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Donnerstag, 9. September 2010
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Delegiertentreffen am 5.11.

Liebe Leute,

heute lädt rbbpro alle Sprecherinnen und Sprecher der Wellen, der Programmbereiche und alle hardcore-Aktiven zu einer kleinen Runde ein:

am Mittwoch, den 5. November  um 17.30 Uhr
Ort: Cafeteria , Runder Tisch.

Die unverhohlene Drohung der rbb-Geschäftsleitung, dass Freie ohne die Anerkennung der neuen Honorarbedingungen nicht mehr beschäftigt werden, hat im ganzen Haus für Irritationen gesorgt. Die Zeit drängt: Bis zum 7.11. will der rbb alle Unterschriften beisammen haben. 

Wir sagen weiterhin: Unterschrieben wird nicht  .. mit Ausnahme der  Unterschriftenlisten, auf der der Erpressungsversuch zurückgewiesen wird und Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und "dem Haus" über die neuen Honorarbedingungen gefordert werden.

Klar ist inzwischen auch, dass der rbb nichts bezahlen will für künftige online-Nutzungen unserer Werke und Leistungen. (Siehe 12. Änderung des Rundfunkstaatsvertrages.)

Was können wir tun? Wie ist die Stimmung unter den UrheberInnen?
 
Am Donnerstag, den 6.11. von 10-12 Uhr in Studio A wird eine Belegschaftsversammlung stattfinden, zu deren Gelingen  wir beitragen sollten.

Außerdem ist der 5. November der europaweite Aktionstag für Qualitätsjournalismus!
 

 

 
Ort Protestveranstaltung

Foyer im Fernsehzentrum als Veranstaltungsort genehmigt !

Also: kommt am 22.10.2008
 
ins FSZ in die Masurenallee

um 17.30 Uhr!

 

Urheberrechtsexperten von djv und  verdi sind anwesend und beantworten Fragen, die die Welt der Freien im rbb bewegen:

wie z.B. unterschreiben oder nicht unterschreiben ...das ist könnte eine Frage sein.

Euer SprecherInnenrat

 
rbbpro in der taz

Dagmar Reim (56), RBB-Intendantin und Mutter all ihrer sieben (bald nur noch sechs) Radiowellen, bekommt am Mittwoch Besuch: Dann machen die freien MitarbeiterInnen ihrer Anstalt ihrem Ärger über die geplanten neuen Honorarbedingungen Luft, die ihnen der RBB auferlegen will.

(weiter in der taz vom 21.10.2008 )

 
Geschäftsleitung droht Freien mit Beschäftigungsstopp

Liebe Leute,

heute bekommt ihr eine etwas längere Mail. Aber es ist ja auch einiges los im rbb:

 

Die Geschäftsleitung droht Freien mit Beschäftigungsstopp

 

Am vergangenen Donnerstag unterbrachen die Verhandlungskommissionen von ver.di und DJV aus Protest gegen die Behandlung der Freien die Tarifverhandlungen zur Arbeitszeit der Festangestellten.

FESTE solidarisieren sich mit FREIEN

Am Mittwoch, den  22.10.2008 findet um 17.30 Uhr in Berlin eine Protestveranstaltung von DJV und ver.di zu den geplanten Honorarbedingungen für UrheberInnen und Mitwirkende statt. Für Eure Fragen stehen Tarifexperten der Gewerkschaften zur Verfügung.

Der rbb lehnt es nach wie vor ab, die Rechte von UrheberInnen und Mitwirkenden tarifvertraglich zu regeln. Im Gegensatz zu anderen ARD-Anstalten sowie Deutschlandfunk und Deutschlandradio diktiert der rbb seine schlechten Bedingungen. Diese betreffen freie AutorInnen, ReporterInnen, Kameraleute, CutterInnen, GrafikerInnen, KomponistenInnen, Regisseur Innen und ModeratorenInnen sowie alle an Produktionen Mitwirkenden. Den freien Kolleginnen und Kollegen wurde eine ultimative Aufforderung zugestellt, die neuen Honorarbedingungen bis zum 7. November zu unterschreiben. Andernfalls würden sie ab 01.01.2009 keine Aufträge mehr bekommen.

 

Lasst Euch nicht erpressen!

 

Unsere Forderungen sind:

Das Ultimatum der Geschäftsleitung muss vom Tisch.

Die Geschäftsleitung muss unverzüglich Verhandlungen mit den freien Kolleginnen und Kollegen und den Gewerkschaften aufnehmen.

Ver.di und DJV rufen alle Freien und Festen auf, mit ihrer Unterschrift gegen dieses Vorgehen der Geschäftsleitung zu protestieren und gemeinsame Aktionen zu entwickeln.

Ein erster Blick zeigt: Diese Bedingungen sind schlechter, als fast alle bisher in der ARD bzw. DLF und DeutschlandradioKultur geltenden Regelwerke.

