Archiv für den Monat: November 2013

Wichtige Tarifverträge und Regularien

Die wichtigsten Tarifverträge und sonstige Regelwerke für Freie sind:

  • Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Personen (12a-Tarifvertrag)
    Gilt für „feste Freie“ und regelt u.a. Urlaub, Krankengeld, Beendigungsfristen.
  • Tarifvertrag über Mindestbedingungen
    Gilt für alle freien Mitarbeiter des rbb und regelt u.a. Arbeitszeiten, Dienstpläne, Zuschläge, Ausfallhonorare.
  • Honorarrahmen
    Die konkreten Mindesthonorare und die Tätigkeitsbeschreibungen regelt der Honorarrahmen. Auf dem aktuellen Stand ist der Honorarrahmen für den Bereich Produktion. Im Programm gelten immer noch die veralteten Regeln von ORB und SFB, die Verhandlungen über einheitliche Honorare sollen bis 2015 abgeschlossen sein.
  • Honorarbedingungen für Urheber / Mitwirkende
    Speziell für alle Urheber und Mitwirkende. Leider nicht in Form eines Tarifvertrags, sondern einseitig gesetzt durch den rbb (quasi als AGB).  Sie regeln detailliert u.a. Wiederholungshonroare, Onlinzuschläge,  Haftungsfragen, Verwertungsrechte.
  • Dienstanweisung für den Umgang mit freien Mitarbeitern
    Darin hat die Intendantin u.a. die Regularien für Prognose und Rahmenverträge festgesetzt.

Mindestbedingungen

Während die Höhe der Honorare und die genauen Tätigkeitsbeschreibungen in den Honorarrahmen geregelt sind, geht es im Tarifvertrag über die Mindestbedingungen um die Rahmenbedingungen der Beschäftigung, z.B.:

  • 8-Stunden-Tag
  • Zuschläge für Sonntags-, Feiertags-, Nachtarbeit, Überstunden für Honorare unter der Kappungsgrenze
  • Dienstplanung und Abrechnung
  • schriftliche und mündliche Verträge
  • Ausfallhonorare

Dabei gibt es gewisse Überschneidungen mit dem Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Personen ( = die „festen Freien“). Die Mindestbedingungen gelten aber für alle freien Mitarbeiter des rbb.

Wichtigster Schönheitsfehler: So lange es keinen Honorarrahmen fürs Programm gibt, gilt auch die Zuschlagsregelung nicht fürs Programm.

 

Neues von der Pensionskasse oder haste ma 20 000 Euro?

Wer von euch  Mitglied in der Pensionskasse ist, bekommt immer mal wieder  Post aus Frankfurt am Main aus der Geschäftsstelle.

Im letzten Schreiben ermuntert euch der Vorstand aus eigenen Mitteln den einen oder anderen Tausender einzuzahlen, um die spätere Rente etwas aufzubessern. Geld, das in diesem Jahr noch eingezahlt wird, verzinst sich mit 1,75 %.

Wohlgemerkt: Das gilt nur noch für dieses Jahr also bis 31.Dezember 2013.

Ab Januar 2014 wird es keine garantierten Zinsen mehr geben. Garantiert wird nur noch,  dass das eingezahlte Kapital sicher ist..

Darüber hinaus wurde auf der Mitgliedervollversammlung im Sommer 2013 angekündigt, dass es in den nächsten Jahren keinerlei Überschussbeteiligung geben wird. Der Vorstand möchte die  Eigenkapitalreserven der Kasse aufstocken, um trotz der sehr niedrigen Marktzinsen auch künftig eine attraktive Altersversorgung den Freien von ARD, ZDF und den Produktionsgesellschaften bieten zu können.

Das heißt, wer etwas Geld übrig hat und das in seine Altersversorgung investieren will, sollte dies in den nächsten Wochen tun. Dann gibt es noch 1,75 % Zinsen – garantiert.

Danach nicht mehr. Danach sorgen nur noch die 4 % Beitragsbeteiligung der Sender für eine Vermehrung des eingezahlten Kapitals.

 

Wer Fragen in Sachen Pensionskasse hat, kann sich an mich wenden:

henriettewrege@yahoo.de