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Donnerstag, 9. September 2010
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Funkhaus Europa protestiert

MitarbeiterInnen von WDR Funkhaus Europa protestieren aufs Schärfste
gegen die geplante Schließung von radiomultikulti!!!

Als RedakteurInnen, ModeratorInnen und MitarbeiterInnen von WDR
Funkhaus Europa protestieren wir gegen die geplante Schließung von
radiomultikulti! Es ist ein politisch völlig falsches Signal, wenn ein
öffentlich-rechtlicher Sender das Programm schließt, was sich als
eines der wenigen einer Region musikalisch und inhaltlich deutlich von
dem abhebt, was in der Radiolandschaft sonst zu hören ist. Gerade in der
immer wieder aufflammenden "Integrationsdebatte" halten wir es für
unerlässlich, dass es journalistische Räume gibt, in denen das Thema
mit einem anderen Blick als in der deutschen Mehrheitsgesellschaft
behandelt wird.

Die engagierten KollegInnen von Multikulti liefern mit der
deutschsprachigen Sendung Süpermercado, den Sendungen in arabischer,
polnischer und russischer Sprache, der worldmusic night und anderen
Sendungen auch unverwechselbare Teile des Funkhaus Europa Programms, auf
die wir nicht verzichten möchten!

Wir fordern die Intendantin des rbb auf, die Entscheidung zur
Schließung von radio multikulti zurückzunehmen und erklären unsere
Solidarität mit den festen und freien KollegInnen von radio multikulti.

Iva Krtalic, Isabel Reth, Luigi La Grotta, Katja Bürki, Francis Gay,
Evren Sekerci, Silke Diettrich, Juri Rescheto, Michaela Kiefer, Ayca
Tolun, Jona Teichmann, Murad Bayraktar, Mariolina Stevanin-Klunkert,
Birgit Hormann, Diana Zulfoghari, Uwe Meyer, Srdjan Govedarica, Boris
Gajic, Johannes Duchrow, Miltiadis Oulios, Pinar Abut, Mela Simsek,
Jomana Djoumma, Aala Ahmad, Kamil Basergan, Siruan Hadsch-Hossein,
Tommaso Pedicini, Serpil Eryilmaz, Mark Terkessidis, Suzan Bazarkaya,
Tuncay Özdamar, Serap Dogan, Cahit Bozkurt, Osman Ozan Özbanazi, Deniz
Incediken, Nizam Namidar

 

 
Solidarität und Aktionen für multikulti

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir dürfen Euch kurz über das Ergebnis der Delegiertenversammlung informieren. Alle anwesenden Freienvertreterinnen waren sich einig, dass wir die Abschaltung von multikulti nicht akzeptieren. Wir werden multikulti unterstützen, innerhalb und außerhalb des Hauses. Erste Gelegenheit ist der Tag der offenen Tür am Samstag in Berlin, im Anschluss an den Text dazu ein Flugblatt von multikulti.

Zudem waren wir uns einig, dasss wir auch spührbar unseren Unmut und unsere Solidarität ausdrücken. Wir wollen in allen Bereichen einen offene Diskussion um einen Tag für multikulti, an dem sich alle Freien im Haus frei nehmen oder frei machen. Die wohl einfachste Art für Freie ihren Protest auszudrücken.   

Das multikulti in einer Stadt wie Berlin abgeschaltet werden soll, ist für den öffentlich-rechtlichen rbb ein Armutszeugnis, politisch ein verheerendes Signal und zeugt davon, dass die Geschäftsleitung des Hauses wenig kreative Idee hat und schon gar kein Konzept für die Zukunft. Das gilt es zu diskutieren, innerhalb und außerhalb des Hauses.

Das Aus für multikulti, auch darüber waren wir uns einig, wird den Rest des Programms nicht sicherer machen, sondern nur den Weg für weitere Reduzierungen bereiten. Wir sind nicht bereit tatenlos zuzuschauen.

Wir begrüßen es, dass sich Fernsehdirektorin Nothelle unserer Diskussion gestellt hat und im Gespräch mit uns bleiben will (Hörfunkdirektor Singelnstein musste wegen einer längeren Debatte um multikulti im Rundfunkrat bleiben). Wir haben Fragen aufgeworfen, etwa zur Verteilung der Gelder im rbb, die Gehälter der Führungsetage und die Zahlungen an die ARD (Sportrechte, Produktionen etc.) in Höhe von 50 Mllionen Euro.
Hier sind wir gerne bereit, über Einsparungen zu reden.
 
Soweit zunächst.

Schöne Grüße,
für den SprecherInnenrat
Jürgen Schäfer

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Liebe Hörerinnen und Hörer, Freundinnen und Freunde von radiomultikulti!

Vielen Dank für die Unterstützung durch Hunderte von Emails, Anrufen, Briefen, die uns in den letzten Tagen und Stunden erreicht haben!

Wir sollten uns unbedingt treffen, oder? Wie wärs am Samstag?

Am  24.5. feiert der RBB seinen 5. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür.

Wir feiern selbstverständlich mit!

