Archiv für den Monat: Juni 2019

Newsletter: Kulturradio ++ zibb +++ Programmpräsentation

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

leere Büroflure, freie Parkplätze, Abwesenheitsbenachrichtigungen – es ist unübersehbar: Die Sommerferien haben begonnen. Erfahrungsgemäß wird es nun auch in der Freienvertretung etwas ruhiger, viele Freie (mit schulpflichtigen Kindern) nutzen die Zeit, um Urlaub zu nehmen. Die Kolleg*innen vom Kulturradio werden das in diesem Jahr wohl mit sehr gemischten Gefühlen machen. Angesichts der radikalen Sparpläne – eine Million weniger ab 2021 – müssen sie um ihre berufliche Zukunft bangen.

Die Kürzungspläne waren am Donnerstag auch im Rundfunkrat Thema – und wurden von den Mitgliedern ausgiebig diskutiert. Vor allem die Kopplung der radikalen Sparpläne mit einer – auch von vielen Freien befürworteten – Erneuerung des etwas angestaubten Kulturradio-Programms wirft viele Fragen auf: Kann ich eine Welle besser und moderner mache, indem ich ihren Etat erstmal um 20 Prozent kürze? Wir bezweifeln das. Jüngstes Versprechen der Intendantin: Die Einsparungen sollen nicht nur auf dem Rücken der Freien erbracht werden, auch der Personal- und Sachetat müsse sein Scherflein beisteuern. Und: Die Freien sollen in den Prozess der Erneuerung einbezogen und an den entsprechenden Workshops und Arbeitsgruppen beteiligt werden. Wir meinen: Das muss auf Augenhöhe und nicht zum Nulltarif passieren! Heute hat der erste Workshop zur Reform des Kulturradios begonnen – nach unserer Kenntnis leider ohne Freie.  

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Die Freien sollen auch bei der Neuausrichtung von zibb eine aktive Rolle spielen. Das versicherte Abteilungsleiter Dirk Platt im Gespräch mit der Freienvertretung. Anders als beim Kulturradio drohe aber keine Etatkürzung: Die Redaktion wolle ihre Freien künftig im gleichen Umfang beschäftigen wie bisher – nur womöglich mit anderen Aufgaben. Womit genau und wie die Sendung künftig aussehen soll, werde im Sommer gemeinsam mit festen und freien Mitarbeiter*innen erarbeitet  Unsere Empfehlung: Nehmt den Chef beim Wort, mischt euch ein, fragt nach! Und wem das nicht reicht: Wendet euch gerne jederzeit an die Freienvertretung. Wir begleiten den Umbauprozess aufmerksam und werden unseren Teil dazu beitragen, dass er möglichst ohne Einschränkungen für die Freien verläuft.

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Nach der Ausladung im März durfte die Freienvertretung jetzt erstmals am Workshop der Abteilung Programmpräsentation teilnehmen. Und die Kolleg*innen hatten durchaus Gesprächsbedarf: Es gab viele Fragen rund um den neuen Honorarrahmen Programm, Bestandsschutz und Dienstplangestaltung. Vor allem die wachsende Anzahl von Freien im Pool bei gleichbleibendem Arbeitsvolumen führt dort zu Ängsten und Unmut. Den Hinweis der Führung, ein Medienunternehmen brauche eben Veränderung und Unsicherheit gehöre zum Geschäft (der Freien), finden wir da wenig hilfreich. Auch für arbeitnehmerähnliche Freie hat der rbb eine soziale Verantwortung, die leider noch nicht alle Führungskräfte so akzeptieren. Unsere Empfehlung: Freie mit Bestandsschutz (=Beschäftigungssicherheit) stehen Veränderungen viel offener und positiver gegenüber! Wir beraten euch gerne, ob ihr einen Anspruch habt und wie ihr den geltend machen könnt.

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Wir beraten euch auch gerne über die Auswirkungen des neuen Honorarrahmen Programms – und kommen dazu sogar in eure Redaktion: Welche konkreten Veränderungen bringt euch der neue Tarifvertrag ab Januar 2020? Wie sind die einzelnen Tätigkeiten in eurem Bereich einzustufen? Ruft an und bucht einen Termin für unsere #Sommertour: rbb-Durchwahl 80503!

Bis dahin wünschen wir euch ein entspanntes Wochenende und einen guten Start in den Sommer!

