Archiv für den Monat: September 2019

Newsletter: +Zukunft+Berufsunfähigkeit+Bestandsschutz+Kultur+

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

warum im rbb die Zeit ganz offensichtlich anderen Naturgesetzen unterliegt als im Rest des Universums, das wird sicher die theoretische Physik eines Tages beantworten können. Die eher praktisch veranlagte Freienvertretung weiß nur so viel: Die Zukunft kommt (wenn auch seeehr laaaangsaam) näher.

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Was schon unserer eigener Alternativer Zukunftstag beweist: 12. November 2019, 14 bis 18 Uhr, FSZ Potsdam, Raum 311. Falls eure Zukunft bereits begonnen haben sollte, sagen wir mal: im Mojo-Probetrieb, nehmt bitte an unserer Mobile-Reporting-Umfrage teil. Dauert wirklich nur ein paar Minuten.

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Und bitten alle, sich gedanklich ab sofort zumindest etwas gründlicher als üblich auf das Thema Berufsunfähigkeit einzulassen. Schlimmes Thema, gute Nachricht: Seit 2015 drängen wir darauf, dass der rbb nach dem Vorbild des SWR eine Gruppenversicherung auch für Arbeitnehmerähnliche (!) ohne Gesundheitsprüfung (!!) ermöglicht. Jetzt ist es tatsächlich so weit: Die Konditionen stehen fest, die Infoblätter sind gestaltet – ab Oktober beginnen die Informations- (um nicht zu sagen Werbe-) veranstaltungen.

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Die Freienvertretung ist kein Versicherungsbüro und weit davon entfernt, euch fundierte Ratschläge geben zu können, für wen diese Risikovorsorge besonders sinnvoll ist und in welchen Fällen es hinausgeworfenes Geld sein wird. So viel ganz allgemein: Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, hat mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bei diesem Angebot günstigere Konditionen als bei einem Einzelabschluss auf dem freien Markt. Weil der Versicherungsbeitrag die Sozialabgaben und Steuern senkt und der rbb seine Ersparnis dabei an die Mitarbeitenden weitergibt, gilt das vor allem für diejenigen, die hier sozialversicherungs- und lohnsteuerpflichtig arbeiten. Deutliche Abstriche gibt es leider aus rechtlichen Gründen bei Selbständigen (z.B. KSK-Freien). Für freie Freie (= ohne 12a-Status) gilt das Angebot gar nicht. Die Frage, ob so eine Versicherung (mit erheblichen Prämienzahlungen) das Richtige ist, muss jeder selbst abwägen, #Zukunft. Für die, die das möchten, ist diese Gelegenheit sicher günstigster als die allermeisten anderen.

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Sichere Aufträge bis zur Rente – dieses Privileg haben (neben den Festen) die mehr als 500 Freien mit Bestandsschutz. Aus unserer Sicht hat sich der Tarifvertrag äußerst bewährt, einziger Schönheitsfehler: dass er nicht für alle gilt. Die Personalabteilung macht dagegen immer häufiger Probleme mit dem Vertragstext geltend und legt ihn im Einzelfall in einer Weise aus, dass wir nur mit dem Kopf schütteln können. Bzw. die Konfliktkommission einschalten müssen. Oder eine Klage empfehlen. Weil der Bestandsschutz zu wertvoll ist, um ihn erodieren zu lassen, bitten wir euch um besondere Aufmerksamkeit. Wenn in einigen Bereichen die Angebotsgarantien mangels Aufträgen nicht eingehalten werden können und in anderen Personalmangel herrscht, ist es völlig in Ordnung, wenn der rbb für Umschulungen wirbt. Nicht korrekt ist, wenn suggeriert wird, dass andernfalls die Angebotsgarantie gekürzt werden könnte. Das geht gar nicht. Bitte nicht einschüchtern lassen, schickt im Zweifel uns in den Ring – um den Bestandsschutz streiten wir besonders gerne. Und geben ebenso gerne eine Bitte der Dispos weiter: Seid möglichst großzügig mit den verfügbaren Terminen, das verschafft der Dispo mehr Spielraum und macht für alle das Leben leichter. Die Faustregel ist ganz einfach: Sperrt die Tage, an denen ihr keine Zeit für den rbb habt – und gebt den Rest frei.

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„Kulturradio zwischen Rasur und Reform“? Der interne Diskussionsprozess ist angelaufen, die Freienvertretung redet nach Kräften mit hinein. Unser bescheidener Anspruch: Modernisieren ist gut, aber bitte nicht auf dem Rücken der Freien. Eine Nummer größer diskutiert das der DJV am 23. November, 16 Uhr, im Saal 2 (HdR Berlin, neben dem Kleinen Sendesaal). Auf dem Podium: die Akademie der Künste (Kathrin Röggla), die Programmchefin (Verena Keysers), der Vorsitzende des HR-Personalrats (Knud Zilian), der Redakteursausschuss (Dirk Hühner) und last not least die Freienvertretung (Franziska Walser).

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Aber erstmal: Schönes Wochenende!

Eure Freienvertretung