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Donnerstag, 9. September 2010
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...und der rbb bewegt sich.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten Euch über den aktuellen Stand der Tarifverhandlungen informieren. Wir hatten als FreienvertreterInnen mit den Gewerkschaften am 31.1. und 14.2. Termine mit dem rbb. Es geht uns vor allem darum, dass rbb-Freie ihre Rechte aus dem Tarifvertrag (Urlaubsgeld, Krankengeld, Zuschuss zur Mutterschaft, Ankündigungsfristen) bekommen und behalten, vor allem die Freien aus Produktion und Technik. Bisher ist es dort so, dass die Prognosehöchstgrenze bei sieben Tagen im Monat liegt. Gleichzeitig muss es 42  Beschäftigungstage in der ARD in sechs Monaten geben, um in den Geltungsbereich des Tarifvertrages zu kommen. Das sind äußerst enge und für viele Freie gerade aus dem Bereich Produktion schwierig zu erfüllende Voraussetzungen. Nun deuten sich  Verbesserungen an.
Der rbb wäre bereit seine Dienstanweisung zu ändern und die Prognose im Bereich Technik/Produktion von sieben auf acht Tage im Monat zu erhöhen. Fürs Jahr hieße das, statt der bisherigen 90 Tage höchstens sind dann 96 Tage möglich,  und das wäre auch richtig gerechnet. Klingt bescheiden, kann aber für viele Freie in dem Bereich ein großer Fortschritt sein. Dazu sollen noch kleine technische Verbesserungen für den Fall kommen, dass Freie einmal unter der 42-Tagegrenze bleiben. 
Was will der rbb dafür? Nun, eine neue Honorarstruktur fürs ganze Haus und eine Änderung bei der Urlaubsregelung. Darüber wird verhandelt.  
Beim Urlaub will der rbb die orb-Regelung anwenden, mit der, einfach gesagt, bis zu 20 Prozent Kosten eingespart werden können. Bei den Honoraren sollen die Unterschiede zwischen einzelnen Redaktionen und den Standorten Berlin und Brandenburg ausgeglichen werden. Wir können hier nur vor Illusionen warnen, etwa dass die Freien dann mehr Geld bekommen könnten. Für die meisten wird sich nichts ändern, einige werden etwas verlieren und nur  wenige werden etwas mehr bekommen. Wir werden in nächster Zeit auf einer Vollversammlung darüber reden. Und versprochen ist, dass wir genau darauf achten werden, dass sich der rbb nicht auf Kosten der Freien "gesund spart".
Zum Thema noch eine Bitte an die Freien aus Produktion und Technik vor allem in Potsdam. Wir wissen, dass in einigen Bereichen Freie nur etwa 5 Tage im Monat beschäftigt werden oder dass es immer wieder Probleme gibt, wenn Urlaubsgeld oder ähnliches beantragt wird.
Gleiches gilt für die anderen Freien: gibt es Schwierigkeiten beim Beantragen von Urlaubs- oder Krankengeld?  Wenn ja – welche ?
Informiert uns bitte über alle Fälle, nur so können wir sicherstellen, dass die Rechte der Freien gewährleistet werden.
Schreibt an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst und ganz nebenbei schaut doch mal wieder auf die Homepage: www.rbbpro.de - wir haben gearbeitet.

Schöne Grüße,

für die Freienvertretung

Jürgen Schäfer

P.S. Viele Freie beim NDR kämpfen derzeit um ihre Existenz, weil der Sender sie nach neun oder zehn Jahren für immer auf die Straße setzt. Die Freien
haben sich nach dem Vorbild von rbbprotest und rbbpro organsiert und betreiben eine Homepage (www.freie-im-norden.de). Wir wünschen Kraft und Erfolg.

 
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