Eure Freienvertretung

Newsletter: Kulturradio + Freiensprecher*innen in Potsdam + Sommertour

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

beim Kulturradio wird gekürzt, so viel steht bekanntermaßen fest. Woran oder an wem genau, ist aber immer noch völlig offen. Wir waren diese Woche im Gespräch mit betroffenen Kollegen und mit der Personalabteilung. Zwischenfazit: Eine Million aus dem Etat streichen ist einfach, aber der Umbau einer Welle ist etwas völlig anderes. Wir erwarten, dass die Wellenleitung sich für jeden einzelnen Freien genau überlegt, welche Rolle er ab dem Jahr 2021 im Kulturradio spielen soll. Präventiv-Beendigungsmitteilungen („lieber einen Kollegen zu viel beenden als einen zu wenig“) darf es nicht geben. Dass die Mittelkürzung sozialverträglich erfolgen muss – da hat uns bisher niemand widersprochen. Dass beim Programmumbau die Freien eingebunden werden – dazu wird ebenfalls wohlgefällig genickt. Wir sind gespannt, wie sich die Rundfunkräte am 20.6. dazu verhalten werden. Die Sitzung ist öffentlich! Wir erwarten, dass die rbb-Geschäftsleitung ihre Verantwortung für die arbeitnehmerähnlich Freien genauso ernst nimmt wie für die Finanzen. Newsletter: Kulturradio + Freiensprecher*innen in Potsdam + Sommertour weiterlesen

Newsletter: Kulturradio + Freienversasmmlung + Honorarrahmen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Etatkürzung beim Kulturradio kam zwar nach der letzten Belegschaftsversammlung zwar nicht völlig überraschend. Aber einen so drastischen und so gezielten Schlag auf eine einzelne Welle hatten wir nicht erwartet. Wir haben dazu eine Stellungnahme veröffentlicht und die ersten Kolleg*innen beraten. Newsletter: Kulturradio + Freienversasmmlung + Honorarrahmen weiterlesen

Kulturradio-Kahlschlag: Nicht auf dem Rücken der Freien!

Der rbb will den Programmetat des Kulturradios von zuletzt ca. 5,3 Millionen Euro ab 2021 um eine Million Euro kürzen, fast 20 Prozent. Dies hat Programmdirektor Schulte-Kellinghaus den Interessenvertretungen und den Kolleg*innen im Kulturradio mitgeteilt. Die Freienvertretung macht darauf aufmerksam:

Eine Million Euro mag aus buchhalterischer Sicht eine schöne runde Einsparsumme sein, mit der man auch in der öffentlichen Spardebatte Punkte machen kann. Für die Freien beim Kulturradio geht es dagegen um ihre Honorare, ihre wirtschaftliche und publizistische Existenz. Es darf nicht sein, dass rbb seine Sparanstrengungen allein den Honorarempfänger*innenn aufbürdet.

Rund 80 Freie beim Kulturradio sind arbeitnehmerähnlich – sie sind vom rbb wirtschaftlich abhängig und sozial schutzbedürftig, so definiert es das Gesetz. Wir erwarten vom rbb, dass er die Kürzungen sozialverträglich gestaltet, genauso wie er es erklärtermaßen bei den Kolleg*innen mit festen Arbeitsverträgen halten will. Finanzielle Spielräume dafür gibt es trotz aller Sparnotwendigkeiten genug.

Die Kürzungen sind ab dem Jahr 2021 vorgesehen – wir müssen die Zeit nutzen, um von Beginn an und systematisch die Interessen der Freien zu berücksichtigen. Die Wellen- und Geschäftsleitung fordern wir auf, unverzüglich Gespräche mit uns und den Betroffenen zu beginnen, wie der Abbau sozialverträglich gestaltet werden kann. Sparen ausschließlich auf dem Rücken der Kreativen kann keine Lösung für die Akzeptanzprobleme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sein.

Die Freienvertretung

Tätigkeitsbericht der Freienvertretung 2019

Tätigkeitsbericht der Freienvertretung

Im Juni 2019

Vorwort

Liebe Kolleg/innen und Kollegen,

„Respekt und Rechte für Freie“ – unser Claim mag alt sein, bringt aber auch die aktuellen Probleme immer noch auf den Punkt: Respekt können uns immer wieder verschaffen, aber mit den Rechten hapert es weiter. Und auch in diesem Jahr gilt: Rechte fallen leider nicht vom Himmel, sondern müssen erkämpft werden. Tätigkeitsbericht der Freienvertretung 2019 weiterlesen