Die Intendantin Dagmar Reim stellt sich den Fragen von rbb-Moderatoren
und vielleicht auch anderen Fragen?

Um 13 Uhr tritt die multikulti-Hausband „Los(t) Multikultis" auf!!
Und zwar auf der Hauptbühne vor dem Messepalais, direkt gegenüber dem Haus des Rundfunks in der Masurenallee. Hier erwarten wir Euch, ebenso am Multikulti-Stand ist neben dem Eingang zum Haus des Rundfunks, Stand 7.

Bitte alle kommen und diese Mail weiterleiten!!!!

Wer seine Kritik, Unmut, Kommentare etc. nicht am Samstag live abgeben kann: Bitte an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst schicken, es wird dann garantiert sofort an die Intendantin weitergeleitet.

 

 
Delitreffen und multikulti

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es bleibt bei dem Termin für das Delegiertentreffen und auch bei den angekündigten Besuchern. Donnerstag, 22.5. um 18 Uhr in der Cafeteria in Berlin mit Nothelle und Singelnstein. Beide wollen kommen und finden es wichtig, mit uns im Gespräch zu sein.
Soweit das....

Im Anschluss ein Flugblatt zum verkündeten Aus für multikulti, das wir zusammen mit dem ver.di-Verband im rbb herausgeben. Zu eurer Information und natürlich könnt ihr es formatieren und aushängen. Es kommt aber auch nochmal mit der Hauspost.

Bleibt aufrecht und schöne Grüße.
Für den SprecherInnenrat
Jürgen Schäfer

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Die Freienvertretung rbbpro
und der ver.di-Senderverband fordern:

radiomultikulti muss bleiben

Integration und kulturelle Bildung sind die dringlichsten Aufgaben in Berlin und Brandenburg. Dies gehört zu den Kernaufgaben des öffentlich-rechtlichen Senders in der Region und ist im Rundfunkstaatsvertrag festgeschrieben. Radio multikulti ist dabei ein unverzichtbarer Partner. Die Entscheidung des rbb, multikulti abzuschalten, ist deshalb nicht nur aus integrationspolitischer Sicht das falsche Signal.

Multikulti bildet wie kein anderes Programm die zunehmende Vielfalt der Gesellschaft ab. Es richtet sich als Programmangebot nicht nur an den wachsenden Anteil von zugewanderten Hörern und Gebührenzahlern, die in Berlin mittlerweile ein Viertel der Bevölkerung ausmachen.

Der rbb begeht einen schweren Fehler, indem er ausgerechnet der Welle den Garaus macht, die Brücken schlägt und die Stimme der Toleranz geworden ist. Für die multikulturelle Metropole Berlin ist die Abschaltung ein dramatischer Verlust.

Die Gebühren- und Mittelverteilung in der ARD benachteiligt die kleinen Anstalten. Die Antwort darauf darf aber nicht das Aus für multikulti sein. Stattdessen muss eine öffentliche Diskussion um die Verteilung innerhalb der ARD geführt werden. Dies hätte der rbb schon längst zusammen mit der Politik in Berlin und Brandenburg machen müssen.

Wir protestieren gegen die Einstellung von multikulti  und fordern die Intendantin auf, ihre Entscheidung zurückzunehmen. Multikulti muss nicht nur beibehalten, sondern weiterentwickelt werden. 

Wir fordern den rbb auf, zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Debatte um die Zukunft all seiner Programme und seines Auftrags zu führen.

 

 
Aus für multikulti

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

jetzt ist es raus, der rbb stellt multikulti zum Ende des Jahres ein. Das wurde heute (Mittwoch) verkündet und ganz schnell zu einer Belegschaftsversammlung gerufen. Um 16 Uhr im 14 OG. des Fernsehzentrums Berlin. Lasst also alles liegen und stehen und kommt der Einladung eurer Intendantin nach....

Liebe Grüße
Jürgen Schäfer

 

 
Besuch beim Delegiertentreffen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben interessanten Besuch bei unserem Delegiertentreffen am 22.5. um 18 Uhr in der Cafeteria in Berlin.

Fernsehdirektorin Nothelle und Hörfunkdirektor Singelnstein werden kommen und sich unseren Fragen stellen. Wir denken, das ist interessant und wir sollten die Gelegenheit nutzen, etwas über die Sparpläne des rbb zu erfahren.
Zum Delegiertentreffen können neben den FreienvertreterInnen aus den Abteilungen und Redaktionen natürlich auch alle anderen interessierten Freien kommen.

Wir haben euch ja in der letzten mail über die Aktivitäten der Kolleginnen und Kollegen von multikulti informiert und aufgefordert, solidarisch zu sein.
Aber es geht natürlich um alle Freien im Haus!! Jede und Jeder können eingespart werden! Oder wie Intendantin schreibt, alle Programme bei Hörfunk und Fernsehen stehen auf dem Prüfstand.

Das gilt für die vermeintlich schwächeren Redaktionen und auch für die, die meinen, auf der sicheren Seite zu sein.
  
Deshalb zeigt euch und kommt zum Delegiertentreffen.

Schöne Grüße
für den SprecherInnenrat

Jürgen Schäfer

 

 
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