Zum Beispiel:

1. Der RBB will für die Online-Nutzung in den ersten 7 Tagen nichts bezahlen. Der mickrige Honorarzuschlag  von 2,5 % soll für eine Rund Um Nutzung ab dem 8. Tag gezahlt werden. Die tarifvertraglich geregelten Bedingungen in anderen Sender sehen eine zusätzliche Vergütung von 4,5% nach Ablauf des auf die Sendung folgenden Tages vor.

Allerdings ist im 12. Rundfunkstaatsänderungsvertrag, der im Oktober beraten werden soll, nur eine Sieben-Tage- Nutzung vorgesehen (7-Days Catch up) . Dies hieße, der RBB zahlt gar nichts. Insofern ist es auch konsequent, dass die Online-Nutzung im Wirtschaftsplan 2009 nicht auftaucht - nicht etatisiert - wie die Geschäftsleitung es nennt.

2. Der RBB will die freien Kolleginnen und Kollegen nahezu uneingeschränkt haften lassen. Die tarifvertraglich geregelten Bedingungen beschränkten bisher die Haftung bei der Verletzung der Rechte Dritter in weiten Teilen auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz.

3. Der RBB will die Frist verlängern, in der Sendungen (z.B. 30 Minuten oder 60 Minuten Feature) honorarfrei wiederholt werden können von 24 Stunden nach der Erstsendung auf 28 Tage nach Erstsendung. Die 24 Stunden Regelung  ist in allen anderen ARD-Anstalten nach wie vor in Kraft. Nur der rbb verlangt von den UrheberInnen ein Sonderopfer.

Darüber hinaus greift das neue Regelwerk in Mindestbedingungen ein, die einer tarifvertraglichen Regelung bedürfen. Zum Beispiel betrifft dies das Zustandekommen von Verträgen von Mitwirkenden oder Ausfallhonorierung.

 

Generell bedeuten die neuen Bedingungen mehr Pflichten, weniger Rechte und noch weniger Geld für alle freien UrheberInnen und Mitwirkende.

Ein Mittel, um unseren Unmut zu äußern: die Unterschriftensammlung. Druckt sie aus, hängt sie aus  

Die Unterzeichnenden fordern:

Das Ultimatum der Geschäftsleitung, die Honorarbedingungen für Urheber
und Mitwirkende bis zum 07.11. zu unterschreiben, muss vom Tisch.

Die Geschäftsleitung hat unverzüglich Verhandlungen mit den freien Kolleginnen und Kollegen und den Gewerkschaften aufzunehmen. 

Name

Unterschrift

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Bitte schnellstmöglich an das ver.di-Senderverbandbüro senden.

 

 
KURZE INFORMATIONEN ZU DEN HONORARBEDINGUNGEN
KURZE INFORMATIONEN ZU DEN HONORARBEDINGUNGEN
FÜR FREIE URHEBER UND MITWIRKENDE

Der rbb hat einseitig Honorarbedingungen für Urheber und Mitwirkende erlassen.


Ein erster Blick zeigt, diese Bedingungen sind schlechter, als fast alle bisher in der ARD bzw.
DLF und DeutschlandradioKultur geltenden Regelwerke.

Beispiel:

1. Der RBB will für die Online-Nutzung nur 2,5% Honorarzuschlag für eine Nutzung nach
Ablauf von sieben Tagen zahlen. Die tarifvertraglich geregelten Bedingungen sehen eine
zusätzliche Vergütung von 4,5% nach Ablauf des auf die Sendung folgenden Tages vor.

2. Der RBB will erst nach dem siebten Tag diesen Zuschlag bezahlen. Im 12.
Rundfunkstaatsänderungsvertrag, der im Oktober beraten werden soll, ist jedoch die Sieben-
Tage-Regel vorgesehen, dies hieße also faktisch, der RBB zahlt gar nichts.

3. Der RBB will die freien Kolleginnen und Kollegen nahezu uneingeschränkt haften lassen.
Die tarifvertraglich geregelten Bedingungen beschränkten bisher die Haftung bei der
Verletzung der Rechte Dritter in weiten Teilen auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz.

4. Der RBB will Wiederholungsvergütungen in anderen Programmen des RBB erst für
Wiederholungen vier Wochen nach der Erstnutzung zahlen. Beim WDR fallen diese
Vergütungen bereits nach einem Tag an.

Darüber hinaus greift das Regelwerk in Mindestbedingungen ein, die einer tarifvertraglichen
Regelung bedürfen. Zum Beispiel betrifft dies das Zustandekommen von Verträgen von
Mitwirkenden oder Ausfallhonorierung.

Generell bedeuten die neuen Bedingungen mehr Pflichten und weniger Rechte für alle freien
Urheber und Mitwirkende.

 

 
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