Archiv für den Monat: Januar 2018

Gleiches Geld für gleiche Arbeit!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das war eine tolle Woche! Und die nächste hat es auch in sich.

Vielen Dank an alle, die Mittwoch so kurzfristig in den Kleinen Sendesaal gekommen sind. 120 Leute haben sich klar und deutlich hinter das Verhandlungsteam der Gewerkschaften gestellt:

Gleiches Geld für gleiche Arbeit! Egal, ob fest oder frei.

Am Ende der inspirierenden Versammlung hat sich spontan eine Aktionsgruppe gebildet (Treffen nächste Woche Freitag). Im Haus sind Unterschriftenlisten für einen offenen Brief an Frau Schlesinger unterwegs (bitte herunterladen, ausdrucken, sammeln und an die Freienvertretung schicken). Die Botschaft:

Programm-Freie sind keine Mitarbeiter dritter Klasse!

Den Familienzuschlag wollen wir auch! Und bei Krankheit den Zuschuss ab dem 1. Krankheitstag. Darum geht es am nächsten Mittwoch bei den Verhandlungen zum 12a-Vertrag.

Bitte kommt alle, um das Verhandlungsteam zu unterstützen:

17.1., 12.30 Uhr, FSZ Berlin, 10. Etage,  Raum 465.

So bitter und empörend das „Angebot“ auch war, nach diesem herben Rückschlag gab es Donnerstag auch einen kleinen Fortschritt. Die Personalabteilung hat uns mitgeteilt: Seit Januar gibt es für rbb-Fortbildungen entweder ein Ersatzhonorar – oder es findet in der honorierten Einsatzzeit statt. Fortbildungen zum Nulltarif wird es nicht mehr geben. Okay, das Ersatzhonorar soll weiter bei den völlig unangemessenen 75 Euro liegen, wirklich kein Grund zum Jubeln. Aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Als wir vor drei Jahren angefangen haben, bezahlte Fortbildungen einzufordern, wurden wir von denen da oben entweder angefeindet oder ausgelacht. Die Parole damals: Freie können doch froh sein, wenn sie dem Sender die Fortbildung nicht bezahlen müssen. Welche Geringschätzung unserer Arbeit, aber eben auch nicht bei allen. Schon im vergangenen Jahr hatten wir bemerkt, dass immer mehr Chefs ihre Fortbildungen während der Arbeitszeit stattfinden ließen oder zumindest die 75 Euro von der Ausnahme zur Regel wurden. Zwischenbilanz: Der Fortschritt ist eine Schnecke, aber der Kampf lohnt sich.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende. Und bis Mittwoch, 12.30 Uhr!

Beste Grüße,
Christoph

Jetzt unterschreiben: Offener Brief an Frau Schlesinger

Wir sammeln noch Unterschriften für den offenen Brief der Programm-Freien an Frau Schlesinger. Bitte druckt euch die Vorlage aus und sammelt Unterschriften in euren Bereich. Die Bögen bitte bis zum nächsten Dienstag in der Freienvertretung abgeben. Selbstverständlich dürfe alle unterschreiben, auch Feste und NPG-Freie – Solidarität ist schließlich keine Frage des Vertragsverhältnisses!

2018-01-10-Offener-Brief

Kleiner Sendesaal, 13 Uhr – Honorare im Programm

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser Treffen wegen der künftigen Honorare im Programm findet morgen,

  • Mittwoch, 10.1.,
  • von 13-14 Uhr
  • im Kleinen Sendesaal (Haus des Rundfunks, Berlin)

statt.

Bitte kommt alle und bringt noch jemanden mit! Wir müssen klären, ob die Tarifverhandlungen gescheitert sind und wie wir endlich faire Honorare bekommen.

Beste Grüße,
Euer Verhandlungsteam

Programm-Honorare: Wichtiges Treffen am 10.1., 13 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
schlechte Neuigkeiten wegen der neuen Honorare im Programm.

Nach einer monatelangen Hängepartie hat der rbb den Gewerkschaften jetzt einen „Vorschlag“  für den Programm-Honorarrahmen gemacht. Er ist so enttäuschend, dass wir erst mit euch besprechen müssen, ob wir überhaupt darüber verhandeln sollen.

Was wir dringend brauchen, ist eine faire Lösung für die krasse Ungerechtigkeit bei den Programm-Honoraren. Aber dieser Entwurf würde die Programm-Freien endgültig zu Mitarbeitern dritter Klasse machen.

Zum Beispiel:

Das Mindesthonorar für Redaktions- oder Reporterdienste soll auf 205 Euro pro 8-Stunden-Tag festgesetzt werden. Weil im neuen Honorarrahmen auch die Preise für Autorenstücke an die Tagesdienste gekoppelt sind, würden sich auch die Werkhonorare auf diesem Niveau  bewegen.

Vergleich I: Das entspricht in etwa dem, was eine erfahrene festangestellte Programmassistenz bekommt.

Vergleich II: Ein C-Redakteur mit 20 Jahren Berufserfahrung bekommt pro Arbeitstag über 340 Euro.

Vergleich III: In einem Fernsehteam aus drei Freien bekäme der Kameramensch 272 Euro, der EB-Techniker 210 Euro, der Reporter 205 Euro.

Seit fast 13 Jahren laufen die Verhandlungen inzwischen. Seit dem Amtsantritt von Frau Schlesinger gab es praktisch keine Fortschritte mehr. Im Herbst hatte sie offiziell angekündigt, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Aber der Entwurf ist  nicht nur in Bezug auf die Honorarhöhen ein gewaltiger Rückschritt: Der bis zuletzt unumstrittene Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ spielt keine Rolle mehr.

Wir müssen  diese neue Lage mit euch bewerten.

Mehr als ein Jahrzehnt hat sich der rbb auf dem Rücken der Freien gesundgespart. Statt mit einer fairen Honorarstruktur die Entbehrungen anzuerkennen, will der rbb seine Programmacher auch tarifvertraglich dauerhaft ganz unten einsortieren. Kein Bestandsschutz, kein Familienzuschlag – und miese Mindesthonorare weit unter dem Verdienst der festangestellten Kollegen. Wenn dies das Ziel der Verhandlungen sein soll, können wir sie nicht fortsetzen.

Kommt alle am Mittwoch, 10.1.2018, um 13 Uhr nach Berlin (den genauen Ort teilen wir noch mit). Wir wollen euch den rbb-Entwurf vorstellen und besprechen, was wir alle tun können, um endlich zu unserem Recht kommen.

Euer Verhandlungsteam

Marika Kavouras, ver.di
Dagmar Bednarek, ver.di
Christoph Hölscher, JVBB
Christoph Reinhardt, DJV Berlin

Entwurf Honorarahmen Programm