeoffice

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Countdown läuft:

NOCH 7 TAGE BIS ZUR WAHL

Dazu noch irgendwelche Fragen?

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Neben dem Runterzählen wälzt die Freienvertretung in dieser Woche noch viele andere Zahlen. Gemeinsam mit dem Personalrat, dem Redakteursausschuss, der Frauenvertreterin und Schwerbehindertenvertretung präsentieren wir euch hiermit stolz die Ergebnisse der Homeoffice—Umfrage.

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Das Ergebnis ist verblüffend deutlich: Homeoffice forever! 84 Prozent der 713 Teilnehmenden wollen auch in Zukunft regelmäßig von Zuhause aus arbeiten – mindestens einen Tag pro Woche. Hätten wir nicht gedacht. Wir haben aber viel mehr abgefragt. Und viel Luft nach oben gesehen.

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Selbst bei den absoluten Basics: Nur ein Drittel hat ein abgetrenntes Arbeitszimmer. Gerade mal in Viertel einen ergonomischen Stuhl. Ein Drittel hat nicht einmal einen Schreibtisch, sondern arbeitet offenbar am Küchen- oder Wohnzimmertisch oder wo auch immer.

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Und wie stehen die Freien #MitarbeiterZweiterKlasse da? Im Vergleich von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerähnlichen gibt es, äh, Ähnlichkeiten und Unterschiede. Ähnlichkeiten zuerst: Bei der familiären Bedingungen, der Wohnung bzw. dem Arbeitszimmer spielt der Arbeitsvertrag keine Rolle. Auch vergleichbar: Die schwierige Trennung zuhause von Arbeits- und Freizeit.

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Woran erkennt man dann im Homeoffice den Unterschied zwischen Festen und Freien? Am rbb-Laptop (Feste: 69 Prozent, 12-Freie:  30 Prozent) und am Diensthandy (Feste: 36 Prozent, Freie: 3 Prozent). Umgekehrt formuliert: 84 Prozent der Freien nutzen ihren privaten Rechner dienstlich. Und fast alle telefonieren ausschließlich über ihre privaten Telefone und geben ihre Nummer heraus (Rufumleitung der Büronummer klappt bei 66 Prozent der Festen bzw. 19 Prozent der Freien).

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Kein Wunder, dass den Freien eine Beteiligung des Senders an den Betriebskosten wichtig ist. Auf der Wichtigkeitsskala von 1 bis 5 geben die Freien im Schnitt 4,3 an (wichtig bis sehr wichtig), Feste liegen mit 3,2 Punkten nur ganz knapp über dem mittleren Wert, irgendwo zwischen wichtig und unwichtig.

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Und vielleicht erklärt auch das, warum die Freien nicht ganz so euphorisch sind, von Zuhause aus arbeiten zu können. Mindestens einen Tag in der Woche zuhause arbeiten wollen 87 Prozent der Festen, aber nur 73 Prozent der 12a-Freien. Eine ordentlich ausgestattete Redaktion ist offenbar auch etwas wert.

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Und nun die letzte Zahlenkolonne im vorletzten Newsletter der amtierenden Freienvertretung. Die Highlights der jüngsten 12a-Statistik lauten einschließlich der laufenden Corona-Saison (Beschäftigungszeitraum 07/2019-06/2020):

  • 1438 12a-Freie (niedrigster Wert seit Statistikbeginn 2014)
  • Zuschuss bei Krankheit: im Schnitt 10,1 Tage (bisheriger Höchstwert)
  • Gender-Pay-Gap: Frauen bekamen im Schnitt 2000 Euro weniger als Männer, arbeiten einen halben Tag weniger.
  • Urlaubsgeld liegengelassen? 148 Fälle (jede*r Zehnte verzichtet also auf rund 11 Prozent des rbb-Jahreseinkommens).

Schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung